Auf einem Pearl Jam-Gig in Los Angeles kam es zu einer unangekündigten Reunion: Chris Cornell besuchte seine Ex-Kollegen und vervollständigte damit die Grunge-Formation Temple Of The Dog.

Los Angeles (mis) - Nichtsahnend sind sie gekommen, selig gegangen: Die Besucher des dritten von vier Pearl Jam-Konzerten in Los Angeles erlebten am Dienstag eine Reunion der besonderen Art.

Überraschend betrat Chris Cornell im Zugabenblock die Bühne und vervollständigte so das Temple Of The Dog-Line Up aus der Grunge-Gründerzeit, um den Song "Hunger Strike" vom '91er Debüt "Temple Of The Dog" zu performen.

Die Band gründete sich 1990 aus den Überresten von Mother Love Bone, im Gedenken an den an einer Überdosis Heroin verstorbenen Sänger Andrew Wood.

Die Anwesenden standen praktisch noch unter Schock, da tauchte beim anschließenden Song gleich noch ein alter Bekannter aus Seattle auf: Alice In Chains-Gitarrist Jerry Cantrell schnappte sich Mike McCreadys Instrument, um das legendäre Solo zu "Alive" auf seine Weise zu interpretieren.

McCready wusste seiner Freude daraufhin nicht anders Ausdruck zu verleihen, als wild vor dem Publikum umherzuspringen.

Pearl Jam befinden sich gerade auf einer triumphalen Nordamerika-Tour. Ihr aktuelles Album "Backspacer", das in Deutschland auf Rang drei debütierte, kletterte in ihrer Heimat auf den Spitzenplatz. Damit ist es Pearl Jams erstes Nummer Eins-Album in den USA seit "No Code" (1996). Die Alben "Yield", "Binaural" und "Pearl Jam" schafften nur Rang zwei, "Riot Act" nur Rang fünf.

Auch Pearl Jam-Sänger Eddie Vedder wirbelt gerne bei anderen Bands auf der Bühne umher. Kürzlich stieg er als Mr. Tambourine Man beim Austin City Limits Music Festival bei den Kings Of Leon auf die Bühne.

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Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Pearl Jam,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler)

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14 Kommentare

  • Vor 12 Jahren

    Ahhhhh, wieder 15 Jahre alt

    Ist doch schön, dass sich der US-Underground trotz der Explosion anfang der 90er und dem folgendem Dancefloor-Rollback durchgesetzt hat. Mich würde einmal interessieren, ob Bands wie Dinosaur Jr., die Pixies, Shellac, Sonic Youth, ... heute eigentlich wieder mehr Platten verkaufen als vor 10 Jahren. Man hat zumindest den Eindruck...

  • Vor 12 Jahren

    @egos (« Mich würde einmal interessieren, ob Bands wie Dinosaur Jr., die Pixies, Shellac, Sonic Youth, ... heute eigentlich wieder mehr Platten verkaufen als vor 10 Jahren. Man hat zumindest den Eindruck... »):

    die Pixies sind doch auch gerade voll am touren, aber irgendwie kriegt man davon nicht viel mit, zumindest nicht hier auf laut.de

  • Vor 12 Jahren

    Warum gibts nicht mal so eine richtige Grunge Reunion ?! Das würde mir echt gefallen... ;)