Nach "kreativen Differenzen" scheidet Sacha Baron Cohen als Freddie Mercury-Darsteller aus.

London (top) - Eigentlich sah vor drei Jahren alles vielversprechend aus: Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem verstorbenen Queen-Sänger schien es die einzig richtige Entscheidung zu sein, "Borat"-Darsteller Sacha Baron Cohen in der Rolle des Freddie Mercury zu besetzen. Der brachte verschiedene Regie-Größen wie David Fincher ("Fight Club", "The Social Network") und Tom Hooper ("The King's Speech") ins Spiel, deren Ideen den Queen-Mitgliedern offenbar missfielen. Nach einem Bericht der Hollywood-Entertainmentseite deadline.com hat Cohen die Produktion nun verlassen.

Demnach seien die Musiker gar nicht erfreut gewesen, dass der Schauspieler einen Film drehen wollte, der alles andere als jugendfrei gewesen wäre, da er die Homosexualität des Sängers in den Mittelpunkt rücken wollte. Mercurys ehemalige Wegbegleiter wünschen sich hingegen eine familienfreundliche Verfilmung der Geschichte von Queen.

Im Oktober war Brian May noch guter Dinge

Bis zuletzt wollte Cohen die Story nach dem Skript von Peter Morgan ("Frost/Nixon") umsetzen, das die Bandjahre 1970 bis 1985 umfasst. Hooper, mit dem Cohen gerade die Musical-Adaption "Les Miserables" umsetzte, hatte Medienberichten zufolge die besten Chancen auf den Regieposten.

Im Oktober 2012 ließ Brian May auf seiner Homepage wissen, dass alles nach Plan laufe und im Frühjahr 2013 die Dreharbeiten beginnen würden. Offenbar ein Trugschluss.

Queen halten alle Rechte an der Musik

Bislang existieren keine öffentlichen Stellungnahmen der Beteiligten. Es erscheint jedoch sonderbar, wie bei einem längst existierenden Drehbuch und nach knapp drei Jahren Vorbereitungszeit plötzlich Streit um die Ausgestaltung der Hauptfigur entbrennen kann.

Sicher ist: Die Queen-Mitglieder besitzen die Rechte an allen Musiktiteln der Gruppe. Ohne ihre Zustimmung dürfen die Produzenten, zu denen auch Robert de Niros Firma gehört, die Songs folglich nicht verwenden. Für eine Biografie sind diese natürlich unerlässlich. Das Projekt hängt nun in der Schwebe.

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26 Kommentare

  • Vor einem Jahr

    Familienfreundlich. .. was soll denn der scheiß. ..

  • Vor einem Jahr

    Sascha Baron Cohen soll auf die Songs und Namen pfeifen, dafür aber eine ehrliche Version darstellen. Nennt er die Band halt King und den Sänger Felix McPaprika. Die übrig gebliebenen Queen-Hansel können ja dann gerne bei Disney ein familiengerechtes Musical mit Ben Affleck in der Hauptrolle drehen. Mit einer schönen Heten-Hochzeit zwischen Freddie und Kylie Minogue am Ende.

  • Vor einem Jahr

    ohne freddie seit 22 jahren kreativ nix gerissen kriegen, was auch nur annährend "qeen"würdig ist. aber dann durch die hintertür seinen lebenswandel als "familienUNfreundlich" dissen. wusste gar nicht, dass die drei übrig gebliebenen "königinnen" solche klappskallis sind. das ist ja schon etwas schade. sbc wäre ne super wahl gewesen.

  • Vor einem Jahr

    So dumm stellt sich der Herr Cohen doch sonst nicht an. Hätte er darauf bestehen sollen, daß man Freddies Engagement als Briefmarkensammler stärker ins Zentrum des Filmes rückt. Im Zuge dessen hätte man auch die eine oder andere Szene drehen können über die Leute, denen er seine Briefmarkensammlung gezeigt hat ...
    Gruß
    Skywise

  • Vor einem Jahr

    Dieser Kommentar wurde vor 10 Monaten durch den Autor entfernt.

  • Vor einem Jahr

    Wie? Es ist nur dann keine künstlerische Nullnummer, wenn Freddie's sexuelle Neigung in den Mittelpunkt gestellt wird?? Mus man das verstehen?? Und der Bezug zu This is it erschliesst sich mir auch nicht... wir sehen hier keine Konzertproben, oder?