Weil Beyoncés Dessous im Clip zu "Video Phone" den Entwürfen eines Designers ähnelten, verklagte der Münchner Wäschehersteller Triumph das Label Sony Music. Ein Gericht gab den Klägern nun Recht.

München (dsc) - Kurioses aus München: Da Beyoncés Dessous im Clip zu "Video Phone" den Entwürfen eines hauseigenen Designers scheinbar täuschend ähnlich sehen, verklagte der Münchner Wäschehersteller Triumph den Rechteinhaber Sony Music. Mit Erfolg: Das Landgericht München untersagte die Ausstrahlung des Beyoncé/Lady Gaga-Clips in Deutschland.

Design-Entwurf eines Studenten

Die Dessous der Sängerin seien eine Kopie der kubistischen Entwürfe von Iskren Lozanov, einem bulgarischen Design-Studenten, behauptet Triumph. Der Student reichte sein Konzept im letzten Jahr im Rahmen des Wettbewerbs "Triumph Inspiration Award" ein und schaffte es unter die besten 28 Teilnehmer.

Seine außergewöhnliche Kreation sei daraufhin sogar in der italienischen "Vogue" zu sehen gewesen, berichtet PR Inside, und ist außerdem auf der Triumph-Webseite (siehe Surftipps) abgebildet.

Richter betonen Originalität des Entwurfs

Medienberichten zufolge habe der Anwalt von Sony Music zwar diverse Details vorgetragen, die für die Verschiedenheit der Designs sprächen. Der Richter sei jedoch von einem Gesamteindruck ausgegangen.

Begründet wurde die Entscheidung mit der starken Originalität des Triumph-Entwurfs, weshalb für das Verbot nicht unbedingt eine identische Übernahme notwendig sei.

Außergerichtliche Einigung geplatzt

Dem juristischen Weg ging eine geplatzte außergerichtliche Einigung beider Parteien voraus. Zunächst schlug Triumph als Gegenleistung die Teilnahme des US-Superstars in der Jury des nächsten Unterwäschewettbewerbs vor. Diesen Vorschlag lehnte Sony ab.

Daraufhin setzte der Wäschekonzern ein Mahnschreiben auf und erwirkte am 18. Dezember eine einstweilige Verfügung gegen den Musikkonzern. Das schwebende Verfahren entschied sich gestern für Triumph.

Der verbotene Clip

Fotos

Beyoncé und Lady Gaga

Beyoncé und Lady Gaga,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé und Lady Gaga,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé und Lady Gaga,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé und Lady Gaga,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé und Lady Gaga,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé und Lady Gaga,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé und Lady Gaga,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé und Lady Gaga,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Beyoncé und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Beyoncé und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Beyoncé und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Beyoncé und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Beyoncé und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Beyoncé und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Beyoncé und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Beyoncé und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Beyoncé und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Beyoncé und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Beyoncé und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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19 Kommentare

  • Vor 12 Jahren

    irgendwie ist das immer so, wenn mehrere "megastars" nen song im popbereich aufnehmen. die songs sind alle fast ausnahmslos schlecht. kommt einem so vor als ob die produzenten immer den letzten müll rauskramen und sich dann denken, ajo, die namen machen schon, dass sichs verkauft.
    siehe 50cent timbaland n timberlake-ayo technology, madonna n britney spears und viele mehr

  • Vor 12 Jahren

    also ich mein, selbst für den popbereich richtig schlecht

  • Vor 12 Jahren

    Warum sind hier nur dumme Leute, die nichts als perverse Kommentare abgeben können, anstatt sich zu dem Thema mal kultiviert zu äußern?
    Als könnte Beyoncé selbst was dafür, dass ihr Stylist oder wer auch immer sie für das Video ausgestattet hat dieses Unterwäsche Set ausgesucht hat.
    Beyoncé kann dafür ziemlich garnix, eher null.

    Dass das Lied eigentlich nur für den amerikanischen Markt bestimmt ist, da dort diese Musik noch populär ist, dann aber doch wegen der Mitarbeit von Lady Gaga hier veröffentlicht wurde, sollte auch klar sein.