laut.de-Kritik

Nach Robert Smith nun also Bernard Sumner am Mikro.

Review von

Angefangen hat alles vor rund zehn Jahren als Trance-Projekt. Damals waren Blank & Jones einer von vielen Acts des Genres. Inzwischen ist Trance etwas aus der Mode gekommen, also haben sich Blank & Jones neue Spielwiesen gesucht. Mal gaben sie sich chillig, dann wieder poppig. Dabei verloren sie ihre Wurzeln jedoch nie aus den Augen. "The Logic Of Pleasure" zeigt das einmal mehr.

Pop und trancige Clubtunes gehen auch hier wieder eine Symbiose ein. Für den Pop sind in erster Linie die zahlreichen Gäste am Mikrofon verantwortlich, die sich Jan Pieter Blank und René Runge seit geraumer Zeit regelmäßig ins Studio einladen.

Für einiges Aufsehen hat beispielsweise die Kollaboration mit The Cure-Mastermind Robert Smith vor einiger Zeit gesorgt. Die Vorliebe für Wave und Gothic hat dem Duo auch bei der Auswahl seiner Gastsänger auf "The Logic Of Pleasure" gute Dienste geleistet.

Puristen werden laut aufschreien, wenn beim zweiten Stück des Albums Bernard Sumner seine markante Stimme erklingen lässt. Zu Unrecht, denn "Miracle Cure" könnte auch ein New Order-Track sein, ein ziemlich durchschnittlicher freilich. Insgesamt ist das Ergebnis dieser Zusammenarbeit aber wesentlich überzeugender als der zweifelhafte Auftritt von Robert Smith an der Seite von Blank & Jones.

Auch Ex-Propaganda-Chanteuse Claudia Brücken macht ihre Sache bei "Don't Stop" gut. Ansonsten bleiben die Vocal-Darbietungen auf "The Logic Of Pleasure" aber ausgesprochen blass. Vanessa Daou, die einem Großteil der Tracks ihr Stimmchen leiht, gefällt sich in der Erfüllung plakativer Trance-Klischees: außer zart ins Mikrofon gehauchten Banalitäten kommt ihr nichts über die Lippen.

Leider versäumen es Blank & Jones, musikalische Akzente zu setzen. Die Formensprache, die sie benutzen, ist alt hergebracht. Einzig den Klassiker Trommelwirbel haben sie in der Mottenkiste gelassen. Insgesamt bringen sie zu wenig. Und dieses Urteil bezieht sich sowohl auf den poppigen Anspruch von Blank & Jones, als auch auf ihre Clubtauglichkeit.

Trackliste

  1. 1. Consequences
  2. 2. Miracle Cure
  3. 3. The Night Starts Here
  4. 4. So Cold
  5. 5. California Sunset
  6. 6. Manifesto
  7. 7. Where You Belong
  8. 8. Breakout
  9. 9. Heart Of Wax
  10. 10. Catwalk
  11. 11. Don' Stop

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