laut.de-Kritik

Das Wikinger-Trio auf dem Weg zur Selbstkopie.

Review von

Das Wikinger-Trio Grand Magus spielt ja seit etlichen Jahren auf so ziemlich jedem Heavy Metal-Festival in Europa, und darüber hinaus, so könnte man meinen, überhaupt an jeder Tankstelle und Telefonzelle. Und auch ihr letztes Studio-Album "Triumph And Power" von 2014 scheint gefühlt gerade mal vorgestern erschienen zu sein.

So ist es fast verwunderlich, dass die bösen Buben mit der episch-heroischen Lebenshaltung schon wieder einen neuen Silberling unter das Volk bringen. Zumal der doch recht enge Rahmen, in dem sich Grand Magus sowohl in textlicher als auch musikalischer Hinsicht bewegen, die Gefahr birgt, dass man sich irgendwann wiederholt und anfängt zu langweilen.

Unbestritten, dass die Band relativ leicht wiederzuerkennen ist. Aber inzwischen sind all die Schwertlieder, in denen es immer wieder um Blut und Ehre, Willen und Macht, Thor und Walhalla, Sieg oder Tod geht, doch schwer auseinanderzuhalten. Grundsätzlich hat es etwas Ermüdendes, immer wieder die Faust zu ballen und den Arm in die Luft zu stoßen, um in irgendwelche Schlachten zu ziehen, die so heute garantiert nicht mehr geschlagen werden. Das ist auch vom Sinngehalt her auf die Dauer unbefriedigend. Nun gut, Grand Magus wollen ja diese Kämpfer-Haltung auf das alltägliche Leben übertragen wissen. Immerhin.

Zudem verirren sich die als Doomster gestarteten Skandinavier immer mehr in die Gefilde solcher pathetischen Monster wie die inzwischen (oder schon immer?) sinnentlehrten Manowar, was zwar die Fan-Schar größer werden lässt, aber nicht gerade von großer Innovationskraft zeugt. Klar donnern und stampfen Songs wie "Freja's Choice", "Master Of The Land" oder "Last One To Fall" immer noch heftig durch die eisige Pampa. Aber "repetita non placent (Wiederholungen gefallen nicht)", sagte schon der olle Cäsar. Deswegen ist er damals mit seinen Römertruppen wohl auch gar nicht erst bis nach Norwegen gezogen.

Und zum Schluss noch die Feststellung, dass das ganze Ding ziemlich kurz geworden ist. Fast eine bessere EP. Das Cover ist aber ganz hübsch.

Trackliste

  1. 1. Freja's Choice
  2. 2. Varangian
  3. 3. Forged In Iron - Crowned In Steel
  4. 4. Born for battle (black dog of brocliande)
  5. 5. Master Of The Land
  6. 6. Last One To Fall
  7. 7. Frost and Fire
  8. 8. Hugr (Instrumental)
  9. 9. Every Day There's A Battle To Tight

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2 Kommentare

  • Vor 3 Jahren

    Das ist keine wirklich aussagekräftige Rezension.
    Dass GRAND MAGUS sich thematisch in engen Grenzen bewegen, sollte bei der Art von Musik keinen überraschen. Stört sich ja bei AMON AMARTH bspw. auch keiner dran. Oder hat sich jemals einer darüber beschwert, dass sie sich nicht mal an einem abgedrehten SciFi-Konzept-Album versuchen?

    Naja. Immerhin weiß ich jetzt, dass die Songs “donnern und stampfen”.

  • Vor 3 Jahren

    Haha, was gibt es denn da noch an 'Aussage' abzuliefern, bei ner Band, die sich ständig wiederholt? Steht doch gleich in der Überschrift. Was muss man denn da noch wissen? Meckern um des Meckern Willen. Grand Magus sind durch, isso ;-)