Porträt

laut.de-Biographie

Feuerschwanz

Im Bereich der härteren Musik gibt es mit Knorkator oder J.B.O. Bands, die einen Scheiß auf alles geben und teils witzige, teils sinnlose Texte mit durchaus ansprechender Musik verbinden. Auch in der mittelalterlichen Musikszene, die sich sonst vielleicht eine Spur zu ernst nimmt, existiert seit 2003 eine Kapelle, die eher mit einem fröhlichen Sockenschuss denn mit ernstzunehmender Lyrik begeistern will. Ihr Name: Feuerschwanz - Des Hauptmanns Geiler Haufen.

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Die eigentliche Idee zur 'Mittelalter Folk Comedy' kommt Peter Henrici schon im Jahr 2000, doch erst, als 2003 Fiddler's Green-Geiger Tobias Heindl sich begeistert zeigt, kommt Leben in die Bude. Mit Andre Linke findet sich noch ein Basser, und was man an Flöten, Gitarren und Drums noch so braucht, leiht man sich bei Merlons Lichter aus. Die haben aber für den seltsamen Humor von Peter nicht soviel übrig und machen sich nach dem ersten Gig im Frühling 2004 wieder davon.

Dafür stößt Bastian Brenner zu Feuerschwanz und bringt auch gleich noch seine Flöte mit. Jan Schindler nimmt hinter den Trommeln Platz, und von zwei Background-Sängerinnen verstärkt geht es wieder ab auf die Bühnen. Um das Ganze stilecht rüberzubringen, muss man textlich nicht nur einigen Stuss von sich geben, man braucht natürlich auch noch eine entsprechende Namensgebung.

So kümmert sich offiziell Hauptmann Feuerschwanz (Peter) um die Klänge der Laute und den brünftigen Gesang, während Sir Richard Hodenherz (Bastian) die Flöten, Schalmeien und die Rauschpfeife bedient und für den räudigen Gesang zuständig ist. Desweiteren darf Walther von der Vögelweide (Tobias) sanft die Saiten striegeln und lieblich ins Mikro säuseln, was auch Lady Orgasta und Lady Fellatia tun.

Feuerschwanz - Das Elfte Gebot
Feuerschwanz Das Elfte Gebot
So viel Tiefgang wie ein Schnapsglas.
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Für das große und kleine Bum-Bum sind derweil Sir Lanzeflott (Jan) und der Knappe Sorenfried zuständig, während Eisi (Andre) nicht nur die Schwanzlanze bedient, sondern auch die viersaitige Kontralaute, und dazu ständig etwas vor sich hinnuschelt. Bei geistreichen Namen wie diesen verwundert es nicht sehr, dass es in fast sämtlichen Liedern primär ums Ficken oder vorzeitiges Abspritzen und ... äh ... ach, ja, ums Saufen geht. Das ist auf Dauer so lustig wie Ingo Appelts "FICKEN"-Schildchen, aber musikalisch einigermaßen anständig gemacht.

Wie die oben genannten Bands, funktioniert die Truppe aus Erlagen am besten live auf irgendeiner Bühne. Sei es auf Burgfesten, Ritterspielen oder auch in Konzerthallen. Dennoch bannen sie 2005 insgesamt 15 Songs auf einem Tonträger und bringen ihn unter dem Titel "Prima Nocte" unters Volk.

Zum Debüt gesellen sich im Laufe der Jahre weitere Alben und eine bunt wechselnde Schar an Musikern. So gibt etwa Ben Metzner, der auch bei D'Artagnan aktiv ist, den dritten mittlerweile dritten Prinz Hodenherz. Neben Bands wie Saltatio Mortis, Nachtgeschrei oder Ignis Fatuu erspielen sie sich einen guten Ruf beim feierwütigen Mittelalter-Volk und legen 2012 ihr inzwischen fünftes Album "WalHalliGalli" vor.

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Auf dem 2016 erscheinenden "Sex Ist Muss" verarbeitet die Erlanger Spaßfabrik ihr negatives Image als reine Knick-Knack-Knapelle. Mit dem Werk erreicht sie erstmalig die Top Ten der deutschen Albumcharts. Schon zwei Jahre setzt des Hauptmanns geiler Haufen mit der nächsten Veröffentlichung erfolgstechnisch und musikalisch noch einen drauf. "Methämmer" ist tatsächlich die bislang ambitionierteste und in Teilen ernsthafteste Platte der Gruppe. Die Musik steckt knietief in den glorreichen Metal-Achtzigern, mit einigen Ausflügen in heutige härtere Gefilde. Neben den üblichen Themen Sex, Drugs and Rock'N'Roll beziehen Feuerschwanz auch gesellschaftskritisch Stellung, indem sie im Titeltrack Verschwörungstheorien aufs Korn nehmen.

Diese Mischung aus Eskalation und Ernst, Tradition und Moderne behalten sie auch auf dem Nachfolger "Das Elfte Gebot" bei, der zwei Jahre später auf den Markt kommt. Dem Album spendieren sie außerdem eine Bonus-CD mit Coverversion, auf der sie Songs von unter anderem Ed Sheeran, Rammstein, Seeed und Sabaton neu interpretieren.

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Di 05.01.2021 Nürnberg (Löwensaal)
Do 07.01.2021 Frankfurt (Batschkapp)
Fr 08.01.2021 Hannover (Pavillon)
Sa 09.01.2021 Köln (Carlswerk Victoria)
Do 14.01.2021 Berlin (Huxley's Neue Welt)
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