Für seine 21 Jahre hat Disarstar schon einiges erlebt: Jugendamt, Drogen, Straffälligkeit. Die Zeiten sind vorbei: Jetzt stehen Sport, Politik und Bücher auf seinem Stundenplan. Und am allerwichtigsten: Musik. Nach zahlreichen Mixtapes und der viel gelobten EP "Tausend In Einem" steht nun endlich …

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  • Vor 6 Jahren

    starkes interview! vor allem auch ein guter typ. endlich auch mal einer der die versifften saurier supportet und nicht den von der popkultur vereinannahmten verein der t-shirt drucker. bekomme bei dem teil hier immer noch ne gänsehaut https://www.youtube.com/watch?v=wCrvV0x-2oE hoffe das er da irgendwannn mal nachlegt...

  • Vor 6 Jahren

    die parlamentarische demokratie ist eine farce, und hauptsache man liked bei facebook die richtigen sites? *seufz* nochmal 21 sein.

    • Vor 6 Jahren

      Ähnliches ging mir beim Lesen auch durch den Kopf. Sofern er weiterhin kritisch denkt, wird ihm der Kurzschluss auch auffallen. Bis dahin gibts Likes für alle!

    • Vor 6 Jahren

      So verkürzt, wie Du es darstellst, hat er das in dem Interview nicht gesagt. Und auch wenn ich ihm in Bezug auf die parlamentarische Demokratie (nicht mehr) ganz zustimme, kann man sich gegenüber einem 21 jährigen mal seinen arrogangten Stock aus dem Arsch ziehen, und begrüßen, dass sich jemand kritisch mit Politk auseinandersetzt! Davon ab, dass ich es extrem feiere, mal wieder Rap mit politischem Inhalt zu hören, der nicht wie die wacke Mannschaft um Antilopen und Zeckenrap klingt.

    • Vor 6 Jahren

      "Tor zur Welt" ist ist dick. Ansonsten ist er leider auch schon vom Casper-Virus infiziert.

      https://www.youtube.com/watch?v=CSTB4h-UqT0

    • Vor 6 Jahren

      Das ist wohl kaum eine Frage des Alters ;-)

    • Vor 6 Jahren

      @Strulle: Wo setzt sich hier denn bitte jemand kritisch mit Politik auseinander? Stammtischparolen a la "ich geh nicht wählen, weil es ändert sich ja sowieso nichts..." und hinterher dann jammern, dass diejenigen, die zur Wahl gegangen sind, "das Falsche" gewählt hätten, sind auch für 21 jährige nicht als intellektuelle Höchstleistung einzustufen. Gehn mir aufn Sack die Leute, immer nur am Meckern.

    • Vor 6 Jahren

      Wer nicht wählt, vergibt seine Stimme und wer das dann noch öffentlich kundtut, gibt ein verdammt mieses Beispiel ab.

    • Vor 6 Jahren

      Da ich es eh nur schlechter wiederholen könnte, hier mal ein gutes Argument zum Wählen und auch zu dem was Disarstar dazu zu sagen hat (von Peter Decker):

      „Diese Doppeltheit, die Wahl ist doch unser Heiligstes, und zugleich eine praktische weitreichende Geringschätzung der Veranstaltung, wenn sie dann tatsächlich passiert, dies Doppeltheit, die könnte einen Kritiker zur Verzweiflung bringen: Man hat den Eindruck, man kann der Welt überhaupt nichts mehr erzählen, die Leute, an die man hinredet in punkto Wahl, die haben selber schon immer eine schlechtere Meinung von dem ganzen Zeugs, als man ihnen noch beibringen könnte.

      Ganz so es aber nicht, es ist eher umgekehrt: Diese Sorte Selbstironie, diese Sorte, von der Wahl nichts halten, aber hingehen, schon wissen, daß auf die eigene Stimme geschissen ist, sie aber doch abliefern, dieses Mitmachen und dabei selbstironisch über die Nichtigkeit des eigene Tuns daherreden, das ist die unbedingteste, die dümmste und intellektuell die verantwortungsloseste Art des Mitmachertums. Die Leute entscheiden sich nicht, ob es wirklich ein Scheiß ist und es dann lassen, oder, ob es kein Scheiß ist und dann die Ironie lassen. Nein, der moderne Mensch bewegt sich in der Mitte zwischen die Sache ablehnen und die Sache gut finden und dabei mitmachen. Diese Mitte ist es, mit der man immerzu mitmachen kann und praktisch von keiner Enttäuschung je endgültig enttäuscht werden kann.

      Also auf die Gefahr, daß man in einer Welt von Selbstironikern der letzte Humorlose ist, mache ich den Versuch, diese, in der Demokratie vorgesehene, erlaubte, ja gewünschte, im Vierjahresrythmus organisierte, einmalige Einmischung des Bürgers in die Politik, Einmischung der Regierten in die Staatsgeschäfte, einmal ernster zu nehmen, als alle Beteiligten es tun und daran zu prüfen, was die Wahl denn tatsächlich leistet und warum sie in diesem System durchaus wichtig ist. Sodaß die Vorstellung, wählen nützt nichts, die Wahlstimmen sind für die Katz (die so billig zu haben ist), bis hin zu dem linken Spruch, wenn wählen etwas ändern würde, wäre es verboten, das ist auch so eine Weisheit, die gilt weit in bürgerliche Kreise hinein, damit kann man schnell populär sein. Ich will sagen, der Gedanke ist sau verkehrt: Es ist ganz falsch, zu meinen, Wählen nützt nichts. Es nützt nur etwas ganz anderes, als was alle denken.“

    • Vor 6 Jahren

      @Idnier89: Also, nach den Interviews, die ich bisher mit Disarstar gelesen habe, hat er schon einiges mehr zu sagen, als: "ich geh nicht wählen, weil es ändert sich ja sowieso nichts...". Wenn ich sage, dass er sich kritisch mit Politik auseinandersetzt, dann meine ich damit, er hat verstanden, dass politisch zu sein eben nicht nur bedeutet, jeden Tag brav die Tagesschau zu gucken und alle 4 Jahre wählen zu gehen. Sondern dass ein gelebtes, kritisches Politikverständniss ein radikales Umdenken erfordert. Deshalb beruft er sich auch immer wieder auf Dutschkes "Revolution in den Köpfen" - Zitat. Ich empfehle für eine nähere Auseinandersetzung mit diesem Umdenken den Klassiker von Erich Fromm, "Haben oder Sein" https://de.wikipedia.org/wiki/Haben_oder_S…
      Was das Wählen angeht: Für mich ist es schon ein Unterschied, ob jemand nicht wählt, weil er einfach keinen Fick gibt, oder ob jemand mit unserem parlamentarischen Demokratiesystem hadert und die Abgabe der Stimme als nutzlos oder sogar kontraproduktiv empfindet. Ich bin selber jahrelang nicht wählen gegangen, weil ich, wie es ein ehemaliger Kollege von mir zusammenfasste, es nicht ausgehalten habe, "zwischen zwei verschieden großen Haufen Scheiße zu wählen". Inzwischen gehe ich wieder zur Wahl, warum, fasst der Post von Maybe Somdeday sehr gut zusammen. Und Menschen die "immer nur am Meckern" sind, sind zwar bisweilen anstrengend, aber mir immer noch lieber als die Masse von Menschen, die ganz zufrieden mit sich und der Welt sind, solange es ausreichend zu Essen und zu ficken gibt, und Genug Geld für den nächsten EasyJet-Trip auf dem Konto liegt.

  • Vor 6 Jahren

    Grammatik Setzen 6!!!
    Geht mir auf den Pisser wenn ich so einen geschriebenen 4. Klasse Artikel lesen muss.

  • Vor 6 Jahren

    Finde den Typen ja eigentlich ziemlich cool, aber seine Kapitalusmuskritik ist leider ziemlich verkürzt. Das ist leider sehr gefährlich.

    Solche Aussagen sind halt auch ein No Go:
    "Der bürgerliche Parlamentarismus ist eine Farce, eine Verarsche."
    Ich kritisiere die bestehende Gesellschaft zwar auch aber die bürgerliche Demokratie ist ja wohl immer noch besser als ihre schlechte Abschaffung, die im Faschismus oder islamischen Gottestaat endet.

  • Vor 6 Jahren

    Nee, natürlich kaum Parallelen zu religiösen Extremisten, öhm aber
    "Deswegen ist Radikalismus in dieser Hinsicht einfach notwendig, wenn man etwas verändern möchte. Liest man die entsprechenden Bücher, wird einem das auch ruckzuck klar."