Noir Desir-Sänger Bertrand Cantat soll seine Freundin, die Schauspielerin Marie Trintignant, lebensgefährlich verletzt haben.

Vilnius/Litauen (stj) - Nach Ausnüchterung und Drogenentzug wurde Noir Desir-Sänger Bertrand Cantat heute von den Behörden in der litauischen Hauptstadt Vilnius verhört und muss noch mindestens zwei Tage in Untersuchungshaft verweilen. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet weiter, dass inzwischen auch die Pariser Behörden gegen den französischen Rockstar ermitteln. Sie reagieren damit auf eine Strafanzeige der Familie Trintignant, die Cantat "mutwillige Schläge" sowie unterlassene Hilfeleistung vorwirft.

Zunächst hatte Marie Trintignants Sohn Roman Kolinka bei der Polizei ausgesagt, Cantat habe seine Mutter in der Nacht zum Sonntag stark geschubst. Beim folgenden Sturz habe sie sich die schweren Schädelverletzungen zugezogen, wegen der sie nun seit zwei Tagen im Koma liegt.

Unterdessen besteht für Marie Trintignant nach Angaben ihres Neurochirugen Stéphane Delajoux keine Hoffnung mehr. Gegenüber dem Pariser Radiosender Europe 1 sagte der aus Litauen zurück gekehrte Arzt, dass seine Kopfoperation viel zu spät gekommen sei. Ihre Tage seien gezählt.

Marie Trintignant hatte in Litauen an dem zweiteiligen Fernsehfilm "Colette" gearbeitet, für den sie zusammen mit ihrer Mutter und Regisseurin Nadine das Drehbuch geschrieben hatte. Die vor allem in Frankreich sehr populäre Tochter von Jean Louis Trintignant spielte auch die Hauptrolle der französischen Romanautorin Colette.

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