12. April 2019

"Das müssen Tiere sein!"

Interview geführt von

Johann Sebastian Kuster gehört zu den meist beschäftigten Hip-Hop-Produzenten Deutschlands. 2019 ergänzten bereits die Massiv-EP "Weil Ich Bock Hatte", Kurdos Single "Mamlakat Ghetto" sowie große Teile von Kool Savas' Nummer-1-Album "KKS" seine Diskografie. Für März steht nun das Snowgoons-Album "Snowgoons Infantry" auf dem Programm.

Als er Mitte Februar den Anruf zum Interview entgegennimmt, editiert er gerade am neuen "Rap Genius"-Mixtape zur anstehenden "KKS"-Tour. Kuster, der zuletzt immer häufiger unter dem Pseudonym Tengo-Beatz in Erscheinung tritt, zeigt sich gut gelaunt. Bei den Mixtapes gehe es "ja immer auch ein bisschen um Spaß". Es tue auch den Alben "immer ganz gut", wenn man "sich lockerer machen könnte".

Dass die Musik für ihn dennoch eine ernsthafte Angelegenheit darstellt, zeigt sich wenige Tage nach dem Gespräch, als sein langjähriger Wegbegleiter Massiv die Gründung seines neuen Labels Qualität'er Music ankündigt, das Kuster fortan mit ihm und Asfand Saeed leitet. Im Interview geht es aber erstmal um die Zusammenarbeit mit Kool Savas an "KKS", die Snowgoons und "Snowgoons Infantry", Massiv und die Vorgaben des deutschen Marktes.

Du hast Kool Savas bei den Aufnahmen zum letzten Massiv-Album "M10 II" kennengelernt. Er hat dich dann nach Bamberg eingeladen, wo ihr "4 Uhr Nachts" für Sidos Album "Kronjuwelen" aufgenommen habt. Welchen Eindruck hat die Arbeit bei dir hinterlassen?

Mein erster Eindruck war wirklich: Wow, da ist jemand, der endlich mal genauso rappt wie er es auch meint. Du musst nichts großartig nach hinten oder nach vorne verschieben, sondern vom Microtiming ist das super exakt. Und natürlich liegen auch die Dopplungen exakt übereinander. Und so stelle ich mir das eigentlich auch vor. Ich bin bei vielen einfach immer verwundert und frage mich: Wie einfach kann man es sich machen? Und dann muss ich feststellen: Man kann es sich sehr einfach machen und irgendjemand wird es dann schon richtig schieben. [lacht]

Vier mehrtägige Sessions hast du mit Savas in Bamberg und Berlin verbracht. Du meintest, mit ihm zu arbeiten sei etwas "anderes als mit einem anderen Rapper einfach zu chillen." Was fordert er konkret von seinem Produzenten?

Es ist mit Savas vor allen Dingen deswegen anders, weil er sein eigenes Produkt umsetzen möchte, von dem er wirklich eine feste Vorstellung hat. Im Gegensatz zu anderen, die oft überrascht reagieren: 'Geil, jetzt klingt es ja richtig gut!' Für mich bestand bei Savas die Schwierigkeit darin, in die Soundästhetik reinzukommen. Ich habe ja auch mein eigenes Bild von einem Künstler und versuche, diese Ästhetik zu bedienen. Er hat in seinem Leben aber 3.000 Songs gemacht. Die zehn Songs, die ich überkrass finde, sind vielleicht gar nicht diejenigen, die er selbst überkrass findet.

Wie viele Produktionen hast du ihm angeboten?

Es waren wirklich viele. Unter den Produzenten aus meinem Umfeld waren teilweise Filmmusiker, die sich extra tagelang hingesetzt und sich die Zeit genommen haben, um irgendwelche genialen Kompositionen oder ein krasses Sounddesign zu entwickeln (lacht). Alleine aus meinem Producer-Umfeld haben wir ihm bestimmt 300-400 Beats zum Anhören geschickt. Der Rapper hört das dann kurz an und guckt, ob das gerade passt oder nicht. Da wird nicht jeder Beat zwei Minuten angehört, sondern schnell durchgeskippt.

Am Ende sind "Wasser Reichen" und "Essah Ist Zurück" auf dem Album sowie der "Matrix"-Remix auf "Summa Summarum" erschienen. An "S Auf Der Brust", "KDR" und "Universum" hast du mitgewirkt. Überrascht dich die Auswahl?

In der ersten Session haben wir wirklich versucht, zusammen Beats zu machen. Dabei entstanden direkt "Wasser Reichen" und "Essah Ist Zurück", die wir beide gefeiert haben und die am Ende aufs Album gekommen sind. In dem Moment hat mich das überhaupt nicht überrascht. Für mich war es so, dass ich mit Savas zusammen arbeite und gerne das ganze Album produzieren würde. Ich dachte, nach den zwei Beats würde es so weitergehen. Später hat sich aber herausgestellt, dass davon keiner mehr genommen wurde und erst dann ist mir klar geworden, dass die erste Session magisch gewesen sein muss.

Du hast auch andere Produzenten an Savas vermittelt, deren Beats er nicht genommen hat. Welche Fehler haben sie gemacht?

Ich fand faszinierend, dass ganz viele gedacht haben, sie schicken einfach zehn Beat, von denen hundertprozentig einer genommen wird. Ich bin der Meinung, dass zu wenige konkret für Savas Beats gemacht haben. Am Ende des Tages geht es aber gar nicht wirklich um die Produktion selbst. Es waren viele Produktionen dabei, die man in anderen Situationen genommen hätte. Aber wenn Savas den Beat-Ordner anhört, muss es ihn in diesem Moment catchen. Daraufhin versucht er, darauf zu schreiben und erst dann merkt man, ob man etwas zustande kriegt oder nicht. Es waren auch super Beats dabei, an denen er lange geschrieben hat, die aber trotzdem nicht auf das Album gekommen sind.

Wie reagieren die Kollegen, die sich bereits auf einem Savas-Album wähnen, auf die Absage?

Das ist ganz unterschiedlich. Ein paar sind beleidigt (lacht) oder meinen, das sei doch genau der Savas-Style. Andere versuchen, noch mehr Beats zu machen, oder geben direkt auf. Manche fanden es unhöflich. Es gab alle möglichen Reaktionen. Das Problem ist, dass Beatmaker ein Bild von Savas haben, obwohl sie nur drei Songs kennen. Sie verbinden Savas mit genau diesen drei Songs, bedienen den Stil und wundern sich dann, dass das nicht genommen wird. Aber der Künstler hat seine eigene Vision und man kann als Produzent nur Farben beisteuern. Wenn du einen Künstler wie Savas hast, musst du ihm die Farben anbieten können, die er braucht. Du bist dann nicht selbst der Künstler, der bestimmt, welche Farben genommen werden.

"In Deutschland gleichen sich Akkordfolgen, Melodien, Stilistik und Instrumentierung immer mehr an."

Savas meinte, dass die Leute ihn immer in eine Schublade einordnen wollen. Deshalb erlauben sie ihm nicht, dass er sich wie in "Kill Diese Rapper" an Auto-Tune probiert. Aber nur weil er die Software benutze, sei er nicht weniger der alte "Realkeeper" Savas.

Wer viel von Savas gehört hat, weiß, dass er das auch schon vorher benutzt hat. Es ist also nichts Brandneues. Bei Massiv hatten wir dasselbe Thema, obwohl wir die Musik schon vor vier, fünf Jahren gemacht haben. Ich würde auch auf einem richtigen Album einen echten, nicht ironisch gemeinten Auto-Tune-Song nehmen. Auf dem Tour-Mixtape wird man sich anhören können wie das klingt. Aber die Frage für das "KKS"-Album bestand darin, ob es der richtige Zeitpunkt für solche Experimente ist. Auto-Tune ist eigentlich wie ein Instrument, das man ein bisschen ausprobieren muss, bevor man wirklich entscheiden kann, ob man darauf Bock hat oder nicht. So ist es auch bei Massiv. Wir haben sehr viele gute Songs damit gemacht, aber jetzt haben wir darauf keinen Bock mehr. Aber bei der Fanbase von Savas ist das definitiv riskanter.

Wenn man regelmäßig neue Veröffentlichungen hört, bekommt man den Eindruck, dass kaum noch Hip-Hop-Alben ohne Auto-Tune erscheinen.

Ja, das ist tatsächlich so. Die Musikbranche ist eben ein Business. Der musikalische Anspruch ist komplett verschwunden. Es geht auch nicht mehr unbedingt um die Musik, sondern um Entertainment. Natürlich gibt es auch Leute, die Auto-Tune wirklich gut umsetzen. Veysel kann damit zum Beispiel wirklich gut umgehen. Es gibt aber auch viele, die das einfach irgendwie machen und so klingen, als würden sie zum ersten Mal vor dem Mikro stehen. Die Leute haben sich daran aber inzwischen gewöhnt. Man kann jetzt mit Auto-Tune eigentlich machen, was man will. Die Parodie von früher, wonach man eigentlich richtig Schrott ist, aber mit Auto-Tune zum Sänger wird, ist heute die echte Musik.

Wie bewertest du denn den anderen großen Trend im Rap, sich an die Schlagerszene heran zu werfen?

Das ist nicht gut oder schlecht, sondern eben Entertainment, das sich an dem bedient, was gerade populär ist. Das ist quasi Popmusik, bloß dass die Komponente Musik immer weiter in den Hintergrund rückt. Ganz schlimm ist vor allen Dingen auch, dass in Deutschland alles gleich sein muss. Wenn du es rein aus der Musiktheorie betrachtest, dann sind Akkordfolgen, Melodien, Stilistik und Instrumentierung alle sehr ähnlich und gleichen sich immer mehr an. Wie eine Maschine strebt die deutsche Musikindustrie nach einem schon vorgefertigten Produkt. Es wird in diese Richtung gearbeitet und versucht, dieses Produkt abzuliefern. Das ist einfach Anti-Musik.

Wie sehr unterliegst du den Marktvorgaben und den Vorgaben des Künstlers, wenn du als Produzent auftrittst? Und wie schaffst du es deinen künstlerischen Anspruch mit einzubringen?

Das ist genreabhängig. Den eigenen künstlerischen Anspruch kann ich kaum umsetzen. Alle souligen und jazzigen Akkorde, die eigentlich die Welt nach der ersten Klasse bilden, sind einfach verboten (lacht). Wenn du solche Songs beim Verlag oder bei Künstlern vorspielst, nehmen sie die einfach nicht. Sie wollen diese grundschulgleichen Akkordfolgen, sodass die eigentliche musikalische Kreativität gar nicht entsteht. In der deutschen Musikindustrie können die Leute mit Kreativität wirklich wenig anfangen.

Hast du den Eindruck, dass der US-Markt anders funktioniert?

In Amerika sieht das komplett anders aus. Da kannst du immer irgendwas neu machen. Damit meine ich auch alte Sachen. Du kannst einfach einen 70er-Jahre-Song machen und der wird angenommen. In Deutschland hat man es damit unglaublich schwer. Rap ist da noch relativ dankbar, weil es immer ein Spielkasten ist und einem nichts übel genommen wird. Da kannst du eigentlich machen, was du willst.

Wer erfüllt denn in Deutschland deinen kreativen Anspruch?

Bezogen auf Rap hat Savas bei mir auf jeden Fall einen sehr hohen Stellenwert. Deswegen habe ich mich sehr auf die Arbeit mit ihm gefreut. Wenn ich es rein musikalisch betrachten soll, gibt es unglaublich viele unbekannte Leute, die ich super finde, zum Beispiel Lion Sphere. Aber gerade diese Super-Hits finde ich in der Regel langweilig.

Du arbeitest vor allem mit Massiv zusammen. Worin unterscheidet sich die Arbeit mit ihm zur Produktion mit Savas?

Ich arbeite mit Massiv seit zehn Jahren zusammen. Wir machen die Musik weitestgehend zusammen und wissen einfach, wo die Schwächen und die Stärken liegen. Er weiß, wenn ich noch an einem Song arbeite, was ungefähr passieren wird. Ich habe da kompositorisch freie Hand. Wir haben uns so gut eingegroovt, dass wir inzwischen einfach zusammen funktionieren.

Worin siehst du denn die Stärken und Schwächen Massivs?

Das Microtiming ist so eine Sache. So zu rappen, dass es immer hundertprozentig on point ist (lacht). Da bin ich aber auch superpenibel, weil ich ja auch Drummer bin und deswegen ein Faible dafür habe. Bei Massiv ist aber das Wichtigste, dass die Atmosphäre stimmt, und nicht, ob jede Silbe geil im Takt flowt. Das gehört zu den Sachen, die ich teilweise korrigiere. Außer Savas kenne ich aber wenige Rapper, die wirklich direkt straight einrappen. Teilweise ist es so, dass ich Alben von Rappern höre und denke: Das müssen Tiere sein. Die sind der Wahnsinn! Und dann lerne ich sie kennen und denke so: Naja, da hat wohl irgendjemand noch ganz schön viel nachgeholfen, damit das am Ende so krass klingt.

"Haftbefehl hat unreine Reime etabliert, bei denen es vor allem um Wortlaute geht. Das finde ich super."

Seit 2009 hast du "Blut Gegen Blut 2", "Raubtier", "BGB X", "M10 II" und "Weil Ich Bock Hatte" als Executive Producer begleitet. Wie hat sich Massiv in den zehn Jahren verändert?

Wir haben vor allen Dingen eine unglaubliche Routine entwickelt. Ich glaube, wenn wir vor zehn Jahren die Songs so hätten machen können wie jetzt, dann wären wir nochmal ganz woanders. Vor allen Dingen haben sich seine Wertvorstellungen geändert. Da ist er ein wirkliches Vorbild, was sich auch in seinen Texten widerspiegelt. Ich finde, dass wir dieses Auto-Tune-Ding wirklich besser bedient haben, als viele andere. Wir wissen nun genau, worin seine Stärken liegen, und dass es um Atmosphäre und teilweise um Aussagen geht und nicht um Reime. Das strikte Reimen ist eigentlich etwas typisch Deutsches. Witzigerweise verstehen die normalen Musikkonsumenten, die keine Rapper sind, die Texte oft besser, wenn nicht krampfhaft versucht wird, alles zu reimen.

Wie bewertest du dahingehend Haftbefehl, der auf das starre Reimschema verzichtet und mehr über die Betonung kommt?

Haftbefehl ist sowieso außergewöhnlich. Die Leute haben das früher nicht verstanden. Haftbefehl hat unreine Reime etabliert, bei denen es vor allem um Wortlaute geht. Das finde ich super.

Massiv nannte dich mir gegenüber seinen "Lieblingsproduzenten", weil du "aus wenig sehr viel" machst. Worin siehst du deiner Stärken und Schwächen als Produzent?

Wenn man zusammenarbeitet und die Chemie stimmt, erzeugt das bei beiden das Gefühl: OK, wir waren vorher bei 1 und jetzt sind wir durch die Fusion auf einmal bei 5. Anders herum ist es eine Schwäche, weil ich das natürlich auch suche. Ich kann dann erst wirklich aufgehen. Da sind natürlich andere Produzenten ein bisschen einfacher zu handhaben, weil die einfach ihren Beat abliefern und man dann damit machen kann, was man will. Mir ist es irgendwie schon immer wichtig, dass meine Produktion am Ende auch meine Handschrift trägt.

Du bist auch Teil der Snowgoons. Wie funktioniert die Arbeit innerhalb der Formation?

Wir produzieren nicht viel zusammen. Sicknature und DJ Illegal gehen ihren Weg mit Live-Auftritten und dem typischen US-Underground-Rap. Das ist mir immer ein bisschen zu wenig, da ich einfach die Abwechslung brauche. Deswegen haben wir uns ein bisschen auseinander gelebt. Jetzt schicke ich easy Beats übers Internet und freue mich, wenn Onyx sie haben möchte oder Illegal sie irgendwo unterkriegt. Manchmal spiele ich auch etwas dazu.

Wie sehr identifizierst du dich mit der Fokussierung der Snowgoons auf 90's-Rap?

Eigentlich habe ich mich damit noch nie richtig identifiziert. Wir sind ja vor allen Dingen wegen des M.O.P-Albums "Sparta" zusammengekommen. Ich habe Illegal vor 15 Jahren kennengelernt. 2011 hat M.O.P. einen Beat von mir genommen. Da mein damaliger Sound in die Richtung des Duos ging, haben wir überlegt, ob wir uns nicht einfach als Snowgoons zusammen tun sollen. So ist das entstanden. Aber abgesehen von M.O.P. und einigen anderen habe ich gar nicht so viele Bezugspunkte zu Real Rap, da es einfach keine Entwicklung gibt.

Auf dem "King"-Album von Nine und den Snowgoons hast du "Pull Up", "I Am" und "Jump Em" produziert. Wie kam das Projekt zustande?

Ich glaube, wie üblich kam das über Tourneen zustande. Das lief genauso wie ich vorhin meinte: Illegal hat ohnehin Beats von mir, die alle ein bisschen in die M.O.P.-Richtung gehen, die er Nine dann gezeigt hat. Deswegen hat das einfach geschmacklich gut funktioniert. Das Album hat mir tatsächlich auch ganz gut gefallen.

Wobei Nines Haltung, sich in eine Reihe mit Tupac, The Notorious B.I.G. und Prodigy zu stellen, nun nicht so spannend ist.

Das war wieder das Typische. Ich habe auch von Anfang an gesagt, dass sich einige Rapper ein bisschen überschätzen. Das ist auch nachzuvollziehen, aber nur weil du gut rappst, wirst du jetzt nicht der neue Superstar oder krass durch die Decke gehen. Das ist aber immer das, was Rapper erwarten oder hoffen. Ist ja auch OK, weil wahrscheinlich sonst keiner rappen würde (lacht).

Am 29. März erscheint euer neues Album "Snowgoons Infantry". Was kannst du bereits über das Projekt sagen?

Es geht soundtechnisch ein bisschen in eine andere Richtung. Natürlich liegt der Schwerpunkt immer noch auf den 90's, aber viel souliger und funkiger. Es wird weniger dieser epochale, orchestrale, komplett kraftwerkmäßige Sound, was wir früher viel gemacht haben.

Dein Kollege Freshmaker hat mit "Fusion" jüngst sein zweites Produzentenalbum veröffentlicht. Unter welchen Umständen würdest du dich an ein eigenes Album wagen?

Das stand bis jetzt tatsächlich überhaupt nicht auf der Liste. Ich weiß nicht, ob das ein Weg ist, bekannter zu werden. Letztlich ist es ja kein Freshmaker-Album, sondern eben einfach ein Sampler. Wenn ich das machen würde, dann selbst als Rapper. Dann würde ich andere Rapper featuren und sagen, dass das mein Album als Künstler ist. Das wäre dann auch keine Dienstleistung, bei der ich frage: Welcher Beat gefällt dir für mein Album? Das ist ja mein Album.

Die Snowgoons haben als Kollektiv schon immer die Bedeutung der Produzenten hervorgehoben. Wie kann es gelingen, dass auch in Deutschland der instrumentale Teil der Hip-Hop-Musik stärker von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird?

Das funktioniert, sobald auch in Deutschland Produzenten zu Ikonen aufsteigen wie Scott Storch oder Dr. Dre, die das hervorheben. Jemand wie Abaz könnte das schaffen. Den meisten Künstlern ist gar nicht klar, dass da ganz schön viel passiert, damit das Ergebnis so ausfällt wie sie es später präsentieren. Ich rede vom Editieren, Sound, Mix, Master, Harmonien und Auto-Tune-Melodien, die unglaublich wichtig sind. Vielen von ihnen ist gar nicht so klar, dass das alles Produzenten, Musiker und Ton-Ingenieure machen und dass das alles selbst wahre Künstler sind.

Weiterlesen

LAUT.DE-PORTRÄT J.S. Kuster

"Bei instrumentalen Geschichten wie Beats oder Kompositionen lasse ich mir wenig reinreden. Bei Song-Produktionen für andere ist es mir wichtig, dass …

Noch keine Kommentare