Nachdem er einem Journalisten einen Faustschlag verpasste, trennt sich der ORF von seinem Castingshow-Juror Sido.

Wien (mis) - Nachdem er einem österreichischen TV-Journalisten einen Faustschlag verpasste, hat der ORF die Zusammenarbeit mit Sido gestern beendet. Das gab Kathrin Zechner, die Direktorin des Wiener Senders, am Samstagnachmittag bekannt.

Der Eklat ereignete sich nach Angaben des Senders unmittelbar nach der ersten Live-Show der zweiten Staffel von "Die große Chance", in der Sido als Juror mitwirkt. Von dem Vorfall existiert auch ein Video.

Es habe zwischen Sido und seinem Kontrahenten Dominic Heinzl schon länger Differenzen gegeben, die zu diesem Vorfall geführt haben sollen, heißt es in Medienberichten. Einzelheiten wurden nicht bekannt. Bevor Heinzl zu Boden ging, äußerte sich Sido vor zahlreichen Augenzeugen abfällig über ihn und dessen Mutter. Die Zeitung Die Presse behauptet, der Journalist habe Sido vor der Eskalation angespuckt.

"Gewalt ist indiskutabel!" (ORF)

Beim ORF sah man sich anschließend zum Handeln gezwungen: "Ich bin extrem enttäuscht, da ich Sido als Künstler, Juror und auch als polarisierende Persönlichkeit schätzen gelernt habe. Auch wenn gegenseitige Provokationen unintelligent sind und auch wenn man seine Lebensgeschichte mit in Betracht zieht und respektiert, so ist aber dann die Grenze erreicht, wenn es gewalttätig wird. Gewalt ist indiskutabel! Wir tolerieren derartiges Verhalten nicht und beenden mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit", so Zechner. Über eine Nachfolge werde derzeit beraten.

Sido gab seine Gefühlswelt kurz nach dem Vorfall in einem Tweet preis: "good bye orf1!!!!" Heute Vormittag wurde er in einem Punkt jedoch reumütig: "Ihr habt recht, die Mutter hat damit nix zu tun... Sorry fr. Heinzl !!!". Auf Facebook wurden derweil erste Gruppen gegründet: "Sido 1 Heinzl 0" und "Wir wollen Sido zurück! Weg mit Heinzl!" haben zusammen bereits mehr als 70.000 Fans.

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Sido

Sido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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laut.de-Porträt Sido

"S wie der Stress, den du kriegst wenn ich am Mic bin. I wie 'Du Idiot!' Mich zu battlen wär' Leichtsinn. D wie die Drogen, die ich mir täglich gebe.

59 Kommentare

  • Vor 2 Jahren

    "Journalist"...mit der Bezeichnung verunglimpft ihr aber eine gesamte Berufsgruppe. Der Heinzl ist Klatschreporter und wahrscheinlich das lebende Vorbild für Brüno gewesen. Es gibt bestimmt nicht wenige Menschen da drüben in Österreich, die Sido beneiden. Aber mit Wiener Gossenschreibern hat er es ja, siehe die Sache mit dem Jeannée, diesem ekligen Typen von der Krone. Schade, im deutschen Boulevard gibt es doch genug Typen von diesem Kaliber, den debilen F.J. Wagner von der diekmannschen Postille zum Beispiel. Der würde sich doch bestimmt auch über diese besondere Form der Aufmerksamkeit freuen.

  • Vor 2 Jahren

    Zwei Äffchen machen medienwirksam eine Initiierung - große Schoße und reife Leistung. Und nen 47 jährigen Kasper eine zu kleben, das nenne ich mal mutig. Die primitive Beschimpfungen von einem über 30jährigen ... rofl ... ja der Sido ist eindeutig ein Dummkopf und passt(e) wunderbar zu Schluchtenscheißern.