Porträt

laut.de-Biographie

Bayuk

Hardcore-Pop, Angst-Pop, Art-Pop? Man tut sich schwer, die Musik von Magnus Hesse alias Bayuk zu verschubladen, was wiederum nicht weiter erstaunt, wenn man auf einen seiner größten Einflüsse blickt. "David Lynch hat sich für mich während der Produktion als total spannender Einfluss herausgestellt. (...) Diese Catchyness, die trotzdem so unverständlich ist, find' ich mega.", sagt er über sein Debüt-Album "Rage Tapes" gegenüber dem Südkurier. Lynch, gerade nicht dafür bekannt, zugänglich zu sein, ist dabei gleichzeitig eine seltsame Inspiration für jemanden, der am Ende doch Pop-Musik macht.

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Beim Hören ergibt das mit dem Lynch-beeinflussten Pop aber Sinn: "Die mal fiebrigen, mal schwelgerischen Melodien, über denen seine gespenstische, verfremdete Stimme schwebt, würden gut zu einem David Lynch-Film passen, in dem sich hinter roten Vorhängen düstere Geheimnisse erahnen lassen und schräge Charaktere schrille Töne von sich geben", schreibt laut.de-Rezensentin Kerstin Kratochwill. Im Interview mit FluxFM erzählt Bayuk, dass während der Aufnahmen zum Album sogar Lynch-Filme an die Studio-Wände projiziert wurden.

Kindheit und Jugend verbringt Hesse in Tübingen, bevor er zum Studieren nach Konstanz kommt. Schon als Kind singt er gerne und als Teenager ist er bereits mit mehr Ernst bei der Sache. Er spielt Cello im Orchester, bringt sich selbst Klavier und Gitarre bei und ist Teil mehrerer Bands, bei denen allerdings noch die großen Ambitionen fehlen. Über Matze Prölloch, ehemals Drummer von Me And My Drummer, gerät ein erstes Demo von Bayuk an Tobias Siebert (And The Golden Choir, Klez.e), der von dem Sound beeindruckt ist und den Musiker nach Berlin einlädt. Dabei hat Hesse ursprünglich noch einen weiteren Traum: Nach dem Literatur, Kunst und Medien-Studium in Konstanz bewirbt er sich an der Filmakademie Ludwigsburg, die ihn allerdings ablehnt. Treffend, dass ihm dafür gerade die Tür ins Musikgeschäft offen steht.

Das von Siebert produzierte "Rage Tapes" erscheint im Mai 2018 auf dem eigenen Label und wird nicht nur hier für gut befunden. So bezeichnet der Musikexpress die Musik als "Avant-Indie-Pop mit Erfindungswut und Eigensinn". Dabei besticht vor allem die liebevolle Instrumentierung mit Xylophonen, Streichern und Samples, die die Stücke am Ende fast wie Soundcollagen wirken lässt. Nach Zusammenarbeiten mit WizTheMc 2019, kündigt Bayuk 2021 sein zweites Album "Exactly The Amount Of Steps From My Bed To Your Door" mit der Single "You Won" an, die auf Monchique und Grönland Records erscheint. Klanglich orientiert sich Hesse diesmal an Danger Mouse, Grandaddy und den Flaming Lips.

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Bayuk - Rage Tapes: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2018 Rage Tapes

Kritik von Kerstin Kratochwill

Angst-Pop zwischen The Notwist und David Lynch. (0 Kommentare)

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