Wegen häuslicher Gewalt soll Anna-Maria Ferchichi Anzeige erstattet und bei ihrer Mutter Unterschlupf gefunden haben. Bushido schweigt und feiert.

Berlin (dani) - Das Bild des "Ehrenmannes", das Bushido gern von sich zeichnet, gerät angesichts aktueller Meldungen arg ins Wanken. Seine Ehefrau Anna-Maria Ferchichi soll wegen häuslicher Gewalt Anzeige gegen ihren Gemahl erstattet haben. Danach verließ die 33-Jährige zusammen mit ihren vier Kindern am Freitag unter Polizeischutz die gemeinsame Villa in Berlin-Lichterfelde und schlüpfte bei ihrer Mutter Soraya Lewe-Tacke in Niedersachsen unter.

Die bestätigte auf Anfrage von Bild am Sonntag: "Meine Tochter ist jetzt hier bei mir in Sicherheit. In solchen Momenten rückt die Familie natürlich zusammen. Ich bin einfach nur geschockt und jetzt froh, dass alle hier sind. Wir werden jetzt viel reden, um zu überlegen, wie es weitergehen kann. Aber bestimmt nicht so wie bisher."

Nett und freundlich?

Auch Anna-Maria Ferchichis Bruder Robin Lewe äußerte sich gegenüber dem Blatt: "Es war ein Schock für die ganze Familie, da Bushido sonst eigentlich immer sehr nett und freundlich zur Familie war", so Lewe. "Über die Trennung meiner Schwester von meinem Schwager kann und will ich nicht mehr sagen, nur dass die natürlich jetzt getrennt sind." Bushido und Anna-Maria sind seit Mai 2012 verheiratet. Das Paar hat drei Kinder, einen weiteren Sohn brachte die Braut bereits mit in die Ehe.

Die eigentliche Berühmtheit der Familie, Anna-Marias Schwester Sarah Connor, hielt es, in einem Interview auf ihren angeblich prügelnden Schwager angesprochen, wie Bushido selbst: Sie kommentierte das Geschehen überhaupt nicht. Der Rapper selbst beschränkt sich auf seinen Social Media-Kanälen derzeit darauf, sein Konterfei auf der aktuellen Ausgabe der Juice und seinen jüngsten Auftritt in der Schweiz zu feiern:

Ausnahmezustand in Lichterfelde

"Albanischer Ausnahmezustand", was immer das sein mag, wenn auch vermutlich ungleich weniger geil, herrschte am Freitag offenbar auch in Lichterfelde: "Dann war plötzlich alles voller Blaulicht", zitiert die B.Z. einen Augenzeugen.

Sechs Streifenwagen und mehrere Mannschaftsbusse erschienen den zuständigen Behörden den Berichten zufolge erforderlich, um eine geprügelte Ehefrau und vier kleine Kinder in Sicherheit zu bringen. Womit haben die gerechnet? Mit dem Aufmarsch der Großfamilie Abou-Chaker?

Frauen schlagen - nur mit Grund!

Dem Rolling Stone-Magazin tischte Bushido vor vier Jahren die Mär von einer Läuterung auf: Ja, er habe bereits eine Frau geschlagen, habe aber "einen Grund" dafür gehabt, salbaderte er damals:

"Es ist doch ein Unterschied, ob einer seine Ehefrau zu Hause jeden Tag kaputtschlägt. Das macht man nicht, Punkt. Aber wenn ich in einer Disco bin und eine Frau kommt zu mir und sagt: 'Pass mal auf, du Hurensohn ...' – dann hau' ich ihr auf die Fresse. (...) Heute, mit 31, wäre das völlig undenkbar für mich." Heute, mit 36, scheint die Phantasie offenbar weniger eingeschränkt.

Auf den Mühlen seiner zahlreichen Kritiker und Intim-Feinde von der Emma bis Kay One bedeuten die Meldungen vom "prügelnden Rüpel-Rapper" natürlich sturzbachweise frisches Wasser. Fluten von größtenteils ebenfalls recht unfreundlichen Kommentaren auf seiner Facebook-Seite fordern ein Statement Bushidos zu den Vorwürfen. Darauf warten sie bisher allerdings vergebens.

Fotos

Bushido

Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bushido,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

Weiterlesen

laut.de-Porträt Bushido

Wer darf sich schon in Deutschland als Gangsta-Rapper bezeichnen, ohne rot zu werden? Eigentlich lange niemand. Klar, Ferris MC oder The Spezializtz mögen …

30 Kommentare mit 178 Antworten

  • Vor 5 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 5 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 5 Jahren

    hoffentlich boykottieren die fans ccn3 und die dazugehoerige tour. dieser nichtskoenner ist mir schon zu lange auf die nerven gegangen. allein seine heuchlerische stimme/aussprache in interviews grausen mich. allein seine kuenstliche raktion auf kays "nichts als die wahrheit" : ja da haette ich mir mehr erwartet. schon da hat kay ihn raptechnisch laengst geschlagen.
    in der letzten zeit (eig schon immer) wurde genug bewiesen dass bushmann in der hip hop nahrungskette gaaanz unten (selbst unter moneyboy) steht. diese verblendeten fanboys die immer noch zu ihm halten tun mir einfach nur leid. die wollen doch eh nur noch gegen den strom schwimmen.
    bin schon tierisch gespannt von wo sie fuer ccn 3 wieder die melodien klauen. jemand der schon ein komplettes album wegen uhrheberechtsverletzung vom markt nehmen musste, darf einfach nicht mehr in der szene mitmischen. wieso bekommt so jemand auch noch ueberall plattformen (juicecover ect) -.-

    und ja : kay darf sich auch gerne aus dem buizz herausziehen...WENN er muskikalisch NICHT so weiter macht wie bei TDJG.

    • Vor 5 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 5 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 5 Jahren

      1. Nein, sie werden ihn nicht boykottieren.
      2. Ja, du hast keinen Plan von Flavour.
      Ergo: Du hast Hip Hop nicht verstanden.

    • Vor 5 Jahren

      Wird die Fanboys hart treffen, dass sie einem Marteria-Fan leid tun. :lol:

    • Vor 5 Jahren

      :lol: was für ein jammernder waschlappen
      jedes wort eine endlose ödnis populistischer engstirnigket
      kleinbürgerliche denkensweise eines nutzlosen individuums
      um es mit dem babo zu sagen: los wehr dich mit deinen reimketten

    • Vor 5 Jahren

      das gegenteil ist der fall! das interview in der juice lässt großes erwarten! sein privatleben geht uns nix an und es interessiert mich auch nicht die bohne. glaube die alte hat ihm übel mitgespielt.

    • Vor 5 Jahren

      Das mit dem Melodien-Klauen kann doch nur von jemandem kommen, der den Sinn des Sampling im HipHop nicht verstanden hat. Das tut nicht nur Bushido, sondern praktisch jeder Rapper/Produzent, gerade in Deutschland. Woraus Bushido hier ein Strick gedreht wurde, war die Tatsache, dass er die Samples nicht vorher mit dem Urheber abgeklärt hat, was erstens mir als Endkonsumenten total schnuppe sein kann, und zweitens in Deutschland sowieso bei jedem zweiten Produzenten der Fall ist. Rizbo, Shuko, Desue, Djorkaeff und viele mehr haben genug Samples im Programm, die sie genau so wenig angefragt haben. Ganz zu schweigen von den ganzen Rappern, die teilweise ganze Mixtapes auf fertigen Ami-Beats ohne Rückfrage beim Urheber gegen Geld unter die Leute bringen (was dem Begriff "Plagiat" um einiges näher kommt, weil die Beats teilweise komplett unverändert übernommen werden). Die werden halt nicht verklagt, weil es bei denen schlicht nichts zu holen gibt, und genau das ist der einzige Unterschied und der Grund dafür, dass ausschließlich Bubu Alben vom Markt nehmen muss. Sein Name zueht halt auch mehr in den Medien und ahnungslose Idioten wie Mister X verkaufen uns die Bild-Schlagzeilen von damals unkritisch als eigene Meinung :boring:

    • Vor 5 Jahren

      Kam die Häme im Fall Bushido aber nicht auch erst nach den Abmahnungen seinerseits auf?

      Ansonsten volle Zustimmung.

    • Vor 5 Jahren

      Kann schon sein, dass das damals so gewesen ist. Das kommt in der Argumentation da oben allerdings nicht vor...

    • Vor 5 Jahren

      Jemand der Sätze wie "jemand der schon ein komplettes album wegen uhrheberechtsverletzung vom markt nehmen musste, darf einfach nicht mehr in der szene mitmischen. " schreibt, darf einfach nicht mehr das Wort HipHop in den Mund nehmen, oder sollte sich zum keine_ahnung Clubtreffen gesellen.

  • Vor 5 Jahren

    Der Typ und das für was er steht ist einfach nur zum kotzen. Punkt.

    • Vor 5 Jahren

      Danke für den Reminder.

      Die Pulli-Sache ist geklärt, es war absichtliche Provo unter irgendeinem Schwall-Deckmantel. Könnt ihr Staiger fragen.

      Die Sache mit den Schlägen für die Werder Spieler-Betreuerin steht noch aus, mal sehen ob es jemals antworten geben wird..