8. Januar 2014

"Ich traue mich nicht, im Auto zu singen"

Interview geführt von

Gary Numan veröffentlichte im Herbst 2013 sein neues Studioalbum "Splinter". Im Interview erzählt er, warum er zunächst nicht mit Marilyn Manson auf die Bühne wollte und wie er 1979 fast Depeche Mode entdeckte.

Als ich Gary Numans Telefonnummer wähle, ahne ich selbst noch nicht, dass die folgende knappe Stunde ein unglaublich intensives und sehr offenes Gespräch werden würde. So plaudert der in L.A. lebende Brite vollkommen entspannt über seine Musik, das Asperger-Syndrom, einige Lebenskrisen und Anekdoten.

Gary, auf nahezu jedem deiner Alben gibt es mindestens einen Song, der deinen strengen Atheismus transportiert. Trotzdem ist heute alles schlimmer als zuvor. Christliche und islamische Fundamentalisten allüberall. Ist das nicht frustrierend für den engagerten Künstler?

Ich glaube in der Tat weder an Gott oder etwas ähnliches. Alles, was du gerade erwähnt hast, ist für mich ein weiteres Zeichen der Gefahren, die von Religion ausgehen. Denn je mehr von der einen Sorte versuchen, jene von der anderen Sorte zu ermorden oder zu unterdrücken, desto mehr untergraben sie doch die ganze Idee des Gottesbegriffs. Das ist für mich wirklich lächerliches Verhalten.

Aber im Grunde ist es doch nur die Kontinuität einer Verhaltensweise, die hunderte oder sogar tausende von Jahren von der Menschheit praktiziert wird. Damals gab es die Kreuzzüge. In diesem Jahrhundert die Glaubenskriege in Nordirland. Dieses Katholiken-gegen-Protestanten-Ding. Es scheint immer darauf hinaus zu laufen, jenen fertig zu machen, der auf eine andere Art von Gott glaubt. Die abstoßende Verrücktheit dieses Verhaltens schockt mich wirklich immer noch. Deshalb auch die vielen Lieder zum Thema.

Wir sind also wieder zurück im Mittelalter?

Ich bin mir nicht sicher, ob wir da jemals herausgekommen sind.

Es gibt einen Wechsel in deiner Musik. Die meisten heavy Gitarren mussten auf "Splinter" atmosphärischen, klassischen Elementen weichen. "The Calling" oder "My Last Day" sind solche Beispiele.

Das stimmt. Ich habe versucht, eine eher filmische Atmosphäre aufzubauen. Einer der Gründe, weshalb ich nach Los Angeles gezogen bin, war es, endlich in der Filmmusik etwas Fuß zu fassen. Seit ungefähr zwei Jahren ist dies ein großer Teil meines musikalischen Denkens. Als ich anfing, "Splinter" zu schreiben, brach es gerade aus mir heraus. Das fing damals alles an. Allerdings nicht als bewusste Entscheidung, mal in dieser Richtung zu komponieren. Es war einfach in meinen Gedanken, kam ganz automatisch. Mit meiner Frau gehe ich zwei bis drei Mal pro Woche ins Kino.

Unbewusst habe ich mit der Zeit dann auch angefangen, die Strukturen von Filmmusik zu studieren. Sowas passiert mir einfach parallel. Und genau davon sind Teile dann in "Splinter" eingeflossen. Das ändert das Klangbild natürlich beträchtlich im Vergleich zu den Platten davor. Als ich mir das Ergebnis hinterher anhörte, fiel mir erst auf, wie viel Soundtrackelemente ich eingebaut habe. Und ich mochte es. Ich mag es noch immer. Ich finde, es passt wirklich gut. Und es hat mich auch besonders gefreut, den Leuten zu zeigen, dass ich sowas auch kann. Und zwar genau so gut wie den Pop à la "Cars". Weißt du, hier in Amerika kennen mich die meisten durch "Cars" und identifizieren mich voll und ganz mit diesem Song. Da ist es doch schön, wenn man mal ein paar neue Facetten zeigen kann.

Die "Splinter" Kombination finde ich ohnehin außergewöhnlich. Einerseits die catchy Hooks und Melodien, aber alles auch zerschnitten vom harschen Feuer disharmonischer oder dunkler Elemente. Keine Rose ohne Dornen?

Die dunklen und disharmonischen Elemente stammen aus der Aufarbeitung meiner Zeit der Depression. Es ist der musikalische Spiegel jener Dunkelheit durch die ich gegangen bin. Meine Ehe war wegen meines Zustandes in Gefahr. Meine Karriere war in Gefahr, weil ich keine Musik mehr geschrieben habe. Und noch viele andere Dinge, die nicht so lustig waren. Wenn man solche Sachen als Songwriter verarbeitet, wäre es ein leichtes, das Album selbst zu einem depressiv klingenden Klumpen zu machen. Aber genau das wollte ich ja nicht. Keine pure Miserabiltität.

Es sollte eine Platte werden, die trotz allem auch Energie und Kraft transportiert. Durch diese Kraft bekommt der Hörer die Stärke, das Dunkel zu erkennen und sich ihm zu konfrontieren, ohne den Spaß am Hören zu verlieren. Das hat möglicherweise deshalb so gut geklappt, weil der Prozess des Schreibens für mich auch gleichzeitig sehr stark wie eine Therapie wirkte. Während die Songs also davon handeln, wie finster es war, ging es mir immer besser. Das macht dann schlussendlich auch die Mischung aus, die du heraus hörst.

Manch einer, dem ich es vorspielte, fühlte sich angenehm an die Nine Inch Nails erinnert. Es ist ja bekannt, dass dein Kumpel Trent Reznor dich als Vorbild und Inspiration sieht. Aber wie ist das denn mit dem umgekehrten Einfluss von Reznors Musik auf dich?

Ich höre mir seine Sachen schon ungefähr seit 10 bis 15 Jahren sehr oft an. Und wir sind mittlerweile tatsächlich ziemlich gute Freunde geworden. Ich bewundere seine Sachen wirklich sehr. Und für mein 2006er Album "Jagged" würde ich dir auch zustimmen, da hat man wirklich eine Verwandschaft herausgehört. Aber heute nicht mehr: Vergleiche doch bitte mal Trents aktuelles Album "Hesitation Marks" mit "Splinter". Wir gehen doch beide in muskalisch absolut unterschiedliche Richtungen.

"Ein Unplugged-Album könnte ich mir vorstellen"

Deine spezielle Mischung aus organischen und elektronischen Klängen hätte auch sehr gut zur Philosophie des Kraftwerk-Produzenten Conny Plank gepasst. Hast du zu dessen Lebzeiten in den 80ern denn nie an eine Zusammenarbeit gedacht?

Ich hätte sehr gerne etwas mit ihm auf die Beine gestellt. Aber ich leide unter einem starken Mangel an Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit. Ein Problem, das mir schon meine gesamte Karriere lang im Wege steht. Deshalb arbeite ich selten mit anderen Künstlern. Mir fehlt die Selbstsicherheit. Es ist ein echtes Problem für mich, einfach jemanden anzurufen und zu fragen: 'Hey, hast du nicht Lust mit mir an einem Album zu arbeiten?' Ich kann mir nie vorstellen, dass derjenige "ja" sagt. Meine Frau wird in solchen Momenten immer sehr ärgerlich. Sie ist viel selbstsicherer und hat mir schon einiges beigebracht. Trotzdem habe ich diese Probleme nach wie vor.

Das ist ja wirklich schade, Gary.

(lacht laut auf) Ja, da hast du wohl Recht. Ich bin aber immer schon so gewesen. Egal wie viele Singles ich in den Charts hatte, das ändert alles nichts. Deshalb tun mir solche Leute wie Trent oder die Foo Fighters auch so gut, die meine Lieder covern. Solche Komplimente von großartigen Kollegen sind eine nahezu fantastische Überraschung für mich, die sehr hilft. Schau mal, ich bin mit meiner Frau jetzt seit 20 Jahren zusammen. Dennoch singe ich nur auf der Bühne. Ich kann nicht in ihrer Gegenwart im Haus oder im Auto singen. Dazu fehlt mir bis heute das Selbstvertrauen.

Aber ausgerechnet mit dem als schwierig geltenden Marilyn Manson hast du schon auf derselben Bühne gestanden.

Da war ich grade ganz frisch in L.A. und jemand von der Plattenfirma rief an: Brian Warner möchte beim Gig zu dir auf die Bühne. Ich sagte: "What the fuck? No! Fucking why?" Da kommt irgend ein Typ und möchte sich selbst einladen, mit mir aufzutreten? Keine Chance! Dann erklärte mir der Labelmann, dass Brian Warner Marilyn Manson ist. Shit, war das peinlich. Ich hatte keine Ahnung, wie der mit bürgerlichem Namen heißt. Natürlich sind wir dann zusammen aufgetreten.

Eine andere Postpunk-Legende, Gavin Friday, hat mir erzählt, bei ihm gehe vieles zurück auf Marc Bolan, den er als Teenager verehrte. Das habt ihr gemein oder?

Absolut! Ich liebe Marc Bolan und T-Rex. Die erste Band, bei der ich mir gewünscht habe, selbst Musiker zu sein und eine Band zu haben.

Wobei die Musik ja schon ganz und gar anders ist als deine.

Ja, komplett anders. Ich mag seinen Glamrock auch immer noch sehr. Aber es ist nicht mein musikalischer Weg. Was mich an Bolan immer besonders beeindruckte war, dass er es ganz offensichtlich liebte, ein Popstar zu sein. Er hatte diese Selbstsicherheit, die mir abgeht. Das schien mir sehr erstrebenswert zu sein. Live auftreten, durch die Welt touren, ein schickes Auto, cooles Make Up, das wollte ich auch. Die meisten Leute glauben fälschlicherweise, dass bei mir alles mit Bowie begann, aber es fing mit Bolan an.

Musikalisch ging es mir aber immer eher um elektronische Musik. Vor allem den Synthesizer wollte ich interessanter machen für die Leute. Wenn du eine Gitarre hast und einigermaßen singen kannst, ist es doch relativ leicht, wie ein Rockstar auszusehen. Versuch das mal mit einem Synthie. Da kannst du gar nicht viel machen. Kraftwerk haben das sehr gut für ihr Konzept gelöst. Also musste ich einen neuen Weg finden, das Instrument und mich strahlen zu lassen. Ich habe dann ein Image und die ganze Personality drum herum erfunden. Ein neuer Charakter mit den Mitteln des Theaters. Und genau da hat mir Bolan geholfen. Er war theatralisch. Er war ein Vorbild dafür, wie sowas geht.

Das Mischen von Rockattitüde und Elektronica erinnert an das John Foxx-Konzept der frühen Ultravox, findest du nicht?

Ja, die Parallele kann man schon ziehen. Als ich meine erste Platte aufgenommen habe, veröffentlichten Ultravox mit Plank ihre besten und innovativsten Sachen wie etwa ihr drittes Album. Sie waren die Band, die ich für besser hielt als alle anderen. Genau so innovativ wollte ich auch sein. Heute bekomme ich die ganzen Credits dafür, ein Pionier der elektronischen Musik zu sein. Aber das ist nicht fair, denn Bands wie Kraftwerk oder Ultravox machten das schon lange bevor es mich gab.

Natürlich freue ich mich, ein Teil dieser Geschichte zu sein. Und ich hatte das Glück, die erste Nummer-eins-Single zu haben, wodurch diese Musik in der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde. Aber es gab Leute, die lange vor mir dabei waren. Letzte Woche zum Beispiel habe ich etwas mit Jean Michel Jarre unternommen. Der hat das doch auch schon Jahre vor mir gemacht. Und Ultravox waren wirklich die coolsten.

Ich mag deren "Systems Of Romance" auch sehr.

Eine der besten Platten überhaupt. Die haben genau das gemacht, was mir vorschwebte: Elektronische Musik mit Gitarren, Bass und Drums. Und natürlich bewunderte ich diesen enigmatischen, wundervollen Frontman John Foxx mit seiner coolen Stimme.

Wenn wir die elektronische Seite der Musik eine Sekunde weglassen: Könntest du dir vorstellen, mal ein reines Unplugged-Album zu machen?

Ja, inzwischen schon. Früher war ich an einem solchen Ansatz kaum interessiert. Das hat sich vor allem durch die Arbeit an "Splinter" geändert. Die orchestrale Seite wurde auf einmal realistischer und greifbarer für mich. Früher dachte ich, es wäre prätentiös, meine Songs so aufzuführen oder zu arrangieren. Inzwischen denke ich, es könnte cool klingen und erstaunlich gut funktionieren. Wir hatten übrigens neulich eine Anfrage für eine kleine Radiosession hier in L.A., alles akustisch zu spielen. Aktuell proben wir das gerade.

Vor fünf oder zehn Jahren hätte ich mich das nicht getraut. Aber wenn es eine Sache gibt, in der ich mir wirklich etwas zutraue, dann ist es die Stärke, Melodien zu schreiben. Ich bin richtig gut darin. Deshalb könnte der akustische Mantel passen. Die Melodien und Harmonien würden dann automatisch der Hauptteil eines jeden Liedes sein.

Darauf kann man sich ja freuen. Allein schon, wenn ich mir so einen großartigen Song wie deine Killerballade "Seed Of A Lie" zum Piano vorstelle.

Oh, ja. Ich denke noch an ganz andere Lieder.

"1992 hatte ich meine Identität verloren"

Du hast mir eben erzählt, dass du seit 20 Jahren mit deiner Frau zusammen bist. Genau vor zwei Dekaden gab es auch eine Zäsur in deiner Musik. Alles wurde innovativer, dunkler und heavier. Gibt es da Zusammenhänge?

Absolut. Die Credits dafür gehen wirklich an meine Frau. Ich befand mich damals auf einem verlorenen Weg. Ich hatte mehreres ausprobiert, was nicht funktioniert hat, fühlte mich kreativ ausgebrannt und habe keine Platten mehr verkauft. Dann war auch noch der Plattenvertrag weg, das Geld, keiner kam zu meinen Konzerten und ich hörte auf falsche Ratschläge. Im Grunde hatte ich meine Identität komplett verloren und sah keinen Ausweg aus der Misere. 1992 habe ich dann diese wirklich üble Platte "Machine + Soul" gemacht. Und auf einmal traf ich Gemma. Sie hat mir unendlich viel Musik gezeigt, die ich gar nicht kannte, die mir nie begegnet ist. Ich war vorher etwas abgekapselt und hörte kaum noch Musik.

Durch Gemmas Unermüdlichkeit bekam ich die Kraft, mich meiner Arbeit wieder mit Kreativität zu nähern. Die Inspiration kehrte zurück, als ich begann, meine Musik eher als Hobby anzusehen, nicht als verkrampften Zwang eines Popstars. Ich dachte ohnehin, dass meine Karriere am Ende war. Also stoppte ich jeden Gedanken daran, ein berühmter Popstar zu sein.

Es ging wieder um die Liebe zur Musik wie am Anfang als Teenager. Und plötzlich wurde die Musik aus all diesen Gründen viel härter und dunkler. Das war keine bewusste Entscheidung. Ich habe meinen Pfad so wieder gefunden. Das 1994er Album "Sacrifice" war der Umschwung. Mittlerweile bin ich wieder an dem innovativen Punkt, an dem ich 1979 angefangen habe. "Splinter" ist Ausdruck dieser Entwicklung zurück zur Inspiration der frühen Tage. Kreativ gesehen ist es die direkte Fortsetzung der Anfangszeit.

"Splinter" als reife Variante deiner Endsiebziger-Phase?

Genau, zumindest für mich fühlt es sich so an. Wäre ich mir selbst unterwegs nicht verloren gegangen, hätte ich mich ja auch nicht wieder finden können.

Stimmt es eigentlich, dass du in der erwähnten ersten Zeit fast Depeche Mode entdeckt hättest?

Ja, das stimmt. Ich war 1980 in einem Nachtclub in London und sie spielten da. Total kleiner Untergrundclub. Es gab nicht mal eine richtige Bühne. sie haben einfach auf dem Dancefloor gespielt. Ich fand sie wirklich fantastisch und wollte sie für Beggars Banquet gewinnen. Aber sie hatten schon ein paar Tage vorher einen Deal mit einem anderen abgeschlossen. Also habe ich leider keine wirklich coole Story zu erzählen. (lacht)

Vor langer Zeit bist du als Pilot mit deinem eigenen Flugzeug abgestürzt. Fühlt man sich nach so einer einschneidenden Erfahrung eigentlich zerbrechlicher oder unzerbrechlich?

Ich denke man fühlt in beiderlei Hinsicht einfach mehr. Mehr von allem. Man versteht auf einmal, dass wirklich unerfreuliche Sachen passieren können. Die meisten denken doch bei schlechten Nachrichten, die echten Katastrophen können immer nur anderen passieren. Und so ein Flugzeugabsturz ist ja nun wirklich etwas seltenes. Mir persönlich ist inzwischen klar: In meinem Leben passieren die freakigsten Sachen.

Alles was den meisten kaum oder nie passiert, erlebe ich mit der größten denkbaren Selbstverständlichkeit. Ich bin ein Popstar, ich erlebe einen Flugzeugabsturz usw. Es ist doch schon absurd selten, dass einem eines dieser beiden Sachen passiert (lacht) Seit mir klar ist, dass all diese Unmöglichkeiten ausgerechnet mir passieren, gehe ich viel bewusster durchs Leben.

Wenn ich dir zu nahe trete, sag es mir bitte, aber zu diesen seltenen Dingen passt auch dein Asperger-Syndrom oder ist das eine Medienlegende?

Keine Legende, das ist wahr. Als ich in der Schule war, hatte ich mit 15, 16 Jahren recht viele Schwierigkeiten. Ich wurde zwei mal verwiesen. Ein psychologischer Spezialist in London diagnostizierte dann Asperger bei mir. Für mich war die Diagnose aber ganz und gar nicht negativ. Im Gegenteil: Sie beantwortete mir viele Fragen, auf die ich im vorhinein keine Antworten fand.

Es wird niemals weg gehen, es ist immer da. Aber je älter ich werde, desto besser verstehe und erkenne ich, warum ich bestimmte Sachen mache oder denke. Ich modifiziere mich dadurch. Das ist möglich. Dadurch kann ich integrierter leben, mich entsprechend verhalten und besser mit Menschen interagieren und kommunizieren als früher.

Lebenserfahrung als Schlüssel zur Veränderung und Entwicklung?

Ja, absolut! Auf der artifiziellen Ebene muss man erkennen, was man macht. Ganz nüchtern und abstrakt. Da erkenne ich, das mein Verhalten anders ist und wie das eine aus der konkreten Sicht dritter Personen akzeptabel ist und das andere nicht. So lerne ich, wie ich mich akzeptabler verhalten muss, um verstanden zu werden. Aber das ist nicht natürlich. Das beruht alles auf rein erlerntem Verhalten.

Du zum Beispiel musst bestimmt nicht ständig über dein Verhalten analytisch nachdenken und es in Bezug auf die Reaktion deiner Umwelt antizipieren. Ich muss das andauernd. Da denke ich dann: Ok, wenn ich jetzt das und das mache, ecke ich an und das Verhalten wäre nicht akzeptabel. Aber warum das für euch alle nicht akzeptabel wäre, ist mir nicht klar, weil ich anders fühle.

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