Porträt

laut.de-Biographie

The Hu

Die Mongolen sind als Reitervolk bekannt, das unter Dschingis Khan und seinem Sohn Kublai Khan das größte zusammenhängende Reich der Geschichte beherrschte. Heute leben in der Mongolei weniger Menschen als in Berlin (knapp über 3 Millionen) und man reitet nicht mehr mit Pferden durch die weitläufigen Steppen, sondern auf Motorrädern.

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The Hu basteln sich aus dem Clash der Traditionen ihres Landes mit moderner westlicher Kultur ein Bandkonzept. Im Video zu "Wolf Totem" stehen sich mitten im mongolischen Nirgendwo nicht etwa Reiterarmeen gegenüber, sondern Bikergangs – bewaffnet mit Folk-Instrumenten wie Morin Khuur (Pferdekopfgeige), Tsuur-Flöte, Topshur (zweisaitige Laute) und Tumur Khuur (Maultrommel). Statt Volksmusik zu spielen, übersetzen die Musiker damit Ideen aus Rock und Heavy Metal in neuen Kontext. Der Clip geht wie schon der zum kurz vorher veröffentlichten Hit "Yuve Yuve Yu" viral – wohlgemerkt international.

Die Gruppe entsteht 2016 am Staatskonservatorium Ulanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei. Dort studieren die vier Mitglieder Gala (eigentlich: TS. Galbadrakh), Jaya (G. Nyamjantsan), Temka (N. Temuulen) und Enkush (B. Enkhsaikhan). Letzterer erklärt: "Wir hörten alle bereits als Kinder zuhause Rockmusik. 2016 haben wir die ersten gemeinsamen Lieder geschrieben und Schritt für Schritt zu unserem Sound gefunden." "Neben der mongolischen Musik finden sich auch Einflüsse von Bands wie Metallica, Slipknot, Marilyn Manson, Tool, Apocalyptica, Sepultura oder Rammstein", ergänzt Gala. Hilfe kommt von Produzent Dashka (B. Dashdondog), ein zentralasiatischer Musikstar, der die Band fördert und bald als Hauptsongwriter fungiert.

Fest zum Sound ihres sogenannten Hunnu Rock gehört auch Ober- und Untertongesang. Gala zieht Parallelen zu den gutturalen Vocals im Death Metal: "Diese Gesangstechnik ist schwer zu erlernen, es bedarf jahrelanger Übung. Der Kehlkopfgesang ist in gewisser Weise mit den Growls im Metal zu vergleichen, wenngleich die Technik eine ganz andere ist. Im Hunnu Rock trifft Ost auf West, Alt auf Neu und Tradition auf Moderne"

The Hu - The Gereg Aktuelles Album
The Hu The Gereg
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2019 ergattern The Hu einen weltweiten Deal mit Eleven Seven Records (Five Finger Death Punch, Mötley Crüe), was die seit ihrer Veröffentlichung im Herbst des Vorjahres inzwischen ohnehin schon zum Internethit mutierten Singles "Yuve Yuve Yu" und "Wold Totem" zusätzlich pusht. Im April steht "Wolf Totem" plötzlich auf Platz 1 der US-Digital-Rock-Charts. Kein Wunder, dass die Band ganze drei Monate durch Nordamerika tourt – von September bis Dezember.

Ihr Deutschland-Debüt haben The Hu da bereits hinter sich. Tatsächlich spielen sie ihren ersten Auftritt außerhalb der Mongolei Anfang Juni 2019 in Berlin. An den beiden darauffolgenden Tagen gehts zu Rock Im Park und Rock Am Ring, wo sie jeweils vor Tausenden "Hu" schreienden Menschen die Hauptbühne eröffnen. Die anschließende Europa-Tour ist fast komplett ausverkauft.

Live wächst die Gruppe auf doppelte Personenstärke. Während sich Gala, Jaya, Temka und Enkush auf die traditionellen Klänge und die Show konzentrieren, sorgen hinter ihnen Jamba (Gitarre), Batkhuu (Bass), Odko (Schlagzeug) und Ono (Percussion) für druckvolles Backup.

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Dass The Hu sich auch als Botschafter ihre Landes sehen, zeigt der Titel ihres im September 2019 erscheinenden Debütalbums "The Gereg". "Wir versuchen den einzigartigen Klang mongolischer Musik auf eine spirituelle Art und Weise mit dem des Rocks zu verbinden und dadurch die Seelen der Menschen zu erreichen. 'The Gereg' steht dabei für den ersten, von Dschingis Khan während des Mongolischen Reiches eingeführten Reisepass."

Auch hinter dem Bandnamen steckt mehr als nur ein Homonym zu The Who. 'Hu' bedeutet soviel wie 'Mensch' im Mongolischen. "Damit wollen wir betonen, dass wir keinen Menschen ausschließen. Jeder ist eingeladen, an unserer Reise teilzuhaben", sagt Jaya. Enkush schiebt nach: "Unsere Anhänger sind unsere Familie. Wir singen und moshen mit ihnen und sind von Herzen dankbar. Energie, Inspiration, Liebe und Zusammenhalt – darum geht es in unserer Musik."

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Mi 15.01.2020 Hamburg (Gruenspan)
Mi 22.01.2020 Berlin (Kesselhaus)
Do 30.01.2020 München (Technikum)
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