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Öffentliche Vernichtung von Miley Cyrus- und Justin Bieber-Platten in South Carolina

Ungefähr um die Zeit, als Sexauer mit dem Rappen anfing, befand sich die Popmusik im Wandel. Punkrock formierte sich als minimale Gegenreaktion auf verschwurbelten Progrock-Größenwahn, Kraftwerk inspirierte in einem Hinterhof der Bronx die komplette Hip Hop-Bewegung (kleiner Scherz, meine lieben Rap-Freunde) und Disco war mausetot. Auch dank einer Aktion namens "Disco Demolition Day", die sich 1979 in einem Baseballstadion in Chicago ereignete. Dort wurden in der Pause eines Spiels Tausende Disco-Platten verbrannt.

Die US-Plattenindustrie zeigte sich von der medienwirksam eingefädelten Aktion nachhaltig beeindruckt und war in der Folge komplett gegen jegliche Art von Discomusik eingestellt. Sogar Nile Rodgers' Chic, eine der Global Player der Disco-Bewegung, konnten von heute auf morgen keinen einzigen Hit mehr in den amerikanischen Charts landen. Kommenden Samstag reanimieren die Charleston RiverDogs aus South Carolina diese Aktion nach ihrem Spiel gegen die Augusta GreenJackets unter dem Titel "Disco Demolition 2: You Better Belieb It". Fans, die einen Fanartikel von Miley Cyrus oder Justin Bieber mit sich führen, dürfen für nur 1 US-Dollar ins Stadion, berichtet die L.A. Times.

In guter amerikanischer Entertainment-Diktion verspricht RiverDogs-Manager Dave Echols eine Mordssause: "'Disco Demolition 2' dient der Vernichtung der schlimmen musikalischen Krankheit, mit der uns Miley Cyrus und Justin Bieber heimgesucht haben. Wir werden jegliche Merchandise-Artikel von ihnen in eine gigantische Kiste packen und diese in tausend Stücke sprengen."

Hier noch eine Doku über das Original-Ereignis 1979:

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