Die vielleicht bekannteste Synthie-Band der Welt veröffentlicht das mittlerweile zwölfte Studioalbum. Das heißt "Sounds Of The Universe". Bescheidenheit sieht anders aus. Die ist bei den drei Briten im Moment aber auch gar nicht gefragt. Depeche Mode backen vorzugsweise große Brötchen. Live präsentieren …

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  • Vor 13 Jahren

    @Venom (« da kann man sich streiten. Im schönen Drama 'The Wrestler' gab es eine tolle Szene, in der sich Mickey Rourke über Kurt Cobain beklagte ... 'was ist falsch daran, Spass zu haben?', fragte er, »):

    Und Mickey hat völlig Recht!!
    Das frag ich mich auch. Nölende "Ich bin ROckstar mir gehts so dreckig und ihr könnt mich alle am Arschlecken aber trotzdem Euer Geld hierlassen" sind weitaus schlimmer als spasshabende Hair-Metaller!

  • Vor 13 Jahren

    Wenn ich mir eine Zeitschleife aussuchen dürfte wären das die 80er! Da war ich jung und ungebunden :) Die Musik war bei weitem nicht so schlecht, wie sie hier teilweise gemacht wird!

    btt: Ich finde SOTU nicht sooo schlecht. Kein absoluter Höhepunkt aber IMO auch weit von einem Reinfall entfernt.

    Regards
    Beltane

  • Vor 13 Jahren

    Natürlich waren die 80er nicht NUR Schrott, aber halt wirklich nicht gerade innovativ und diese kitschigen Plastiksynties waren ja nun... no comment. Die klassischen Grössen versuchten mit dem Disco und New Wave Fieber mitzugehen und schafften es nicht (Bowie, Stones, Queen, sogar Pink Floyd). Es gab aber auch Perlen von Jungmusikern und dazu würde ich mal folgende zählen (subjektiv):

    Marillion: Script for a Jesters Tear
    FGTH: Welcome to the Pleasuredome (wohl DAS Album, das für die 80er steht)
    Tears for Fears: Songs from the big Chair
    Talk Talk: Spirit of Eden
    Depeche Mode: Some Great Reward/Black Celebration
    Thompson Twins: Into the Gap
    Waterboys: This is the Sea
    Cocteau Twins: Treasure
    Und dann Bands wie Cure, Sisters of Mercy oder Joy Division

  • Vor 13 Jahren

    So eine List ist gefährlich!
    Jetzt kommen Seitenweise Bands die du vergessen hast.
    Sei gewarnt!

    Aber zum Thema!
    Musikalisch waren die 80er ein tolles Jahrzehnt, welches das tragische Schicksal erlitt, dass sich Marketing und Co grundsätzlich wandelten. Das Endergebnis ist uns ja sattsam bekannt.

    Elektronische Musik ohne die 80er? Undenkbar, auch wenn es nicht meine Baustelle ist.

  • Vor 13 Jahren

    Okay stimmt, wollte ja nur ein paar Beispiele zeigen, da fehlen ja schliesslich auch alle New Romantics usw. Das Problem der 80er war ja wohl auch, dass bis ca. 84 doch einiges an guter Musik im Radio lief, danach kam der Absturz und ein paar Revivals wie Beat, Psychedelia und Prog Rock. Electronica würde ich selber eher in den 70ern ansiedeln, obwohl die 80er eine grosse Weiterentwicklung darstellten, Yello wäre hier genannt, wohl eine der wichtigsten Bands der Dekade. Trotzdem brachte das Jahrzehnt nichts Neues, es war eher eine Weiterentwicklung, ein Übergang von Punk und Disco zu Grunge und Techno und aus Rap wurde Hip Hop und zerstörte deren Wurzeln. Aber eben, was kam denn noch nach 93? - Andere Welt.

    Eigentlich sind wir ja bei SOTU :)

  • Vor 13 Jahren

    War ja auch nur ein Hinweis.

    Keine Ahnung, aber mir geht es, als jemand der DM eher als Randnotiz wahrgenommen hat, abgesehen davon, dass man sich dieser Musik als Ossi in den 80ern zwangsläufig gar nicht entziehen konnte eher so, dass Wrong einer ihrer besten Songs ist. Der vermutliche Radio Overkill ist ja nicht deren Problem. Und dieses "damals waren die so gut" entzieht sich mir auch völlig. Sie gehören zu den wenigen Bands, die es schaffen auf jeden Album mindestens einen Song zu haben, der zu Recht bleiben wird, das ja. Aber sonst?

  • Vor 13 Jahren

    @matze73 (« Sie gehören zu den wenigen Bands, die es schaffen auf jeden Album mindestens einen Song zu haben, der zu Recht bleiben wird, das ja. »):

    Das erwarte ich aber doch auch von einer ehemals absolut innovativen richtungsweisenden Band, die noch immer Platten veröffentlicht! Vielleicht sind die Erwartungen deshalb so hoch...

    Über die 80er kann ich mich gar nicht schlecht äussern, da meine Roots dort liegen - Modern Talking hat doch echt gerockt :D

  • Vor 13 Jahren

    @Küsel («
    Und dann Bands wie Cure, Sisters of Mercy oder Joy Division »):

    JD würde ich eher als 70er-Band bezeichnen.

  • Vor 13 Jahren

    @Thorschti (« Modern Talking hat doch echt gerockt :D »):

    NEIN!
    Mich hat die Verachtung dieser Band durch die 80er begleitet!

  • Vor 13 Jahren

    @Superexperte («
    JD würde ich eher als 70er-Band bezeichnen. »):

    Jan Dilba?
    :D

  • Vor 13 Jahren

    1. Vorab: Ich bin ein großer DM Fan seit ich Violator entdeckt und dann meine DM Sammlung sukzessive aufgebaut habe, indem ich mir erst alle alten Alben besorgt habe, die mich nur noch mehr für DM eingenommen haben, dass ich dieser Band bis heute treu geblieben bin.

    2. Erwarte ich von den Soundpionieren (nicht nur PSP haben den SynthPop formiert, wenn auch entscheidender geprägt...aber DM war vor PSP und vor DM war Vince Clark!) keine neuen Meisterwerke und noch weniger neue Ideen...leider. Ihre Kreativität haben Sie leider nach Faith irgendwie verloren, aber seit Faith eigentlich auch nicht enttäuscht, solide eben, von daher ein kleiner Makel, der nicht weiter schwer wiegt und meiner Begeisterung für DM keinen Abbruch tut.

    3. Lese ich hier immer, dass zu wenig experimentiert würde. Im Rückblick auf die ersten Alben, wo wirklich eine ganze Bandbreite elektronischer, synthetischer Musik abgeklopft wurde, bis man sich stilistisch fand, mag das zwar auf die letzten Alben zutreffen...vordergründig. Aber das Geheimnis liegt bei den neuen Alben nicht so sehr im Vordergrund sondern eher im Hintergrund. Man muss sich mal die zahllosen Nebenklänge...diese "Klangvorhänge" in den Musikstücken anhören, vor deren Hintergrund sich die Musik abspielt. Da wird einiges an innovativen Sounds produziert und eine Vielfalt von Variationen ausgebuddelt.

    Das ist wie bei einem Film der Zucker-Brüder ("Unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" & Co.): Die Gags spielen sich nicht so sehr im Vordergrund ab, sondern wesentlich im Hintergrund.

    Das ist es, was ich übrigens auch an Erasure immer noch so genial finde: Auch wenn im Vordergrund mittlerweile der immer gleiche 08/15 Schlager-Synth abläuft, aber die Hintergrundklänge, die Vince den Synthesizern entlockt: Genial! Auch ein Aspekt, warum ich mich wiederum seit "Very" von PSP abgewandt habe, denn sowohl im Vorder- als auch Hintergrund klingt bei PSP nichts mehr innovativ ...kann ich jedenfalls nichts Innovatives hören. Für mich ist daher PSP mittlerweile wirklich ein Synonym für "toten" Synthiepop geworden. Einzig ihre manchmal doch noch schwarz-humorigen Lyrics reißen ihre "musikalische Schwäche" aus, wie ich finde.

    Also: Bei DM heißt es daher mitunter auch: Hört Euch den Klangvorhang im Hintergrund an, wenn ihr denkt, es sei nichts Innovatives mehr bei DM gäbe! Ihr werdet überrascht sein. ^^

    4. Zu dem zertifizierten Musikkritiker @Runner:

    Wer sich mit Synthesizern beschäftigt, weiß, dass es dazu beinahe ein abgeschlossenes Technikstudium benötigt, will man einen Synthesizer effektiv benutzen, denn da muss man sich mit Modulationen und Frequenzen mächtig gut auskennen. Das ist nichts, was man bei einer Gitarre bräuchte, um sie effektiv benutzen zu können.

    Desweiteren: Ein Synthesizer bietet eine unendliche Klangvielfalt, die eine Gitarre einfach nicht bietet: Eine Gitarre klingt immer wie eine Gitarre...genauso wie ein Klavier immer wie ein Klavier klingt. Nicht so ein Synthesizer...warum ist wohl ein Synthesizer mittlerweile für fast alle Musikstile als Basis nahezu unentbehrlich? Dabei ermöglicht er als universelles Instrument eine Brücke zwischen klassischer Filmmusik über HipHop bis hin zu NewAge und sowas wie Noise zu schlagen, nur um dir einmal die Vielseitigkeit eines Synthesizers vor Augen zu halten. Was kann dagegen schon eine E-Gitarre an Vielseitigkeit leisten?

    Erstaunlich auch, dass mitunter bei solcher Kritik immer wieder unterschlagen wird, dass das erlernen im Umgang mit Synthesizern mitunter sogar über den Klavierunterricht erfolgt, denn einfach mal in die "Tasten kloppen"...damit ist es bei einem Synthesizer (siehe Technikstudium) nicht getan. Will man mir jetzt sagen, dass das Klavier auch kein "Instrument" sei? Und damit mal eben über 200 Jahre Musikgeschichte den Abfluss runterschütten? Ich glaube, nicht ernsthaft...

    Bei solchen sinnfreien Ergüssen wie denen des oben erwähnten Users kommt mir wirklich das blanke Entsetzen, angesicht solcher Ignoranz und Intoleranz gegenüber. Aber ich tröste mich dann mit dem Gedanken, dass dahinter wohl eher der Neid steht, auf die geilste musikalische Erfindung seit Johann Sebastian Bach... ^^

    ----
    Derzeit bevorzugte Band - Musikstück:
    IRIS - Vacant
    -> IRIS = zeitloser Synthpop, der irgendwie noch zu überraschen weiß und sehr an Camouflage erinnert.

  • Vor 13 Jahren

    Das war jetzt mal ne ausführliche und tiefgründige Analyse, aber es gibt da noch ein zwei Dinge anzumerken:

    Vince Clark kam nicht vor DM, sondern WAR DM bis zu seinem Abgang 1982, als er mit Alison Moyet Yazoo gründete. Dieses Duo, welches heute leider etwas in Vergessenheit geraten ist, war mit der ersten LP weit innovativer, als alle anderen Synthpopbands zusammen, inkl. DM. Dann kam Assembly und erst danach gründete Vince Erasure. Sein Abgang hat den Rest der Modes schwer getroffen und Kritiker dachten, es sei nun wohl vorüber. Doch sie fanden in Wilder einen Klangarchitekten, der sie auch auf neue Bahnen leitete - zuerst etwas auf die Molltonleiter zu bei Broken Frame, danach als vollwertiges Mitglied und Neubautenfan Industrialansätze bei Construction Time.

    Mit PSP meinst du wohl PSB ;) Die schafften aber erst 1985 den grossen Durchbruch und haben abgesehen von Behaviour keine grossartigen Alben abgegeben, sondern blieben eine Singles- jedoch v.a. expressive LIVE-Band. Da waren sie DM immer überlegen, denn on Stage wurde selten wirklich mehr aus den Songs gemacht als bei jeder "konventionellen" Rockband (ich war seit den 80ern an DM Konzerten).

    Hintergrund: da stimme ich mit dir überein, aber gerade Clark und Wilder wussten mit gezielt eingesetzten und nicht zu vielschichtigen Produktionen zu überzeugen. Deshalb meinte ich zu SOTU: weniger wäre mehr gewesen. Gerade die Anspielung auch Bach finde ich interessant: DM hat sich schon früh polyphonischen Strukturen verschrieben, aber Bach wurde nie pompös (nicht mal bei den Brandenburgischen) und überlud die Werke nicht mit zu vielen Melodiestrukturen. In der Ausgewogenheit liegt die Würze. Ob seit ihm nie mehr jemand seine Grösse erreichte ist eine andere Frage (Beethoven, Stockhausen, Miles Davis oder auch die Beatles mit George Martin waren grossartige, innovative und abwechslungsreiche Soundarchitekten)

  • Vor 13 Jahren

    Ja, was du zu meinem Comment geschrieben hast, stimmt natürlich. Der war ja auch nicht dazu gedacht, eine fundierte musikwissenschaftliche Analyse abzugeben. ;)

    Das mit Vincent meinte ich dabei jetzt in dem Sinne, dass Vince bereits vor DM...als er überhaupt noch nicht daran dachte soetwas wie DM aus dem Boden zu stampfen, sich mit Synthesizern & Co. beschäftigt haben muss. Er hat ja nicht gesagt: So, machen wir mal DM und fangen wir mit Synths an. Sondern hat er bereits im Vorfeld sich sehr viel im Umfeld der synthetischen Musik umgetan, bevor er anfing, ihr auch seinen Stempel aufzudrücken. Das war mit "vor DM war Vince Clark" gemeint gewesen. ;)

    Mit PSP meinte ich natürlich PSB...sorry für den freud'schen Vertipper. Aber eben: DM war vor PSB. Was die Live-Konzerte betrifft, kann ich nicht mitreden, da ich noch nie in einem Konzert irgendeiner Band war (einfach zu teuer alles), aber von der Einschätzung her und was ich so crossgelesen habe, sind PSB wirklich eine auf Live-orientierte, expressive Gruppe. Das ist wohl mitunter auch einer der Gründe, warum sie sich so einen Namen in der Musikszene haben erarbeiten können: Nicht nur wegen der (eigentlich nicht mehr ganz so innovativen Musik, siehe Vince & DM), aber doch vorallem aufgrund ihrer aufwendigen und opulent ausgestatteten Bühnenshows, die beinahe schon mehr künstlerische "Happenings" waren und (vielleicht noch) sind...

    Was die Anleihe mit Bach betrifft, finde ich DM ebenfalls nicht sehr pompös (pompös sind wiederum PSB für mich, auch deswegen mag ich sie nicht mehr so lieb haben, wie noch in ihren Anfängen...ihrer Lieder sind wirklich allzuhäufig viel zu überfrachtet nicht nur mit orchestralen Elementen), trotz der Vielzahl an Klangelementen, die sie immer wieder in den Hintergrund einbauen, denn sie sind eben nur im Hintergrund und drängen sich, wenn überhaupt, dann einem nur selten und ganz kurz auf. Aber abgesehen davon bezog sich mein Kommentar mit Bach eher auf die musikalische Erfindung des Synthesizers! Es war also eigentlich überhaupt kein Vergleich mit DM angestrebt worden. ;)

  • Vor 13 Jahren

    noch kurz zur 80er-Frage, muss mich noch etwas erklären ... ich denk die Klangästhetik wird den 80ern zum Verhängnis, alles was typisch nach 80ern klingt, klingt für meine Ohren deutlich angestaubter und veralteter als alles aus den 40ern, 50ern und 60ern. Am Beispiel der Soulmusik wird das sehr unschön aufgezeigt. Und daher denk ich, nur weniges davon wird die Jahrzehnte wirklich überdauern. Und das, was es wirklich tun könnte, "Spirit Of Eden", "Rain Dogs", "16 Lovers Lane" und wie sie alle heissen ... das "klingt" eben nicht mehr typisch nach dem Ursprungsjahrzehnt, sondern wieder sehr organisch und zeitlos (und natürlich, viel mehr nach meinem Geschmack)

    Vielleicht aber auch nur eine Frage des Geschmacks, auch wenn ich das bezweifle ... aber ich möcht keineswegs sagen, dass die 80er für Uninspiriertheit stehen.

    hier noch mein Senf zu "Sounds of the universe", etwas ausführlicher:
    http://www.exitmusic.ch/rezensionen/neuers…

  • Vor 13 Jahren

    Stimme bei dieser Rezi nicht ganz überein, aber es ist interessant, wie unterschiedlich die Scheibe - und insbesondere einzelne Songs - bewertet werden. Spricht eigentlich eher für das Album.

    Das mit dem "veralteten 80ern" nehme ich genau so wahr. Es war wohl mein intensivstes Jahrzehnt in allen Bereichen mit grossartigen Erinnerungen und so, aber wenn ich heute wieder Dinge wie Dallas oder Next Generation betrachte oder auch gewisse Hits aus dieser Zeit höre, wirkt das oft so peinlich und älter als, wie du sagst, Dinge aus den 40er bis 70er. Warum ist dies so? Ich glaube, das hat damit zu tun, dass damals einfach alles auf "Zeitgeist" getrimmt war und danach einfach die Bedeutung verloren hat.

    Noch zum Instrumental "Spacewalker": ich sehe das eher als Verneigung vor dem ultimativen Synthesizerkünstler überhaupt: Jean Michel Jarre - und darauf zurückzuführen den frühen DM Arbeiten. Man darf nicht vergessen, dass Gore und Vince zuerst mal die Gitarre umgeschnürt hatten und sich erst 81 an die Tasten und Knöpfe setzten. Hört man aufmerksam bei den Musikteppichen der ersten beiden (v.a. des ersten) Alben hin, erkennt man klare Strukturen, die Jarre ein paar Jahre zuvor und in dieser Zeit benutzt hat. DM haben den New Age Sound dann mit Discorhythmen und New Wave Lyrics verdichtet und fertig war das Hitprodukt, von dem sie heute noch zehren. Und genau DA setze ich das auf den Instrumentalteppich reduzierte Spacewalker an.

  • Vor 13 Jahren

    Ich habe das Album noch nicht sehr intensiv gehört, bin bisher aber ziemlich enttäuscht. Viele Lieder rauschen so an mir vorbei, ohne irgendeinen Eindruck zu hinterlassen.

    "Wrong" sticht sehr heraus. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich da noch was entwickelt.
    @RoyalTramp (« Was die Anleihe mit Bach betrifft, finde ich DM ebenfalls nicht sehr pompös »):

    Da möchte ich als Gegenargument mal die "Music For The Masses" anführen. Die ist doch sehr oppulent, nehmen wir mal "Pimpf" oder den Schlussteil von "Never Let Me Down Again".

  • Vor 13 Jahren

    Pimpf ist ja gerade das beste Stück ;) MftM hat mich damals mehr enttäuscht alles alles andere, das danach kam (vom Vergleich zur Vorgänger-LP her meine ich). Es ist sicher nicht die schlechteste Modeplatte, aber der Niedergang in den Popmainstream - und nur Drogensongs - nach so gewaltigen Oevres wie Rewards und BC war damals schon ein Schock (Little 15 und Behind the Wheel sind zwar auch nicht so übel). Zum Glück haben sie sich mit Violator wieder kurz gefangen (leider zu kurz - diese Höhepunkte wurden nie mehr erreicht).

  • Vor 13 Jahren

    Ich kann ja wirklich nicht beurteilen, wie das für Leute sein muss, die Depeche Mode vom Anfang an kannten, aber mir gefällt "Music For The Masses" von vorne bis hinten super. Gerade die Hitdichte sagt mir sehr zu. Für mich hat die Platte keinen einzigen Ausfall.

    "Black Celebration" gefällt mir auch, aber einige Songs sind für mich eher Fragmente und hätten etwas mehr Ausarbeitung gebrauchen können. Muss dazu sagen, dass ich die Scheibe noch nicht lange kenne. Vielleicht sehe ich das in fünfzig weiteren Durchläufen anders.

  • Vor 13 Jahren

    Ich glaube, dass du mit dem ersten Satz den Nagel auf den Kopf getroffen hast. Ich habe z.B. seit 1983 die Band verfolgt. Black Celebration war DAS Kultalbum unserer Gymnasiumsklasse. Wer nicht auf Cure stand, der hatte mit DM eine schöne Alternative. Und wie in den End60ern waren dies nicht nur Alben, sondern man LEBTE sie beinahe. Es war ein Lifestyle. Würde ich jetzt retrospektiv einsteigen, sähe ich Masses auch mit anderen und wohl neutraleren Augen und es stände höher in der Gunst als Construction Time. Aber gerade dieses war ein spezielles Lifestylealbum, während Masses eben dann "Massentauglich" war.

    Bin deshalb etwas verklärt und kann keine wirklich objektive Stellung beziehen.

  • Vor 13 Jahren

    "Stripped" war damals meine erste Berührung mit Depeche Mode. Aber gekauft habe ich mir dann erst drei Jahre später "Violator" und kurz danach auch "Music For The Masses". Da das meine Einsteigsalben waren, werden sie auf ewig einen Sonderstatus haben. Ist ja eigentlich immer so: Das Album, mit dem man anfängt, bleibt etwas ganz besonderes.