19 Jahre Klang-Klamauk und kein Ende in Sicht. Zwar hingen die Fahnen im Knorkator-Hauptquartier zwischen 2008 und 2010 für eine Weile auf Halbmast, doch spätestens seit ihrer fulminanten Live-Rückkehr im April 2011 haben Sänger Stumpen und seine beiden Kollegen Alf Ator und Buzz Dee wieder reichlich …

Zurück zum Album
  • Vor 10 Jahren

    Oh Gott die benutzen das Wort Mohr! Hängt sie!!!!!

  • Vor 10 Jahren

    Im Text ist zwar extra erwähnt, dass die Herren keinerlei nationalistisches Gedankengut haben allerdings würde mich mal interessieren, ob dieser Albumtitel auch ein Appell an die ganzen Gutmenschen ist, welche im Moment alle Wörter verbieten wollen, die irgendwen diskriminieren könnten auch wenn es nicht so ist. Gibt es da irgendwelche Aussagen seitens der Band?

    • Vor 10 Jahren

      Wer entscheidet denn, wann jemand diskriminiert wird? Sancho, im Diskriminierungs-Prüfungs-Amt, oder was?

    • Vor 10 Jahren

      Wenn es Aussagen seitens der Band gibt, sind die wahrscheinlich auch eher von ihrem dadaistischen Humor geprägt und sorgen nicht für Aufklärung. Gut so, finde ich...

    • Vor 10 Jahren

      @Strulle: Wenn ich Zigeunersauce sage und damit eine scharfe Sauce welche ihren Ursprung in Ungarn hat dann diskriminiere ich damit ganz bestimmt keine Roma und Sinti, ganz egal wie oft die sich das einreden.

    • Vor 10 Jahren

      Nein, es gab von Stumpen eine glasklare Stellungnahme zu dem Thema.
      P.S. Wer das Wort "Gutmensch" benutzt, disqualifiziert sich für eine ernsthafte Diskussion.

    • Vor 10 Jahren

      So, ich werfe mal das Wort "Tuntenkrüppelnegernazigutmenschzigeuner" in die Diskussion ein und hoffe das sie dadurch nicht explodiert. :D

    • Vor 10 Jahren

      Mit jemanden, der andere ungeachtet ihrer Argumente wegen persönlichen Geschmäckern aus einer Diskussion ausschliesst möchte ich auch nicht diskutieren.

    • Vor 10 Jahren

      Ich kann schon verstehen, dass die kritische Auseinandersetzung mit Sprache anstrengend sein kann, und dass die PC Polizei einem bisweilen auf den Sack geht. Nichtsdestotrotz finde ich, dass die Definition, wann jemand diskriminiert wird, bei denen liegen sollte, die diskriminiert werden. Und nicht beim weißen, mittelständischen Mainstream.

    • Vor 10 Jahren

      P.S. könntest du eine Quelle für die Aussage angeben?

    • Vor 10 Jahren

      @Strulle: Auch wenn die sich diskriminiert Fühlenden nicht mal damit angesprochen werden?

    • Vor 10 Jahren

      Manchmal find ich´s auch absurd. Z.B. mußte ich neulich mit einer Bekannten diskutieren, ob man noch "Schwarzfahren" sagen sollte. Da bin ich persönlich dann auch mal raus. Andererseits hab ich auch schon erlebt, dass meiner schwarzen Kollegin vorgehalten wurde, das Streichen des Wortes "Neger", "Negerkönig" etc. aus den Pipi Langstrumpf Büchern wär das Allerletzte und vollkommen überzogen. Da könnte ich schon kotzen, wenn der Mainstream der Minderheit erklärt, wann sie sich denn bitteschön diskriminiert fühlen darf.
      Generell find ich´s wichtig, sich Gedanken über so etwas zu machen, denn Sprachgebrauch formt, meiner Erfahrung nach, wie man denkt.
      Schön wär, wenn sich beide Seiten mal den Stock aus dem Arsch ziehen würden. Wenn die PC Seite nicht gleich immer "Rassist!" und die andere Seite "Gutmenschen!" brüllen würde, könnte man sich mal entspannt über die Sache unterhalten.

    • Vor 10 Jahren

      Ok ich finde es vollkommen ok, Wörter wie Neger heutzutage nicht mehr als Bezeichnung für farbige zu benutzen. Aber diese Wörter dann aus Büchern zu entfernen, die zu einer Zeit geschrieben wurden, als man die Wörter noch benutzte bzw über eine Zeit geschrieben sind in der man sie benutzte find ich geht zu weit. Gerade so kann man Kindern doch beibringen, dass solche Wörter heutzutage nicht benutzt werden. Ich meine was wäre ein Django Unchained ohne das N-Wort? So sieht man doch, wie abfällig dieses Wort benutzt wurde und kann verstehen, warum es die Afroamerikaner stört, so genannt zu werden (zumindest von andersfarbigen).

    • Vor 10 Jahren

      Ach und bitte begehe nicht den Fehler, mir zu unterstellen, ich würde mir keine Gedanken darüber machen nur weil ich anderer Meinung bin als du ;)

    • Vor 10 Jahren

      von Strulle:
      "Ich kann schon verstehen, dass die kritische Auseinandersetzung mit Sprache anstrengend sein kann, und dass die PC Polizei einem bisweilen auf den Sack geht. Nichtsdestotrotz finde ich, dass die Definition, wann jemand diskriminiert wird, bei denen liegen sollte, die diskriminiert werden. Und nicht beim weißen, mittelständischen Mainstream."

      ich neige dazu, dir recht zu geben.
      Allerdings ist heute immer sofort jemand irgendwo "in seinen Gefühlen verletzt" und ich kann nichtmal mehr gepflegt furzen ohne dass jemand aufschreit.
      Was dazu führt dass ich mich mittlerweile fühle wie ein übergewichtiger Elefant in einem kleinen Eckladen für Porzellan und Nippes.
      Dies lässt für mich nur folgenden Schluss zu ... so langsam werden die Leute alle zu kleinen, weinerlichen Pussymädchen.
      Von den Nazis kennt man das ja schon. Aber sonst?
      Ich mein, komm her und sag mir ins Gesicht dass ich ein dummes, ignorantes Arschloch bin dass doch eh nur auf sein Ausländer-Raus-Schildchen onanieren will...
      OKAY.
      Das Verletzt doch meine Gefühle nicht, dass ist mir scheissegal.

    • Vor 10 Jahren

      nochmal von Strulle:
      "Schön wär, wenn sich beide Seiten mal den Stock aus dem Arsch ziehen würden. Wenn die PC Seite nicht gleich immer "Rassist!" und die andere Seite "Gutmenschen!" brüllen würde, könnte man sich mal entspannt über die Sache unterhalten."

      absolut!!

    • Vor 10 Jahren

      und @Sanch
      Den Begriff "Neger" mit dem Begriff "N-Wort" ersetzen (wies die Amis gerne tun weil sie ja nicht anders können) ist de facto auch nur den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. :(

    • Vor 10 Jahren

      Achso zu dem Thema möchte ich auch gerne die South Park Folge mit den Schwuchteln/Bikern aufführen. Die behandelt das Thema, wie sich Sprache bezüglich diskriminierenden Wörtern entwickelt sehr gut.

    • Vor 10 Jahren

      Da bin ich tatsächlich bei Sancho. Zumindest in Pippi Langstrumpf war das doch nicht abwertend gemeint, sondern halt einfach die übliche Bezeichnung der Zeit. Sowas zu "korrigieren" finde ich wirklich unnötig und übertrieben.

      Genau wie mit diesem schwarzen Sternsinger in den Niederlanden, den's jetzt nicht mehr gibt. Ist das echt schon diskriminierend? Ich meine, wenn der halt laut Geschichte schwarz ist, warum dürfen sich die Kinder dann nicht schwarz anmalen? Das der 'ne andere Hautfarbe hat, ist halt so. Ist doch nicht schlimm. Wenn die in Afrika irgendein Stück aufführen würden, in dem Weiße vorkommen, ist's doch auch voll okay, wenn die sich weiße Schminke in's Gesicht hauen.
      Genau wie mit den Rassismus-Vorwürfen bei "Wetten Dass", kann das mir mal einer erklären? Ich versteh' das nämlich echt nicht.
      Wenn sowas doch offensichtlich nicht böse gemeint ist und nichts Abwertendes beinhaltet, wo ist das Problem?

      Vielleicht hab' ich da irgendein Defizit, aber ich komme bei diesen Hautfarben-Diskussionen echt nie so wirklich mit.

    • Vor 10 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 10 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 10 Jahren

      @ Sancho: Okay. Kam daher, dass ich das Gutmenschen Wort sonst immer von Menschen um die Ohren gehauen bekomme, für die eine kritische Sprachbetrachtung generell Schwachsinn ist.

    • Vor 10 Jahren

      Ja ich gebe zu, das war etwas polemisch von mir. Aber es ärgert mich auch, dass sich das Wort schon wieder so schnell abgenutzt hat. Ich fand es echt passend.
      @Schnuddel: meinste den hier? http://de.wikipedia.org/wiki/Zwarte_Piet

    • Vor 10 Jahren

      Von CafPow: "Was dazu führt dass ich mich mittlerweile fühle wie ein übergewichtiger Elefant in einem kleinen Eckladen für Porzellan und Nippes."
      Ja. Genau das ist das Problem. Das Gefühl kenn ich auch ziemlich gut (ich arbeite viel mit Menschen, die SEHR genau auf Sprache achten), und ich glaube, dass genau das total kontraproduktiv ist. Da komm ich nämlich immer in so ne Abwehrhaltung rein, a la: ja da fickt euch doch, ich rede jetzt einfach was ich will.

      @Schnuddel: Bzgl der Pipi Langstrumpf Geschichte: ich versteh halt nicht, warum das so wichtig ist, dass da "Neger" drin steht. Das schmälert doch nicht die Qualität des Buches, wenn man das ändert. Eher im Gegenteil. Die Leute, die ich kenn, die Kinder mit einem/einer schwarzen Partner/Partnerin haben, lesen ihren Kindern die Bücher nicht vor. Deswegen. Was ich verstehen kann. Warum das also nicht besser machen?
      Und was "Wetten, dass..." und co angeht: das man sich in Deutschland überhaupt ernsthaft mit Rassismus-Kritik auseinander setzt, ist ja ein relativ neues Phänomen. Dass das am Anfang noch komisch ist und holpert, ist normal, denk ich. Gut finde ich es trotzdem. Dauer halt eine Weile, bis sich so ein gesellschaftlicher Konsens gebildet hat.

    • Vor 10 Jahren

      Nochmal zu deiner Mainstreamkritik. Was ist prinzipiell so falsch daran? Ist das nicht Demokratie? Die Meinung und der Wille der Mehrheit? Es ist nunmal unabdingbar, dass es einen "Mainstream" gibt, sonst würde jeder etwas zu motzen haben und wir könnten nie konstruktiv sein.

    • Vor 10 Jahren

      ja Sanch, aber in der Demokratie gibt es oft parallelen zum anderen Mainstream.
      Die meisten Leute reden / denken / machen nur Scheisse.

    • Vor 10 Jahren

      Das Demokratie nicht immer das beste System ist versteh ich. Aber immer noch besser als kein System.

    • Vor 10 Jahren

      stock aus dem arsch und "gesunder menschenverstand und fairness" sind die stichworte. man sollte wissen wo was angebracht ist. wenn mich ein farbiger freund "weissbrot" oder "bleichgesicht" nennt, dann ist mir das völlig egal, er ist dann halt ab und an mein "schwarzer bruder" oder sonstwas - privat jetzt.
      das man im geschäftsleben, in der öffentlichkeit oder mit fremden menschen weitestgehend pc sein sollte finde ich schon wichtig und auch selbstverständlich.
      und letztendlich: irgendwie muss man sich ja ausdrücken, zu gestelztes pc-gelaber klingt halt einfach albern.

    • Vor 10 Jahren

      naja ... politisch Korrekt ... bullshit. Wie wärs mit "höflich"?
      Das hat ja nix mit einer Gesinnung zu tun. Wenn ich ne Sitzung mit nem grossen Konzernchef habe, geh ich da nicht rein und sage "EY ALTA moddafoqqa WAS GEEEEEHHHT? Gib Floss du Bitch!"
      egal welche Hautfarbe er hat. :D

    • Vor 10 Jahren

      So eine unnötig lange Diskussion - dabei wollte der kleine Sancho doch nur noch einmal das Wort "Gutmensch" benutzen. Der Troll weiß eben, wie man eine ernsthafte Diskussion unterbindet.

    • Vor 10 Jahren

      "@ Sancho: Okay. Kam daher, dass ich das Gutmenschen Wort sonst immer von Menschen um die Ohren gehauen bekomme, für die eine kritische Sprachbetrachtung generell Schwachsinn ist."

      Unterschreib ich.

      Die Definition der "Minderheit" ist aber auch der Knackpunkt. Siehe Hitzlsperger.

      Die einen sagen, dass das Medienecho gar nicht so groß sein dürfte, da es normal sein müsste, wenn man ein ehem. schwuler Fußballprofi sei.

      Die anderen sagen, dass es das eben nicht ist und somit das Medienecho evtl. Türen für anderen öffnen könnte.

      Letztlich haben beide Recht und das macht es nicht einfacher.

      Nur bei Übertreibungen habe ich meine Probleme, wenn z.B. St.Martin von irgendwelchen gelangweilten Linken ins Sonne Mond und Sterne Fest umbennannt werden soll, es in Wahrheit aber gar nicht so war und dann wieder das Türken, Moslems uns Salafistenbashing (letzteres zwar gerne aber nicht in diesem Kontext) losegeht.

    • Vor 10 Jahren

      Gott Ragism so langsam gehst du mir echt auf den Sack. Aber dein Kommentar von gestern hat ja gezeigt, welcher Gesinnung du bist. Da wundert es mich nicht, dass du jeglicher Diskussion, in der Argumente verwendet werden aus dem Weg gehst. Ich jedenfalls kann nicht erkennen, wo hier irgendeine Diskussion unterbunden wurde, im Gegenteil. Aber spiel nur weiter den blinden. Das kannst du ja so gut.

    • Vor 10 Jahren

      ach Sancho, lass ihn doch. Mit Ragism zu diskutieren ist aufgrund seiner Engstirnigkeit und Ignoranz nur vergeudete Zeit...

    • Vor 10 Jahren

      Zu der "Wetten Dass..?"-Geschichte: Das Problem daran war hauptsächlich, dass in der Erklärung der Wette darauf bestanden wurde, dass die Jim Kopfs sich schwarze Farbe ins Gesicht schmieren, womit einfach mal vollkommen ausgeblendet wurde, dass ja womöglich auch "echte" Schwarze an der Aktion teilnehmen könnten. Dazu kamen eben noch die Parallelen zum Blackfacing (Minstrel Shows, usw.).

      Grundsätzlich gibt es zumindest momentan noch keine klare Regel, wann eine Äußerung "erlaubt" ist und wann sie als anstößig gilt. Das ist immer situationsabhängig, weshalb es in jeder neuen Situation neu eingeschätzt werden muss. Das ist zwar anstrengend, aber notwendig. Insofern gebe ich Strulle recht: Die "betroffene" Seite muss sich damit abfinden, dass nicht jeder die Situation immer richtig einschätzt, während die anderen sich damit abfinden müssen, im Zweifelsfalle zurechtgewiesen zu werden.

    • Vor 10 Jahren

      Das zurechtweisen finde ich in dem Sinne ok, wenn man denjenigen, der etwas unpassendes sagt, darauf hinweist, dass dieses Wort/Begriff warum auch immer evtl verletzend sein könnte. Hab ich nichts dagegen. Wie Strulle schon sagte sollte das auf beiden Seiten einfach etwas gesitteter ablaufen.
      Muss gerade an die Porchmonkey Szene aus Clerks 2 denken :D

    • Vor 10 Jahren

      Nur mal noch ein (dann doch gar nicht mal so) kurzer Einwurf wegen der Pipi Langstrumpf-Geschichte @Strulle:
      Das Problem dabei ist doch, dass ich mir das Buch dann male widewide wie es mir gefällt. Die Lindgren (oder auch andere Autoren, die Diskussion beschränkt sich ja nicht darauf) hat nunmal NICHT vom schwarzen/farbigen König geschrieben.
      Auche wenn es etwas kleinkariert daher kommen mag: Man kritzelt einfach nicht mit dem Rotstift durch abgeschlossene Werke.
      In diesem Fall zum Beispiel ginge dabi ein Stück des zeitgeschichtlichen Kontextes flöten, da bin ich tatsächlich bei Sancho.
      Diese Verfälschung erscheint bei einem Kinderbuch natürlich marginal (zumal ja bei der Übersetzung sowieso schon und so weiter...) und ich will jetzt auch nicht mit so einem Kappes a la möglicherweise versteckte Botschaft ankommen, aber hier meine ich schon, dass es einen klaren Riegel als Prinzip braucht - quasi rentnermäßig "wo soll das sonst noch hinführen". Sehe nämlich schon, wie die ersten Dösköppe in der Zauberflöte rumpfuschen wollen, weil rassistisch und die Musik bleibt ja.
      Ausnahme meinethalben bei Korrekturen durch d. Autor selbst, obwohl ich mir da gerade auch nicht mehr so sicher bin.
      Nur mein Senf, gell, von mir aus nimm rotweiß.

    • Vor 10 Jahren

      Hier darf übrigens jeder gern mal den Rotstift rausholen, geb mein okay - ist ja genug für alle da.

    • Vor 10 Jahren

      Kubischi trifft das schon ganz gut. Auch hier hilft ein Querverweis ins Medium Film: Bei Thank you for Smoking wird ja auch ironisch gezeigt, wie der Gesundheitsminister alte Filmklassiker nachträglich ändern lässt, damit die Filmstars keine Zigarette mehr in der Hand halten weil Rauchen mittlerweile nicht mehr denselben Stand in der Gesellschaft hat wie früher.

    • Vor 10 Jahren

      Ach BTW: Knorkator dürfen sich auf die Schulter klopfen. Ich glaube nämlich, dass denen mit dem Albumtitel genau das gelungen ist was sie erreichen wollten. Wir diskutieren darüber.

    • Vor 10 Jahren

      @ Kubischi: Im widewide wie es mir gefällt seh ich nicht den Untergang der Literatur. Es ist ein recht gewöhnlicher Prozess, dass Verlage/Herausgeber Texte neu editieren, kürzen, zeitgemäßer Übersetzen usw. Solange damit nicht der grundlegende Charakter, die grundlegende Aussage des Werkes verändert wird, sollte das kein Problem sein. Man kritzelt einfach nicht mit dem Rotstift durch abgeschlossene Werke? Doch, tut man. Ziemlich häufig sogar. Mit den Original-Texten können sich dann die Kontext-Bewanderten Literaturwissenschaftler auseinandersetzen.
      In meiner Wahrnehmung geht bei der Lindgren Diskussion auch gar nicht um literarische Qualität. Die wird durch diesen marginalen Eingriff kaum geschmälert. Da geht´s für mich um eine Deutungshoheit (was darf man sagen, was nicht), die sich der weiße Mainstream (welcome back, Mainstreamkritik) nicht aus den Händen nehmen lassen will.

    • Vor 10 Jahren

      geht ES bei der Lindgren Diskussion... wieso gibt´s hier eigentlich keine Editier-Funktion mehr?

    • Vor 10 Jahren

      Irgendwie denke ich dass Strulle so aussieht: http://www.youtube.com/watch?v=WwTXv1B_5JA

    • Vor 10 Jahren

      Kurze Anmerkung: Die alberne Forderung, Zigeunersauce umzubenennen gab es nie, genau so wenig wie diese St.Martin-Geschichte oder unzählige anderer Sachen. Das sind "klassische" Internet-Hoaxe, die sich heute leider noch schneller ausbreiten als früher, weil jeder im Internet rumhängt und mit diesen Geschichten diffuse Ängste bedient werden - und Angst ist leider der größte Antrieb der Menschen. Leider recherchieren die Wenigsten und dann bleiben solche Lügen wohl im kollektiven Gedächtnis hängen.

    • Vor 10 Jahren

      Jetzt bin ich aber mal auf deine Quellen gespannt. Denn schon in der 10. Klasse - und das ist schon über 10 Jahre her- hat unsere Lehrerin erklärt, woher der Begriff Zigeuner kommt und dass man den nicht mehr verwenden soll. Wir haben uns schon damals darüber lustig gemacht und gefragt ob man dann ein Schnitzel mit Vagabundensauce bestellen soll.

    • Vor 10 Jahren

      @ Sancho: Der war ganz geil!

    • Vor 10 Jahren

      Danke. Sind das auf deinem Avatar eigentlich zwei knutschende Türken?

    • Vor 10 Jahren

      @Sancho: Meines Wissens lautet der seit ein paar Jahren im Amtsdeutsch verwendete Begriff "Rotationseuropäer", wobei ich immer noch hoffe, dass das auch ein Hoax ist. "Mobile Minderheit" hab ich in dem Zusammenhang auch schon gehört.

    • Vor 10 Jahren

      Rotationseuropäer :-D :-D :-D und bei Mitmenschen vom Bosporus spricht man dann vom Kreiseltürken?

    • Vor 10 Jahren

      Irgendwie dachte ich immer dass Philipp Lahm ein Rotationseuropäer ist...

    • Vor 10 Jahren

      Für Polizei und Ordnungsamt sind diese Gruppen allerdings schwer zu greifen. Das fängt schon mit der Begrifflichkeit an. Die Bezeichnungen „Sinti und Roma“ sowie „Zigeuner“ dürfen aufgrund ihrer Verwendung während des Nationalsozialismus von den Behörden nicht verwendet werden. So behelfen sich die Beamten bei ihren Ermittlungen oftmals mit Ausdrücken wie „Personen mit häufig wechselndem Aufenthaltsort“ oder „Mobilen ethnischen Minderheiten“, kurz: „Mems“. Als jüngster Begriff hat sich nun die Formulierung „Rotationseuropäer“ durchgesetzt. Aber die Beamten vermuten, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch diese Bezeichnung aus Gründen der „Political Correctness“ nicht mehr genutzt werden darf.

      http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/fran…

    • Vor 10 Jahren

      Da sieht man mal wozu das alles führt. Zynisch könnte man noch hinzufügen: wenn die Leute von der Polizei nicht so und so genannt werden wollen, dann sollen sie keine Verbrechen begehen.

    • Vor 10 Jahren

      Naja, aber wohin führt es denn? Außer, dass sich ein paar Leute ab und zu mal Gedanken machen (was ja grundsätzlich schon mal wünschenswert ist). Bzw. umgekehrt: Wohin führt es, wenn einfach niemand darauf achtet, wie man miteinander umgeht? Bei solchen Diskussionen gehört es einfach dazu, dass hin und wieder jemand über's Ziel hinaus schießt. Das macht den Diskurs an sich aber nicht weniger nötig.

    • Vor 10 Jahren

      Ich meinte auch nicht das generelle Nicht-Verwenden des Begriffs, sondern diese Umbenennungsgeschichte der Sauce. Ich habe mich vertan, die Forderung gab es (was es nicht gab war die St.Martinssache) von irgendeinem Hamburger Verein. Da hat sich auch umgehend der Zentralrat der Sinti und Roma dazu gemeldet und gesagt, dass sei Quatsch und kontraproduktiv. Was ja auch völlig richtig ist, so was albernes.

    • Vor 10 Jahren

      @ Friedlich: Word!

    • Vor 10 Jahren

      Sorry, dass ich nach dieser (ehrlich) schönen Schlusserkenntnis noch mal dazwischenquake und nochmal sorry für meine späte Antwort @ Strulle.
      Sprache - lebendig, von daher ist ein dogmatisches NEIN wie von mir formuliert vllt. wirklich eher der Holzweg - Punkt an dich.
      Dass ich hier trotzdem unbedingt ein ABER setzen will, hat auch etwas mit der Wahrnehmung der Diskussion zu tun.
      Es geht nicht um die Qualität der literarische Qualität, da sind wir uns schonmal komplett einig.
      Sonst hatte ich das Ganze bisher (vielleicht fälschlicherweise?) etwas anders wahrgenommen als du: Gerade der von dir beschriebene weiße Mainstream schien mir mehr die treibende Kraft hinter einer Änderung zu sein, weil das geliebte Kinderbuch schnell von diesem Makel und der damit verbundenen Schwierigkeit "befreit" und damit wieder "nur" ein Kinderbuch, jetzt eben zeitgenössisch, sein soll.
      Da schrillen bei mir eben ein bisserl die Alarmglocken.
      Wie gesagt, vielleicht war mein Eindruck auch nicht der treffende, aber um eine Deutungshoheit des Erlaubten, sprich Verharmosung des Wortes "Neger" (oder missdeute ich dich hier?), schien es mir nun wirklich nicht zu gehen.
      Kunst ist unter anderem eben Kind seiner Zeit und sollte es mbMn auch weitestgehend bleiben.
      Dass das bei der Anpassung an sprachliche Veränderung zum besseren (oder gar überhaut möglichen) Verständnis an seine Grenzen stößt, stimmt natürlich. Aber auch wenn die Lindgren bestimmt nichts bewusst böses in ihren "Neger" packen wollte, steckt für mich da eben doch noch mehr drin als das sprachliche Äquivalent zum heutigen "Schwarzen" und dieses Mehr über Bord zu schmeißen, hat halt ein Geschmäckle a la Vertuschung.
      Vielleicht seh' ich da auch Gespenster, wat weiß ich.
      Hoffe, ich konnte zumindest ansatzweise klarmachen, was ich meine und bitte den übrigen Buchstabensalat zu entschuldigen, es schwallt bei mir zuweilen ein bisserl.
      Ich würd sagen Peace out isch bin draußen.

  • Vor 10 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 10 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 10 Jahren

    ich stehe seit dem ersten Album sehr auf Knorkator und liebe fast alle Platten der Band. Leider ist ihnen auf dem Album hier aber noch mehr der typische Humor ausgegangen wie auf "Es werde nicht". Zwei Nummern sind richtig cool, der Großteil wirkt aber seriengefertigt, erschreckend unispiriert und damit leider bestenfalls durchschnittlich.

  • Vor 10 Jahren

    Sehe ich komplett anders. Die letzten beiden Scheiben waren sehr schwach, wirkten fast schon wie die Werke einer Knorkator-Coverband. Hier ist die Band musikalisch wieder voll dabei und die Witze zünden auch wieder. Einen so anarchisch-kindlichen Song wie "Zoo" hätte man z.B. auch auf den ersten Alben finden können.

    Hätte nicht mehr damit gerechnet, aber mit Knorkator kann man wieder rechnen!

    • Vor 10 Jahren

      was ist denn "anarchistisch-kindlich" daran, einfach nur Tierarten aneinanderzureihen? Oder Fortschrittsgegenstände? Das Prinzip ist von "Alles ist Scheiße", "Jetzt wird abgerechnet" oder "Ich hasse Musik" bereits bekannt - nur dass die Aufzählungen damals einen originellen doppelten Boden hatten, jetzt dagegen ziemlich lieblos aneinandergefädelt wurden. Mir fehlt da doch etwas der absurde Moment, ohne den das Ganze wenig erhellend oder witzig ist...

    • Vor 10 Jahren

      Verstehe die Frage nicht. Ist es nicht kindlich und absurd, Tiernamen aneinanderzureihen und zwischendurch immer wieder "ZOO!" zu schreien?

  • Vor 10 Jahren

    Es stimmt, am Anfang waren Knorkator ...ja einfach Knorke mit ihren Songs die Fun machten und pure Satire waren. Aber mittlerweile hinkt das ganze gewaltig. Es überschreitet mittlerweile oft die Grenze zu albern und der Humor wirkt oftmals sehr gezwungen. Mal sehen wie das neue Album wirkt.

    • Vor 10 Jahren

      Knorkator waren von Anfang an einfach nur albern. Mit Satire hatte die Band doch nie etwas am Hut. Natürlich hört man ab und zu heraus, daß die Bandmitglieder eigentlich was auf dem Kasten haben, aber das war zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Weise wichtig für Knorkator.

      Wie gesagt: Das aktuelle Album will weniger poppig und glattgebügelt sein als die Vorgänger. Hier steht fast nur noch der Quatsch im Mittelpunkt. Ist natürlich Spekulation, aber es kann auch sein, daß viele ihrer Hörer einfach zu erwachsen geworden sind um noch darüber lachen zu können.

  • Vor 10 Jahren

    Seit ihrem nächsten Album aller Zeiten völlig unlustig

  • Vor 9 Jahren

    Das heißt: "Von Panzern, Rittern, Aliens und Toten" ihr Spaten

    • Vor 9 Jahren

      TROLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOLOL

  • Vor 8 Jahren

    Wie bitte - beschränkte Mittel. Ich finde die Kompositionen und auch die musikalische Umsetzung begnadet. Knorkators Stärke ist ja m. E. genau diese Verbindung von Hochkultur und Dada. Ich finde auch die Reifung zu ernsteren Sachen mit den Jahren völlig i.O. Wer will denn immerzu mit 50+ noch darüber lachen, dass einer Scheiße, ficken, Arschloch usw. brüllt.