laut.de-Kritik

Ein weiterer Streifzug durch Mittelerde.

Review von

Gerade dachte man noch, im Auenland und in allen anderen Bereichen von Mittelerde wäre Ruhe eingekehrt, da melden sich die Recken von Battlelore zurück. Die größten Schlachten sind zwar geschlagen, aber das heißt ja noch lange nicht, dass es nicht genügend andere Geschichten über Menschen, Elfen, Trolle, Orks und weiß Tolkien was noch alles zu berichten gäbe.

Battlelores Elfe hört auf den Namen Kaisa und muss sich gesangsmäßig gegen ihren Kollegen Tomi behaupten, der entsprechend für die düsteren Stimmungen zuständig ist. Obwohl ich selbst nicht der größte Fan der eher typischen Gothic Metal-Formationen bin, hab ich an Battlelore bisher immer meinen Spaß gehabt und das wird sich mit "Evernight" bestimmt nicht ändern. Zwar hat die Band weder mit Frontelfe Kaisa, noch mit ihrem männlichen Gegenstück Tomi das variabelste Gesangsduo in ihren Reihen, aber die Kombination aller Elemente macht nun mal einiges aus.

So ausgelutscht das Prinzip der weiblichen, klaren Stimme im Kontrast mit den männlichen, tiefen Grunts auch scheint, so sehr geht es bei Battlelore nach wie vor auf. Das dürfte zum Großteil daran liegen, dass es die Skandinavier verstehen, epische Songs zu schreiben, die nicht in Pathos oder belanglosem Tralala ertrinken. Vielmehr haben die neun Kompositionen auf "Evernight" alle Hand und Fuß und erzählen ihre fantasievollen Geschichten ohne übermäßigen Kitsch oder Bombast.

Egal ob der eher rockige, im Midtempo gehaltene Opener "House Of Heroes", das immer wieder von Doublebass geprägte "Summon The Wovles", oder das zwischen fast schon spartanisch orchestrierten Passagen und gitarrendominierten Parts hin und her wechselnde "Into The New World" - die Finnen verstehen es, für Abwechslung zu sorgen. Mit "Mask Of Flies" gelingt es der Band meiner Meinung nach am besten, eine Atmosphäre aufzubauen, die jedem Film über Mittelerde zu Ehre gereichen würde.

Mit dem zum Abschluss wieder etwas schnelleren "Beneath The Waves" setzen Battlelore einen Song ans Ende der Scheibe, der sich nicht nur nachhaltig im Gehörgang festsetzt, sondern auch eine gewisse Wehmut verbreitet, die man am besten dadurch stillt, dass man nochmals auf die Play-Taste drückt.

Trackliste

  1. 1. House Of Heroes
  2. 2. Ocean's Elysium
  3. 3. Summon The Wolves
  4. 4. We Are The Legions
  5. 5. Into The New World
  6. 6. Longing Horizon
  7. 7. Mask Of Files
  8. 8. The Cloak And The Dagger
  9. 9. Beneath The Waves

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