Ein Konzerttermin von Scooter auf der von Russland annektierten Halbinsel sorgt für Gesprächsstoff.

Hamburg (nao) - Damit hat Scooter-Frontsau H.P. Baxxter nicht gerechnet: Seine Fans sind mehr als empört über den geplanten Auftritt der Band auf der Krim. Am 4. August wollen die Techno-Dinos im Rahmen des ZB-Festivals in der Küstenstadt Balaklawa auftreten, die zu Sewastopol gehört. Scooter sind im Line Up der einzige nichtrussische Act.

Fans kündigen Konzertboykott an

Unter anderem auf der Scooter-Facebook-Seite fliegen nun die Fetzen: "Hab aus Protest 3 Konzerttickets für Hamburg abzugeben, weil ich das Krim-Konzert als völlig inakzeptabel betrachte" und "Wenn es euch wirklich nicht um Politik geht und ihr nur für eure Fans da sein wollt, dann lasst das mit der Krim. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass euch eure ukrainischen Fans lange nicht mehr sehen. Um russische Fans zu erreichen muss man nicht auf die Krim". Nur zwei Beispiele, wie lebhaft die Diskussion vonstatten geht.

"Wir spielen für unsere Fans"

Band und Umfeld sind indes überrascht von den Reaktionen. "Uns war gar nicht bewusst, dass wir uns hier in einen politischen Konflikt hineinbewegen", so Manager Jens Thele. "Wir haben die Anfrage bekommen und spielen da im Rahmen eines Festivals. Wir sehen das als rein musikalisches Event, wir spielen für unsere Fans", so Baxxter selbst.

An eine Absage des Auftritts scheinen die Musiker aber momentan nicht zu denken, auch wenn mancher Kommentar schon fast apokalyptisch daher kommt: "Liebe Scooter, mit diesem Auftritt werdet ihr euer Karriereende einläuten. Ihr gebt mit einem solchen Auftritt ein eindeutiges politisches Statement ab, welches nichts mit Musik zu tun hat und das wird man euch in den westlichen Ländern Europas nicht verzeihen".

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Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Scooter,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler)

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8 Kommentare mit 6 Antworten

  • Vor 9 Tagen

    Stell dir mal vor: Da überstehst du gerade einen bewaffneten Konflikt, dann tauchen plötzlich überall schwer bewaffnete grüne Männer vor deinem Supermarkt auf, und am Ende gehörst du plötzlich zu einem anderen Land. Bist du da wirklich noch in der Stimmung, um dir von einem alternden, blondierten Deutschen "Wicked!" und "Hyper Hyper!" ins Gesicht schreien zu lassen?

  • Vor 9 Tagen

    Scooter hab ich Meuris Tochter ausreden müssen und sie damals mit dem Argument bekommen: Höre doch mal das was dein Sugar Daddy so hört, zum Beispiel The Prodigy, dann hörst was gescheites. Hat uns engstens zusammen gebracht. Wobei ich gestehen muss, sie war damals recht früh dabei mit gerade auch der Kultur die immer mit Musik einhergeht. Nun ja und die ganzen "kaputten" Typen die bei Drogen und dieser Mucke über Tische halbnackt sich durchs Wochenende vögelten, gefielen ihr erst recht. Finds immer noch geil, von ihr angekackt zu werden.

  • Vor 8 Tagen

    H.P. Baxxter: Der neue David Hasselhoff? Kann er die Sowjetunion wieder einen?