Die niederländische Organisation Buma/Stemra bittet ab dem nächsten Jahr Blogger zu Kasse. Für die Einbettung von YouTube-Videos werden hohe Gebühren fällig.

Amstelveen (dek) - In den Blogs der Holländer wird es im nächsten Jahr wohl still werden. Die niederländische Organisation Buma/Stemra (vergleichbar mit der deutschen GEMA) verlangt ab Januar 2010 Gebühren für alle YouTube-Videos, die in Online-Blogs eingebettet werden.

Hierbei geht diese Gesellschaft nicht gerade zimperlich vor. 130 Euro für bis zu sechs Songs berechnet sie pro Jahr, 260 für bis zu zwölf. Pro "angefangene 30 Videos" werden 650 Euro berechnet, wie sich einer Preistabelle auf der Homepage der Buma/Strema entnehmen lässt. Das wiederum bedeutet, dass bereits 31 Videos jährlich mit 1.300 Euro zu Buche schlagen.

Blogger verdienen nichts und sollen zahlen

Eine stolze Summe dafür, dass die Blogger an der Ausstrahlung im Internet nichts verdienen. Das Filmchen läuft trotz der Einbettung über YouTube und wird auch von dieser Seite gehostet. Buma/Stemra verlangt von den Schreiberlingen ab dem nächsten Jahr dennoch Gebühren für alle von der Organisation vertretenen Künstler.

Eine Menge niederländische Blogger werden daher wohl in Zukunft auf die Einbettung verzichten. Dass damit die Musik ihrer Künstler auch sehr viel weniger Aufmerksamkeit zuteil werden wird, ist den Leuten von Buma/Stemra bisher offenbar noch nicht in den Sinn gekommen.

Weiterlesen

  • Preistabelle der Buma/Strema http://www.bumastemra.nl/NR/rdonlyres/DF0B3120-8850-4DF1-ACD6-17F94B0BB18C/0/Brochure_Digitale_Muzieklicenties_2010.pdf

16 Kommentare

  • Vor 6 Jahren

    @arahf (« ja sehr viel weniger aufmerksamkeit...die blog-leser kämen ja nicht auf die idee direkt bei youtube ihre lieblingskünstler zu hören... »):

    Ich denke, er meint, hier geht es um das reine Entdecken.
    Wer kennt das eigentlich nicht? Man surft auf einem Blog, der einem interessant erscheint und findet dann ein Youtube Video einer ihm bisher unbekannten Band.
    Man hört es sich an und denkt "Hey, gar nich mal so schlecht"... und damit verbreitet es sich unter Lesern.

    Ist ja logisch, dass es die Leute, die es schon kennen, direkt auf Youtube anhören werden und nicht erst auf den eigenen Blog klicken, den betreffenden Eintrag suchen und es dort hören.

    Es sei denn, man mag es kompliziert, wenn's auch einfach geht.

  • Vor 6 Jahren

    @keroppi (« @arahf (« ja sehr viel weniger aufmerksamkeit...die blog-leser kämen ja nicht auf die idee direkt bei youtube ihre lieblingskünstler zu hören... »):

    Ich denke, er meint, hier geht es um das reine Entdecken.
    Wer kennt das eigentlich nicht? Man surft auf einem Blog, der einem interessant erscheint und findet dann ein Youtube Video einer ihm bisher unbekannten Band.
    Man hört es sich an und denkt "Hey, gar nich mal so schlecht"... und damit verbreitet es sich unter Lesern.

    Ist ja logisch, dass es die Leute, die es schon kennen, direkt auf Youtube anhören werden und nicht erst auf den eigenen Blog klicken, den betreffenden Eintrag suchen und es dort hören.

    Es sei denn, man mag es kompliziert, wenn's auch einfach geht. »):

    gut, in dem sinne ja.

    man kann auch keine logik seit 10 jahren in allem finden was plattenfirmen sich so haben einfallen lassen gegen das böse internet...

  • Vor 6 Jahren

    Bin mal auf die Durchsetzung der Gebühren gespannt. Hab davon gehört, dass es auch außerhalb der Niederlande Blog-Portale geben soll, die sogar Menschen aus den Niederlanden aufnehmen...

    Das Gesetz hat den gleichen Effekt wie eine nationale Börsenumsatzsteuer --> Der Traffic sucht sich den billigsten Weg