5. April 2019

"Ich bin ein großer Hip Hop-Fan"

Interview geführt von

Die meisten Songs auf ihrem fünften Album "Only Love, L" hat Lena wieder mit den Beatgees produziert. Dennoch hat sich vieles verändert. Insbesondere sagt Lena heute sehr entschieden, dass sie in erster Linie als Sängerin tätig ist. Daran ändern auch Auftritte als Werbeträgerin oder TV-Jurorin nichts. Gesprächsthemen gäbe es zweifellos für einen ganzen Tag. Eine halbe Stunde mit Lena verfliegt schnell.

In den letzten Jahren ging es mit Lena in der öffentlichen Wahrnehmung auf und ab. Dass sie gerne Fotos von sich postet, stellte sich wiederholt als Falle für sie heraus. Manche Bilder lösen aberwitzige Diskussionen über Lena aus, selten aber mit ihr. Dabei zeigt sich die humorvolle Künstlerin immer offen für Interviews, Dialog und Austausch.

In der Single "Thank You" vom neuen Album "Only Love, L" setzt sich Lena damit auseinander, wie sie selbst auf Hasskommentare und Cyber-Mobbing am besten reagiert. Sie erklärt: Arroganz helfe. Lena sei sowieso arrogant und zickig, diese Vorwürfe kursierten immer wieder. Im Interview bestätigen sie sich gar nicht. Im Gegenteil, mit feiner Ironie lockert sie das Gespräch auf - zumal sie etliche ernste Zwischentöne einbringt.

Sind die Songs des neuen Albums alle gleichzeitig in derselben Phase entstanden? Oder gab's den einen Song, der zuerst da war, dann ist ein Jahr lang nichts passiert und dann ...?

Lena: Also im Grunde genommen war's so, dass ich schon vor dreieinhalb Jahren angefangen habe, ein Album zu schreiben, und dann gemerkt habe, dass es mir persönlich und auch beruflich nicht mehr ganz so gut ging. Ich bin trotzdem weiter ins Studio gegangen und habe trotzdem weiter gemacht ... Dabei fühlte sich's nicht so richtig gut an. Es war eine Phase, in der ich mich müde und erschöpft gefühlt habe und auch einfach eher lautlos war.

Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass ich mit meiner Mutter am Telefon sprach, ich dabei im Auto saß, und ich meinte: 'Sag mal, irgendwie: Ich weiß gar nicht, warum ich dieses Album überhaupt mache ...' (Pause)

Mhm ...

'Es gibt gar keinen Grund. Und es fühlt sich total kacke an, und ich glaube, ich muss aufhören. Jetzt. Ich muss das abbrechen.'

Und dann habe ich es tatsächlich abgebrochen, alle Songs weggeschmissen und neu angefangen. Zuerst habe ich mir eine kleine Pause gegönnt und einmal komplett die Schotten dicht gemacht - ein Break. Keine Events, nicht ins Studio, kein Social Media, alles offline. Ich war zwei, drei Monate lang in einer Phase, die ich jetzt als Beginn der Selbstfindungsreise bezeichnen würde: Der erste Step war es die Krise zu überwinden (lächelt) von diesem 'Ich weiß gar nicht warum ich überhaupt das Album mache' ...

Das war alles hier in Berlin?

Berlin, Los Angeles, ich war an verschiedenen Orten, aber auch viel hier in Berlin. Die Songs sind so entstanden, dass ich aus dieser Zeit und aus der Zeit danach weiterhin und vor allem weiterführend meine Gedanken, Erkenntnisse, Ideen, Gefühle und auch meine gesamte Geschichte ganz gut verarbeiten konnte - und bearbeiten.

"Mein Album ist kein Coldplay-Album"

Wie man deinen Videotagebüchern entnehmen kann, herrscht viel Abwechslungsreichtum in deinem Alltag. Beschreibe das mal bitte ein bisschen in Worten, was da alles passiert. Wie häufig muss man zum Beispiel bei so einer Casting-Show ins Studio? Wie kriegt man das hin, dass man gerade in Los Angeles ein Video dreht und dann auf einmal wieder hier sitzt zum Interview?

Ja, das sind so verschiedene Szenarien meines Alltags – ich habe das große Glück, die Basis meines Berufs und die Basis meiner Arbeit die Musik nennen zu dürfen. Dass ich Sängerin bin und Musikerin bin und ich alles andere ganz, ganz dankbar als ein großes Privileg empfinde. Dass ich durch so viele Türen gehen darf, so viele Räume betreten darf, die sozusagen dann im zweiten Schritt erst wieder mit der Musik zu tun haben oder auch nur mit mir als Mensch, weil ich durch meinen Beruf Musikerin eine Person des öffentlichen Lebens bin.

Es gibt verschiedene Bereiche, wie du jetzt gerade gesagt hast. Zum Beispiel eine Fernsehshow wie "The Voice Kids". Das beinhaltet 'ne Vorbereitung und 'ne Nachbereitung und den Teil, den ich mich abseits des Studios noch damit beschäftige. Ganz viel am Laptop, das ist sozusagen, die 'Büroarbeit', die dazu gehört. Dabei beschäftige ich mich mit den Talenten, welche Songs sie singen in welcher Zusammenstellung und so weiter.

Dann ist natürlich ein großer, großer Teil die Arbeit am Album und die Arbeit an der Musik, die für mich nie aufhört, die natürlich sehr, sehr intensiv ist, wenn ich kurz vor Abgabe eines Albums bin. Das ist genauso wie mit jeder Hausarbeit, Bachelor-Arbeit, was auch immer: Man hat sechs Monate Zeit und ist dann in den letzten zwei Wochen nochmal total am Ausflippen und denkt, 'Oh Gott, oh Gott, wie soll ich's alles schaffen?'. Das ist sehr, sehr viel intensiver als sonst.

Aber die Musik begleitet mich jeden Tag, ob das nun im Studio oder zu Hause oder unterwegs ist, wo ich natürlich auch Musik konsumiere. Aber zu Hause mache ich selbst Musik und übe die Musik, die ich mache, für Auftritte. Ich gehe ins Studio, um neue Musik zu kreiieren.

Ja, und dann gibt's noch den ausführenden Teil: Promo machen für die Musik. Und dann gibt es auch den Bereich, in dem ich als Spokesperson, als Testimonial für Marken agiere, und - ja, die Liste geht weiter.

Was wahrscheinlich auch etwas Spielerisches oder Kreatives beinhaltet ...?

Total. Ich bin super, super dankbar, weil ich einfach in meiner Welt nur Sachen machen darf, die ich toll finde. Und ich empfinde das als großes Privileg und ich habe große Demut.

Welche Musik 'konsumierst' du, wenn du unterwegs dazu überhaupt kommst? Wie oft kommt das denn vor?

Also, ich liebe es Musik zu konsumieren. Eigentlich immer! Wenn ich zu Hause bin, immer. Da läuft immer Musik. Und wenn ich im Auto sitze, wenn ich fliege, habe ich immer die Kopfhörer dabei und auch am Anschlag, so dass ich Musik hören kann. Es gibt verschiedene Musik, die ich konsumiere und die ich liebe, zu verschiedenen Anlässen.

Grundsätzlich kann man schon sagen, bin ich ein großer Fan von Popmusik und das noch nicht mal als Genre gesehen, sondern als generelle Bezeichnung. Ich bin einfach ein großer Fan von populärer Musik. Ich würde mich niemals davon sozusagen entfernen - oder sagen, 'der Mainstream toucht mich nicht'. Da sind Hip Hop-Artists wie Drake inbegriffen. Zu populärer Musik zählen auch Kanye West und Jay-Z, und auch Helene Fischer. Alles, was große Aufmerksamkeit bekommt, finde ich persönlich auch auf irgendeine Art berührend.

Wenn man jetzt nur von 'Genre' spricht, bin ich auf jeden Fall auch da ein großer Popmusikfan, Singer/Songwriter-Sachen, das wirkliche Pop-Genre wie Shawn Mendes, Julia Michaels, Taylor Swift, Ariana Grande. Ich bin ein großer Fan von Hip Hop und R'n'B: Viele tolle weibliche Künstler gibt's da mittlerweile, sowas wie H.E.R. oder SZA oder Jorja Smith. Da gibt's ganz, ganz viele tolle Artists, die in den R'n'B-Bereich gehen. Im Hip Hop, ja, liebe ich Drake, Kendrick Lamar, all die Leute, Kanye, und bin ein großer Hip Hop-Fan. Ja. Das sind so meine Bereiche. Oh, Anderson.Paak kannst du noch aufschreiben. Kennst du?

Ja. Den mag ich!

Gut. Oh, und James Blake! Ach! Es gibt viele!

Schon mal vielen Dank für die Pop-Definition! Ich habe eine Helene Fischer-"Best Of" rezensiert, da hat jemand darunter geschrieben, das sei ja ein Oxymoron: Wie kann denn von Helene Fischer ein "Best Of" erscheinen? Also, würde das als Pop empfunden werden von einem Großteil der Leute?

Ja, gut ... Aber ich meine ... Wenn man den Begriff so nimmt, dann ist natürlich auch Deutsch-Rap gerade Popmusik. Das ist ja das Populärste, was es an Musik gerade gibt ... gerade auf den Streaming-Diensten.

Zu deinem Album "Only Love, L": Singles koppelt man ja etwas anders aus als früher – was sind denn die drei poppigsten Nummern auf dieser Platte?

Ah, ich würde auf jeden Fall sagen, "Thank You", die erste Single. Dann ... (lange Pause) ... hast du das Album gehört?

Ja, ich habe eine Rezension geschrieben.

(Erschrickt etwas): Uhuhu ... Gott! (Pause) ... Dann würde ich sagen "Scared" - und wahrscheinlich "Life Was A Beach" oder "Don't Lie To Me".

Ich finde das Album auch gelungen, also, es ist zwar nicht so direkt mein Stil ...

(Interessiert): Mhm ...?

... weil's mir manchmal zu kühl digital unterlegt ist ...

Ja, das ist ja Geschmackssache ...

Aber einige der Songs würden unterschiedslos in meiner Reggae- und Dancehall-Sendung gar nicht auffallen. Und ich find's ganz interessant, dass du "Scared" jetzt genannt ist, denn das ist der einzige Song ist, der mir nicht ...

... gefällt?

Bei dem ich dann den Reflex hatte, zu skippen.

Das ist ja Geschmackssache. Aber ich denke, dass es eigentlich ganz schön ist, dass man so 'ne Varietät auch drauf hat. Ich finde, dass es generell total legitim ist und in Ordnung ist, dass man sagt: 'Das gefällt mir, und das gefällt mir nicht.' Und man kann nicht immer gefallen. Das ist ja auch das Schöne daran. Und auch mir gefällt nicht alles. Und trotzdem ist das ja total okay.

Es gibt ja sowieso wenige Alben, die einen so wirklich komplett ansprechen ...

Ja, genau! Also, erstens das. Aber zweitens: Mein Album besteht ja nicht - hm, ich sage mal: Mein Album ist ja jetzt kein Coldplay-Album ... weißt du ...

Na, hoffentlich!

Nee, ich meine im übertragenen Sinne, dass man sich etwas holt, bei dem man schon weiß, was man bekommt. Und wo man vor allen Dingen auch musikalisch einen extrem intensiven roten Faden hat. Was ich ja jetzt hier gemacht habe, ist: Mich einfach ausgelebt, auch musikalisch. Also, es geht ja manchmal eher in 'ne Reggaeton-Richtung, wie du schon gesagt hast. Da ich mit den Jugglerz zusammengearbeitet habe.

Echt?

Ja, die viel in Jamaika unterwegs sind. "Don't Lie To Me" ist von den Jugglerz produziert und "Sex In The Morning". Dann sind Balladen dabei. Es sind dann aber auch totale, eher aggressivere Sachen darunter wie "Boundaries" und auch poppige Sachen. Das heißt, es ist eine absolute Geschmackssache, und ich habe mir einfach erlaubt, mich musikalisch so auszuleben, wie mir danach war. Damit musste ich natürlich in Kauf nehmen, dass es dann mit Sicherheit Leute geben wird, die gewisse Teile des Albums nicht ganz so sehr genießen können wie andere.

Das mit den Jugglerz interessiert mich jetzt. Haben sie auch den Kontakt zu dem englischen Rapper Ramz für den Song "Sex In The Morning" geknüpft?

Das war ein Zusammenspiel aus verschiedenen Leuten. Ich kann nicht mehr ganz zurückverfolgen, wer da der erste ausschlaggebende Mensch war, der den Kontakt gemacht hat – sorry.

Unter allen Songs auf dem Album fand ich "Boundaries" am intensivsten.

Ja, würde ich auch sagen! (Lacht, gibt High Five) Sind wir uns einig!

"Mein Bauchgefühl zählt"

War es dann Absicht, dass ihr das "Don't Lie To Me" dann auch als Single genommen habt?

Klar. Für die zweite Single entscheidet man sich ja im Team. Es ist erst mal mein Bauchgefühl, das da zählt; dann, was das Team sagt, zu dessen Berufen es gehört, so einen Song dann auch zu bewerben. Es geht ja bei dem Song nicht nur darum, dass der gedroppt wird, sondern man arbeitet ja dann auch dafür, dass ihn so viele Leute wie möglich hören. Und da haben wir dann mit den A&R-Personen hier von Universal gesprochen, oder mit der Radioabteilung, was die Erfahrung da sagt: Welche Songs im Radio gut gespielt werden oder nicht.

Ich bin auch, ehrlich gesagt, ein Fan davon, das relativ transparent und offen zu behandeln, weil ich jetzt auch blöd finde, so einen Hokuspokus daraus zu machen und zu sagen: 'Nein, das war ganz aus Versehen.' ... (wir müssen beide lachen) ... Natürlich macht man sich darüber Gedanken. Für mich persönlich ist es aber auch wichtig, dass sich der Song, in dem Moment, in dem er veröffentlicht wird, als der Song und als der richtige Song anfühlt, denn ich bin sozusagen das Gesicht dann dafür.

Wenn das ein Song ist, den ich zum Beispiel in einer Phase geschrieben habe, die ich jetzt gar nicht mehr fühle und womit ich mich gar nicht mehr identifizieren kann, weil das ja relativ schnell passieren kann, wenn man Sachen verarbeitet, dann würde ich - glaube ich – sagen: 'Hey, der Song ist perfekt so wie er ist, und ich bin unendlich dankbar, dass er auf dem Album enthalten ist, denn er hat seine hundertprozentige Daseinsberechtigung. Aber: Hier fühle ich mich gerade nicht sicher, nicht wohl damit, das als Single zu bearbeiten', weil das dann auch mein Beruf ist, darüber natürlich viel zu sprechen. Dann würde ich mich non-stop in der Bredouille fühlen. Deswegen: Da kommen schon viele Dinge zueinander.

Ich meine auf dem Album einiges rauszuhören, was ich eher mit Afrika in Verbindung bringe, Stonebwoy, Falz und so weiter.

(Lacht)

Du hast dich mal nach den ESC-Teilnahmen 2010/2011 und den ersten beiden Alben für ein Studium eingeschrieben, Kultur und Sprachen Afrikas. War das zufällig?

Ich habe mich eingeschrieben und nach zwei Wochen wieder exmatrikuliert, also ich habe noch nicht mal damit angefangen. Ich hatte so einen Moment im Gehirn - ich glaube 2012, sowas um den Dreh muss das gewesen sein - dass ich dachte, ich müsse jetzt neben dem Musikersein noch irgend etwas studieren, und ich habe da Bock drauf. Und dann habe ich geschaut, in der Liste: Das will ich machen und das will ich machen und das interessiert mich. Dann habe ich aber schnell gemerkt, dass es mit dem Job nicht vereinbar ist. Das packe ich nicht, zeitlich, das schaffe ich nicht. Dann konzentriere ich mich lieber auf eine Sache und so habe ich halt doch die Musik vorgezogen.

Gibt's denn trotzdem den Gedanken 'mir fehlt so etwas aber auch'? Gibt's so ein Feeling?

Also ich muss dir ehrlich sagen, dass mein Beruf und mein Alltag so abwechslungsreich sind, dass ich jetzt gar nicht so 'nen inneren Antrieb habe im Sinne von 'Das hätt' ich gerne noch, das hätt' ich gerne noch'. Ich fühle mich emotional und beruflich so ausgelastet und erfüllt, dass ich gar nicht solche Wünsche empfinde, die mich quälen. Es gibt definitiv Sachen, auf die ich Bock habe, die ich gerne machen würde. Aber es gibt nicht den Moment, in dem mich das quälen würde, weißt du.

Das können nicht so viele Leute in Deutschland von sich sagen, dass ihr Job sie rundum erfüllt. Kürzlich warst du zum Moderieren bei Radio Teddy, einem UKW-Sender in Potsdam, Zielgruppe Kinder und Familien. Du warst für die Morningshow angekündigt. Zum Glück habe ich mir das in einer Cloud aufgezeichnet, aber ich hab's noch nicht angehört. Morning Show, das heißt meistens: Viele Leute, wuselig, aber wenig Gestaltungsfreiheit in Sachen Musik.

Also: Das Ding war so ich hab irgendwann gesagt, ich würde auch mal gerne 'ne Radioshow moderieren. Und dann haben die gesagt: 'Ja, dann komm doch bei uns vorbei.' Das fand ich irgendwie so süß, und dann habe ich gesagt: 'Komm, dann fahren wir da vorbei.' Es war dann ganz, ganz zauberhaft. Das war jetzt nicht so, als hätte ich sozusagen die komplette Stunde kuratiert, sondern sie haben mich eingeladen, ein Teil davon zu sein.

Dann habe ich kleine Parts übernommen, habe die Zeit angesagt, oder habe gesagt, was man denn bei dem Wetter gerade am besten anziehen sollte für die Kinder. Das war ganz, ganz süß! Die sagen dann immer so: 'Ja, heute ist 9 Grad und Regen', und dann haben sie gesagt: 'Und Lena, was soll man denn anziehen? - Naja, am besten was mit Kapuze, dann werden die Haare nicht nass', und so. Es war in dem Stile, und das war ganz süß.

Hat Spaß gemacht?

Ja, war ganz, ganz nett!

Wäre es eine Wiederholung wert? Generell? Taugt dir so etwas, Radiomoderation?

Jooaa ... Aber das steht jetzt nicht auf meiner Liste ganz oben.

Stellen wir uns das Wetter auf einer einsamen Insel vor, welche sieben Alben würdest du auf eine einsame Insel ...

(Platzt heraus): Woaaaaa!

Schwierige Frage, gebe ich zu.

Woa!

Aber du hast ja schon ein paar Artists zumindest erwähnt.

Also auf jeden Fall das neue James Blake-Album ... Dann habe ich gerade ein Album entdeckt, das ich meeega fand. Warte, das sage ich dir ... (zückt ihr Smartphone)

Machen wir mal einen Zeitabgleich: Noch fünf Minuten, stimmt das?

Universal: Vier!

Vier? Oh nein!

(Lacht) Das ist aber auch eine Frage jetzt, die dauert natürlich ein bisschen, das sind sieben Alben, also sorry, da müssen wir jetzt ...

Oh, ich kürze das auf fünf.

(überlegt noch, konzentriert) ... ähm ...

Universal: Ein Album pro Minute ...

Joji, "Ballads One". Das Album ist unglaublich! Dann würde ich sagen, "Hive Mind" von The Internet, ... dann würde ich mich entscheiden für "3 Uhr 33 a.m." von Amber Mark (Anm. d. Red.: Die Vinyl-Maxi-Single bzw.Digital-EP "3:33 am" umfasst sieben Songs und erschien im Juni 2017).

Dann: Sabrina Claudio, (grinst vergnügt) würde ich auf jeden Fall nehmen! Da gibt's aber zwei Alben. Von denen würde ich das erste nehmen. Aber das zweite ist auch unglaublich ... (lacht) ... und dann würde ich noch ... ähm ... ja, ich muss ... oh Gott, oh Gott ... (scrollt durch die Alben auf ihrem Smartphone) ... das ist ja schrecklich.

Ein Hip Hop-Album zum Beispiel?

Ja. Aber ... Ich kann mich nicht entscheiden.

Hm. Dann machen wir doch sieben.

Dann nehm ich auf jeden Fall H.E.R.! Und dann Tyler The Creator.

Von ihm kam kürzlich eine EP heraus.

Komm, wir nehmen "Flower Boy". Aber die ganzen alten Sachen - das ist auch soooo geil, ah ... (scrollt auf und ab) Das ist ja schwierig. ... (überlegt) Ja, komm, "Flower Boy", nehmen wir jetzt erst mal.

Eine Frage, die ich ganz vielen Leuten stelle: Feuer, Erde, Wasser und Luft – welches Element beeinflusst dich am meisten, in deinem Leben und in deiner Musik?

Luft! Total! 100 Prozent! Für mich ist Luft sozusagen das Sinnbild für den Atem, und das kann ich auf ganz verschiedene Bereiche meines Lebens und meines Berufs legen: Ich meditiere, das hat viel mit dem Atem zu tun, ich singe, das hat viel mit dem Atem zu tun, also, auf jeden Fall. Da würde ich mich schnell festlegen.

So, sind wir schon bei der letzten Frage ...

(Erwartungsvoll) Mhm ...

Welche Rolle spielt Kaffee in deinem Leben?

(Strahlt) Das ist 'ne schöne Frage! Ich liebe Kaffee! Ich bin ein großer Kaffeefreund. Ich habe selber ... ähm ... (zögert) 'ne ganz, ganz zauberhafte Sap-Maschine ...

Bitte-wie-Maschine?

"Es Ah Be", und bin ein kleiner Freak, was das angeht, habe eine schöne Eureka-Mühle und immer tolle Bohnen, ich liebe zum Beispiel Van Dyck-Bohnen. Das ist eine kleine Rösterei in Köln. Die machen ganz tollen Fair Trade-Kaffee. Und ich bin ein großer Kaffee-Fan und mache selber gerne Kaffee mit Hafermilch, nicht-tierischer Milch, oder Mandel- oder Kokosmilch – und ... ich liebe Kaffee!

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