laut.de-Kritik

Gegen Konsumrausch, Bankenmafia und Überwachungsstaat.

Review von

Auch wenn Disarstar schon seit knapp einem Jahrzehnt kontinuierlich Musik produziert und veröffentlicht, geriet der Rapper erst mit seiner EP "Tausend In Einem" so richtig in den Fokus einschlägiger Medien. Und das zurecht: Der Hamburger präsentierte sich vielseitig, technisch versiert, druckvoll, reflektiert und zielstrebig. Diese Kombination steigerte die Vorfreude auf sein Debütalbum, vergrößerte aber logischerweise auch den Erwartungsdruck an den jungen MC.

Druckvoll und zielstrebig rappt Disarstar zwar immer noch, die anderen positiven Eigenschaften des vergangenen Releases erfüllen sich aber nur bruchstückhaft. "Ich bin echt in 'ner unechten Welt", heißt es im Intro. An seiner Authentizität lässt der 21-Jährige definitiv keinen Zweifel, aber sowohl der überzogene Egozentrismus als auch die festgefahrene politische Haltung erschweren es dem Hörer leider häufig, einen Zugang zum Erzählten zu finden.

Ob Musik sich zur Vermittlung politischen Wissens eignet, liegt sicher von Fall zu Fall verschieden, kann wegen der Vereinfachung oder sogar Auslassung wichtiger Gesichtspunkte aber schnell zum Minenfeld avancieren. Ganz so negativ gestaltet sich das hier sicher nicht, aber ein Hang zur ostentativen Vereinfachung lässt sich nicht abstreiten: "Ich guck' keine Nachrichten mehr, will den Scheiß nicht mehr sehen. Das meiste ist doch eh gelogen. Und der Rest handelt von Leid und Problemen, von denen fast jedes verschuldet ist von denen da oben." ("Kaleidoskop").

Schuld am "Fehler im System", auf den der Rapper im Interview ausführlicher zu sprechen kommt, tragen neben "denen da oben" unter anderem die Bankenmafia, der Überwachungsstaat, die Alkohol-Lobby und unser Konsumrausch, wie es auf "Capitis Deminutio Maxima" heißt. Nicht nur bei diesem Track lässt sich das Gefühl nicht abstellen, dass Disarstar einen Ticken zu verkopft an "Kontraste" herangegangen ist, Anstrengung und Gehetztheit klingen aus so gut wie jeder Zeile.

Zugunsten des Erzählten schleicht sich der eine oder andere Zweckreim und noch mehr ausgelutschte Phrasen nach dem Motto "Mit dem Kopf durch die Wand, setz' das Mic in Brand" in die Texte. Für die selbstattestierte Rhetorik wie "'ne Panzerfaust" und "Mukke vom Hafen mit Tiefgang" ("Bis Zum Hals") reicht es einfach nicht, dann und wann ein paar Fremdwörter einzustreuen. Ähnlich erzwungen wirkt "Mein Palast" zusammen mit Teesy: Als hätte man krampfhaft nach einem Thema gesucht, das am Ende trotzdem nur so halbgar rauskommt. Dass die Parts des Chimperator-Signings in Sachen Austauschbarkeit ihresgleichen suchen, stört hier nur am Rande.

Nur bei "Lange Isses Her" packt der Disarstar einen relaxteren Flow aus und strahlt dabei Zufriedenheit und Dankbarkeit aus: "Hey, diese Sonne hat nie herrlicher geschienen!" Die Gefühle beim Liebestrack "100 Jahre" dagegen kommen beim Hörer nicht ganz so unvermittelt an, was die Geschichte um eine ehemals geliebte Frau, die bald einen Anderen heiraten wird, eher plump erscheinen lässt. Im Gegensatz zu den donnernden, glockenklirrenden Beats erscheint das luftige Klavierspiel aber als angenehme Abwechslung.

Tracks wie "Therapiestunde" oder "Wer Bin Ich", in dem sich der Hamburger als besonders vielseitig, weil "intellektueller Hinterwäldler, indiskreter Linksextremer und Ex-Kindergärtner" in Szene setzt, dienen wohl in erster Linie der Selbsthilfe. Disarstar vernachlässigt dabei die Tatsache, dass jeder Mensch verschiedene, sich oftmals auch widersprechende Facetten hat, und nur weil man Linksextremist ist und trotzdem mit Tyson-Schnitt und Bomberjacke herumläuft, ist man noch kein Rebell.

Zugute halten kann man dem Protagonisten aber definitiv, dass er nicht wie viele andere Rapper seiner Altersklasse von Dritteweltproblemen und dem Suchen nach dem "way of life" erzählt. Disarstar hat eine klare Meinung von sich und der Welt und lässt seine Umwelt konsequent und ohne Schnörkeleien daran teilhaben. Wen der Inhalt anspricht, kann sicher über den einen oder andere textlichen Aussetzer und die nicht sehr originelle Beatauswahl hinwegsehen. Nichtsdestotrotz hat man es hier mit einem Künstler zu tun, den man im Auge behalten sollte.

Trackliste

  1. 1. Vision (Intro)
  2. 2. Bis Zum Hals
  3. 3. Außer Rand Und Band
  4. 4. Kaleidoskop ft. Hagen Stoll
  5. 5. Therapiestunde
  6. 6. Wer Ich Bin
  7. 7. 100 Jahre
  8. 8. Halb So Wild
  9. 9. Nahdistanz
  10. 10. Capitis Deminutio Maxima
  11. 11. Anno 2300
  12. 12. Mein Palast ft. Teesy
  13. 13. Lange Isses Her
  14. 14. Kosmologie ft. Mohammed Ali Malik

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LAUT.DE-PORTRÄT Disarstar

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11 Kommentare mit 100 Antworten

  • Vor 3 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 3 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 3 Jahren

      Ob einer nen lahmen Text über Eiweißpulver, Nutten oder Politik macht, wenn er suckt dann suckt er halt, egal ob Jugend oder Dummheit oder whatever als Ausrede herhalten.
      Und von (leicht überzogen:) Finanzjuden und all den Bilderbergern die die welt regieren hat auch schon jede Arschmade nen halbgaren Text hingeschissen.

    • Vor 3 Jahren

      Aber je nach Geschmack hätte der Rezensent sicher noch nen Stern mehr geben können, hat er aber nicht, du findest es gut, er halt kacke, kann man nicht ändern.

    • Vor 3 Jahren

      Ja, ich denke da sind wir uns einig. Wie du sagst, ich würde 3 Punkte geben. Und der strukturelle Antisemitismus/verkürzte Kapitalismuskritik ist natürlich ein Problem, da gebe ich dir recht.

      Aber vielleicht solltest du mal ein bisschen auf deine Formulierungen achten... "Nutte" ist sehr abwertend und ich bitte dich zu beachten das es sich um eine RezensentIN handelt.

    • Vor 3 Jahren

      Dieser Kommentar wurde entfernt.

    • Vor 3 Jahren

      Dieser Kommentar wurde entfernt.

    • Vor 3 Jahren

      Maybe Someday wird in den Kreis der potenziellen lauti-Nachfolger aufgenommen, was Dummheit angeht.

    • Vor 3 Jahren

      Hm, mir fehlt wohl ein bisschen Kontext um das zu verstehen, aber sag mal hab ich dir irgendwas getan?

    • Vor 3 Jahren

      Dieser Kommentar wurde entfernt.

    • Vor 3 Jahren

      Original? Entwurf? Dumm und langweilig? Ich kann dir leider nicht folgen, was ist denn dein Problem mit mir?

    • Vor 3 Jahren

      Keine Sorge, das ist die Grundausbildung eines linientreuen Laut-Users, um deine Überlebenschancen in dieser garstigen und politisch inkorrekten Kommentarwüste zu gewährleisten, landläufig auch Troll-, Gutmenschen- oder Lautuserfilter tituliert. Mit deinem explosiven Einstieg in die HipHop-Sparte hast du dabei den höchsten Schwierigkeitsgrad gewählt, viel Erfolg.

    • Vor 3 Jahren

      Also weniger kryptisch war das jetzt auch nicht :D Für Linientreue bin ich jedenfalls nicht zu haben. Der explosive Einstieg war eine Anspielung auf mein Profilbild, das habe ich noch mitbekommen. Aber ansonsten... danke... denk ich?!

    • Vor 3 Jahren

      Indizien für kognitive Minderleistung (nur auf hiesige Kommentare bezogen, nicht persönlich gemeint nur für das Verständnis):
      -Den Duktus, welcher sich auf Rapinhalte bezog (z.B. "Nutte") wegen negativer Konnotation kritisieren (an sich nicht unbegründet), obwohl im Deutschrap häufig strapazierter Begriff. In anderen Worten: Es wird oft über "Nutten" gerappt, nicht über "Prostituierte" (vermutlich der Rezensentin bekannt).
      -Auf das Geschlecht des/der Rezensierenden hinweisen (hatte ich nicht bemerkt) und nur darauf basierend eine Verhaltensmodifikation fordern -> Sexismus, wenn auch ungewollt komisch.
      -o.g. nicht selbst bemerken oder hinterfragen auch bei unkonkret feindseligen Reaktionen anderer, Linientreue dementieren, aber idiologisch Linientreu ungekonnt politisch korrekt sein wollen.
      LG

    • Vor 3 Jahren

      Mag sein das nicht alles was ich schreibe ganz durchgeplant logisch ist... ;)
      Aber manche Sachen interpretierst du selbst falsch. Mit dem N-Wort gebe ich dir recht. Auf das Geschlecht der Rezensentin habe ich nur hingewiesen, weil du in deinem ersten Beitrag dieses entweder falsch wiedergegeben hast oder einen generischen Maskulin verwendet hast, was ich kritikabel fände, ich wollte also keineswegs auf eine Verhaltensmodifikation aufgrund von Rollenzuschreibungen hinaus, ich kann da also keinen Sexismus erkennen. Und wo ich linientreu sei müsstest du mir auch noch mal erklären, ich bin eigentlich meistens dagegen. Danke für deinen konstruktiven Beitrag! :-)

    • Vor 3 Jahren

      Kohärenter Gesamteindruck, aber für die Glaubwürdigkeit ist es dann doch zu sehr Karikatur. Außerdem finde ich es ähnlich wie Santiago nicht sonderlich unterhaltsam. Dazu fehlt einfach ein Gegenspieler wie Sancho, der sich ernsthaft provoziert fühlen würde.
      Würde 6/10 vergeben.

      Und ich weiß nicht genau, wo dieser Fister herkommt, aber was ich bisher von ihm lese hat User des Jahres Niveau. Weiter so!

    • Vor 3 Jahren

      Dieser Kommentar wurde entfernt.

    • Vor 3 Jahren

      PS: DaFunk, ich hab hier bestimmt schon Jahre (wegen der Inspiration bezüglich Musikkonsum) mitgelesen und wahrscheinlich mal irgendwas polemisches zum Bereich "Doubletime" äußern wollen. Von den hiesigen User-Kleinkriegen und Chats halte ich mich aber bisher fern.

    • Vor 3 Jahren

      @Fister: Ja, hast recht, der Satz war missverständlich, aber wir konnten das Missverständnis ja jetzt auflösen :-)

      @DaFunk: Ich weiß ehrlich gesagt nicht so genau was du mit diesem Beitrag willst. Du scheinst mir zu unterstellen, eine Karikatur zu sein, was ich doch etwas beleidigend finde. Ich sage dir doch auch nicht das du ein schlechter Abklatsch eines daft punk Songs bist. Und wer ist Sancho?

    • Vor 3 Jahren

      Der Zyniker.

    • Vor 3 Jahren

      Auf dem Wort "Nutte" rumreiten, das "HJ" bei Celo und Abdi kritisieren und Torque wegen seiner Äußerungen anscheißen. Der Dreiklang der Taten, die man als gewissenhafter linientreuen Linker durchführen muss. Und da wundert es dich ernsthaft, dass man dich langweilig findet?

    • Vor 3 Jahren

      Inno
      Völlig richtig. Ich mag auch keine Radikalen, aber man muss ja nicht jeden geisten Dünnpfiff unter die Leute bringen, nur weil man es gerade lustig findet, hm? Mach ich ja auch nicht.

    • Vor 3 Jahren

      Nein. Du bist zu sehr damit beschäftigt, dir unangenehme Meinungen zu zensieren.

    • Vor 3 Jahren

      Oder hast du hier einmal vergessen, dich mit dem anderen Account einzuloggen? :rolleyes:

    • Vor 3 Jahren

      Inno
      Es gibt nur noch diesen einen Account, nachdem lautuser_ tod ist. Iz kla.

      Ich habe hier nie unangenehme Meinungen zensiert, sondern immer nur persönliche Beleidigungen und Off-Topic Beiträge, die in den Diskussionen nichts zu suchen hatten. Laut.de hat diese Funktion genau für so etwas geschaffen, also warum sollte ich sie nicht im Rahmen einer guten Diskussionskultur nutzen? Das ist doch völlig legitim, oder?

    • Vor 3 Jahren

      Aber sicher hast du zensiert. Ich habe nicht off Topic gepostet und niemanden beleidigt. Trotzdem sind unter anderem Beiträge von mir gelöscht worden, ebenso von Para, Sodhahn und und und. Dein scheinheilig Heute kannst du die in den allerwertesten stecken. Und nun verzieh dich endlich hier

    • Vor 3 Jahren

      "Scheinheiliges Getue" sollte das heißen

    • Vor 3 Jahren

      Meine Fresse, könnt ihr das nicht einfach mal an einer Autobahnraststätte hinter der Männertoilette regeln?

    • Vor 3 Jahren

      Inno
      Ich sags ja nicht gerne, aber halt doch mal deine dumme Fresse. Du versuchst mich doch seit Jahren hier schwach von der Seite anzumachen, nur weil du mit deinen "Argumenten" jedesmal aufs neue scheiterst. Iz halt auch einfach kein guter Charakterzug, seine Niederlagen nicht mit Würde tragen zu können, wenn jemand anderes (in dem Fall halt ich) einem überlegen sind. Wie ich meine Fäden behandle ist nunmal meine Sache und hat nichts mit Zensur zu tun. Komm doch mal damit klar und ich muss ne andere Sprache an den Tag legen.

    • Vor 3 Jahren

      @exildude: lol

    • Vor 3 Jahren

      Welche Niederlagen? Werde ich hier von dem halben Forum angefeindet? Wurde mein Nick hier gelöscht? Muss ich hier blöde Spielchen mit immer neuen Accounts treiben? Lösche ich hier unangenehme Posts, um hinterher den Anschein zu wahren, dass da eh nur Fakes und "Suchtis" darunter wahren? In welcher Hinsicht bist du hier überhaupt jemandem überlegen?

      Jetzt bin ich mal gespannt :popcorn:

    • Vor 3 Jahren

      "Und da wundert es dich ernsthaft, dass man dich langweilig findet?"
      Ich bin ja eh "links" (ich hänge nicht so sehr daran, ist auch nur ein Label), dann muss man sich ja nicht mehr mit dem Wahrheitsgehalt meiner Argumente auseinandersetzen. Fragt sich nur was hier langweilig ist...

      Den Beitrag vom kryptischen Tinco verstehe ich leider wieder nicht, vielleicht bin ich doch dumm :-(

    • Vor 3 Jahren

      Dieser Kommentar wurde entfernt.

    • Vor 3 Jahren

      @Maybe Someday: Du könntest dir ja Mühe geben, wenigstens auch nur halb so stereotyp rüberzukommen. Nun halt dich fest: Ich bin auch links, aber trotzdem SEHR gelangweilt von solchen stereotypen Beißreflexen von meinesgleichen. Ja, das nervt mich zuweilen mehr als Meinungen, mit denen ich nicht konform gehe

    • Vor 3 Jahren

      Das war ein billiger Insider-Witz, platziert aus kryptischen Gründen. Ich bin Kryptizist (so vom Label her), damit rückversichere ich mich meiner Überlegenheit gegenüber den anderen Usern. Im schlimmsten Fall rede ich zwar Unsinn, der mir dann aber ehrfürchtig als höhere Intelligenz ausgelegt wird.

    • Vor 3 Jahren

      Dieser Kommentar wurde entfernt.

    • Vor 3 Jahren

      Dieser Kommentar wurde entfernt.

    • Vor 3 Jahren

      Inno
      Es lief und läuft doch immer auf das gleiche hinaus. Ich äußere mich (meistens kompetent und on topic) zu einem Thema, du kannst es nicht lassen in einer Art Beissreflex jedes meiner Worte auf die Goldwaage zu legen, ich erkläre dir geduldig, warum du falsch liegst und irgendwann driftest du ins Persönliche ab. Jeder andere, würde das als Eingeständnis seiner Niederlage ansehen, denk mal drüber nach.

      Niemand hier hasst mich außerdem. Die Anfeindungen gehen doch immer von denselben 2-3 Suchtis und Sebstdarstellern aus (meistens angeführt vom bipolaren Obermops Craze). Mit allen anderen war und bin ich cool as fuck. Alles ist gut.

    • Vor 3 Jahren

      OK, @lauti, sorry. Ich werde nie wieder darauf hereinfallen :saint:

    • Vor 3 Jahren

      exildude war aber auch verdammt glaubwürdig. Wer auch immer dahinter steckt, Props :kiss:

    • Vor 3 Jahren

      @Tinco: Also ist zwar zwischendurch ganz lustig, von mir bekommst du dafür aber keinen Respect, trage lieber mal was ernsthaftes zum Inhalt bei.

      @InNo: Das ist ja schön das du dich selbst als links labelst, aber etwaige Gemeinsamkeiten wären dann schon im Einzelnen zu klären, sehe mich jetzt nicht automatisch mit allem "Linken" solidarisch...

    • Vor 3 Jahren

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    • Vor 3 Jahren

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    • Vor 3 Jahren

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    • Vor 3 Jahren

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    • Vor 3 Jahren

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    • Vor 3 Jahren

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    • Vor 3 Jahren

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    • Vor 3 Jahren

      Damit hast du dich leider eloquent für mich erledigt.

    • Vor 3 Jahren

      FRESSE JETZT.

      Dabei habe ich mir den Scheiß gar nicht durchgelesen, lol. #weilhalt #benzossindalle

  • Vor 3 Jahren

    Es gibt so unendlich viel inhaltslosen und völlig positionsfreien Deutschrap und dann kommt mal einer, der sich positioniert und - sicherlich nicht immer reflektiert, aber das kann auch durchaus dem Alter geschuldet sein - einen Gegenpol zu den sonst eher weichgespülten YOLO/ich leb den Moment-Rappern bildet und wird so zerpflückt... das ist wirklich schade.

  • Vor 3 Jahren

    "Zugute halten kann man dem Protagonisten aber definitiv, dass er nicht wie viele andere Rapper seiner Altersklasse von Dritteweltproblemen und dem Suchen nach dem "way of life" erzählt." Hat die Rezensentin nun "First World Problems" und "Dritteweltprobleme" durcheinandergechmissen, oder habe ich inhaltlich im Game was verpasst? Album hab ich noch nicht gehört, 100 Jahre klingt mir aber unerwartet wack.

  • Vor 3 Jahren

    Zum Glück zeigt die Leserwertung das der Konsens in Richtung starkes Album geht. Finde die Bewertung hier nämlich ziemlich fragwürdig. Klar sind da vielleicht einige plakative Passagen vorhanden, der ein oder andere Zweckreim und vielleicht auch 1-2 kitschig angehauchte Songs. Jedoch werden die Stärken hier überhaupt nicht erwähnt. Das Album ist ziemlich facettenreich. Neben ein paar Representern, werden auch sozial-politische und persönliche Themen angesprochen und zwar ohne dass es so klingt als wäre es reines Phrasengedresche. Des Weiteren zeigt Disarstar fast ausnahmslos welch technisch ausgezeichneter Rapper er ist. Dafür das es sein Debütalbum ist finde ich das Album sehr gelungen und da kann man auch gerne mal über die paar Schwächen die vermeintlich vorhanden sind hinwegsehen. Vor allem weil die Stärken überwiegen wie ich finde. Daher fände ich eine 3/5 Bewertung mindestens angemessen.

    Die stärksten Songs sind mMn. Bis zum Hals, Wer Ich Bin, Therapiestunde, Anno 2300 und Lang isses Her

  • Vor 3 Jahren

    2015. Es scheint das Jahr der Grower zu sein. Nach u.a. "To Pimp A Butterfly" von Kendrick oder dem "Rote Szene Tape" releast der aus St.Pauli stammende (deutsch)rapper Disarstar den nächsten erst nach einigen Durchläufen überzeugenden Longplayer.

    Dies kling zwar kritisch, aber so ist es keinesfalls zu sehen, denn wo Alben beim ersten Durchlaufen einen WOW-Effekt nach dem anderen auslösen , später aber oftmals belanglos-wirkend werden, reift Disarstar's "Kontraste" wie ein guter Wein. Ein guter Wein braucht Zeit und so ist es auch mit dem Album. Mag das Album bei den ersten 3-4 malen recht langatmig wirken, so brennen sich die überragenden Lyrics immer mehr ins Hirn. Auch die Beats entpuppen sich als Diamanten.
    Davon abgesehen ist Disarstar ein Rapper auf allerhöchstem lyrischen und technischem Niveau. Dies beweißt er zwar bereits seit Jahren, aber mit Kontraste setzt er wohl einen Meilenstein in seiner Karriere, der ihn zu einem unumstößlichen Talent formt.

    Besonders "Capitis Deminutio Maxima" , "Bis zum Hals", "Anno 2300" und "Mein Palast", auf dem Teesy hervorragend als Feature passt, wissen zu überzeugen.

    Alles in einem ist "kontraste" ein unglaublich stimmiges Gesamtwerk welches von Höhen/Tiefen, Liebeskummer und Gesellschaftskritik erzählt. Gerade letzteres dürfte Disar auf künftigen Werken aber gerne noch forcieren und seine Positionen stimmiger und radikaler vortragen. (Aber besser als 90 % des belanglosen (deutsch)Rap Mainstream Durchschnitts ist das allemal).

    Von meiner Seite bin ich davon überzeugt, dass dieses Album Disarstar, vollkommen zurecht und verdient, in die Beletage (deutsch)rap's hieven wird.

    Sobald ihr 2 gesunde Ohren undein wenig Zeit mitbringt, und für teils kontroverse Statements offen seid, bin ich mir sicher, dass ihr dieses Album lieben lernt.

  • Vor 3 Jahren

    es ist natürlich immer ein wenig befremdlich, wenn ein so junger mensch anfängt einem die welt zu erklären...trotzdem höre ich das teilweise lieber als die immergleichen ticker und nuttentales...aber mal ganz ehrlich leute...das album hier ist ziemlich dick! richtig gut produziert, soundbild hebt sich wohltuend von dem ganzen anderen scheiss ab (insbesondere von dem grottenschlechte bonchance). der typ hat auch einfach die richtige delivery. kein peinliches clown gepose vom format banger rap und nicht zu verkopft wie dieses waage und fische teil...denke der wird seinen weg gehen. zur zeit 4/5