Der Mainstream-Schmachtfetzenbarde zeigt, wie man eine pathetische Pianoballade richtig macht.

London (ynk) - Eingängige Klavierakkorde als simple, aber schwermütige Basis mit sich latent aufbauender Spannung, die dann zum großflächigen Chorus aufgelöst werden kann: Die Formel mag nicht neu sein, wird aber weitaus häufiger falsch als richtig angewendet. Wenn es aber jemanden gibt, der sie derzeit gekonnt umsetzt, dann dürfte das ein gewisser Sam Smith sein.

Mit dem Bond-Titelsong und EDM-Gastauftritten in den letzten Jahren meteoritenhaft zu Ruhm gekommen, zeigt er sich nun als beachtlicher Songwriter. "Too Good At Goodbyes" beweist einmal mehr, warum ihm diese Rolle wie auf den Leib geschneidert steht:

Das Video mutet zugegeben ein wenig zu dramatisch an mit den verlangsamten Weitwinkelshots. Der Song an sich funktioniert aber wunderbar: So wehleidig und verwundet, wie man dieses Level an Pathos eben transportieren muss, winselt sich Sam durch sein starkes oberes Stimmregister und mündet in einem fulminanten Refrain über die Liebe und das Verletztwerden. Für diese Sparte Musik wird hier definitiv Qualität geliefert.

Weiterlesen

laut.de-Porträt Sam Smith

Der Weg zum Popstar ist in der Regel steinig und mühsam. Es gibt jedoch auch Künstler – so wie der britische Sänger Sam Smith - die praktisch über …

Noch keine Kommentare