"Diese Nummer ist auf meine rechte Gesichtshälfte tätowiert", eröffnet eine zittrige, unsichere und gedankenversunkene Stimme das Album. Gerade mal 21 Minuten dauert "17", kaum ein Track überschreitet die Dreiminutenmarke das Debütalbum von XXXTentacion ist kein gewöhnliches Release. Nicht nur …

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  • Vor 3 Jahren

    Dieser Yannik wurde wohl von diesem r1er in den laut.de Keller gesperrt und muss relevante Reviews produzieren. :ill:

    @Mundi: Schon gehört und falls ja, lohnt es?

  • Vor 3 Jahren

    Werde ausnahmsweise ausführlicher darauf eingehen, noch während dem ersten Durchlauf.

    Zu Anfang gibt es einen kurzen Erklärungs-Skit, der erste richtige Track des Albums ("Jocelyn Flores") ist stabil, aber noch kein Hightlight. Langsam, melancholisch-leicht baut XXX mit ein wenig Gesang, Humming und Hintergrundsample Stimmung auf, auf jeden Fall keine schlechte Eröffnung, ich bezweifle allerdings, dass ich den Track oft hören werde. "Depression & Obsession" dann noch gitarrenlastiger und ebenfalls eher locker und leicht im Klang, ganz im Gegensatz zur Thematik, die entsprechend dem Titel schwermütig ausfällt. Ähnlich wie die erste Nummer haut mich das nicht um, ist aber auch alles andere als schlecht. Fast schon Lagerfeuermusik.
    Mit "Everbody dies in their Nightmares" dann der erste Beat, der mich mehr packt und noch von dem ganzen Singsang gelähmt, überrascht mich der recht schnell gerappte Part. Der Song ist allerdings nur 1:36 lang, also eher sowas wie ein kleiner Weckruf nach den ersten beiden Titeln. "Revenge" knüpft dann leider nicht eben daran an, sondern wechselt wieder zurück zum Modus Singsang - was hier als Begriff nicht abwertend gemeint sein soll, absolut nicht. Kannte "Revenge" davor auch schon und finde es stark, die Position in der Tracklist gefällt mir dennoch nicht. Ich bräuchte solangsam wirklich was Härteres, verliere sonst bald die Motivation.
    Da kommt "Save Me" wie gerufen, als könnte der Knabe meine Gedanken lesen, doch er tut genau das, wonach ich nicht gefragt habe, es wird fast noch ruhiger. Nichtsdestotrotz bisher mein Lieblingstrack, denn das erste Mal dringt der Sound wirklich tief zu mir vor. Ich stelle mir keine Lagerfeuer mehr vor, sondern unerbitterliche Ozeane, die dem Protagonisten die Luft rauben, ihn dazu bringen die Hand hilfesuchend gen Oberfläche zu strecken.
    Das Scheint jedoch nicht geholfen zu haben, denn nun sind wir bereits "Dead Inside". Durchaus gefühlvoll vorgetragen, doch es fällt mir schwer zwischen diesen ganzen Dingern die Trauben zu picken, die mir wirklich bekommen. Bisher fühlt es sich größtenteils eher nach einer Matsche an, weiteres käme vielleicht mit ein paar mehr Durchläufen.
    So kommen wir also zu "Fuck Love" und ich sehe, dass Trippie Redd einen Part bringen wird. Hoffentlich endlich wieder ein Raptrack, habe bald genug von XXXs Gesang - wenn er doch wenigstens Mal geshoutet hätte oder so. Aber Nein, es plätschert und plätschert, obgleich die Stimme derzeit wenigstens von jemand anderem kommt und somit ein wenig Abwechslung bietet. Das Ding ist eigentlich auch mehr ein Trippie Redd Solo, aber schön, dass er die Bühne bekommt.
    "Carry On", wieder liest er meine Gedanken, viel Weg bleibt mir allerdings nicht mehr zurückzulegen, von daher alles easy. Trotzdem nicht der Rede wert, wem der Sound bis zu dem Punkt gefiel, der wird auch das hier feiern. Im Großen und Ganzen ist das halt wirklich fast schon ein Country Rap Balladen Album, um es Mal sehr überspitzt und vereinfacht zu formulieren.
    Das tiefe Klavier in "Orlando" weiß mir zu gefallen und erinnert fast schon an die gute Seite der Popmusik. Definitiv ein angenehmer vorletzter Track.
    "Ayala" erzählt dann noch kurz von gebrochenen Herzen, aber naja, wirklich hängengeblieben sind nur "Revenge", "Save Me" und dass Trippie Redd einen Gastpart hatte.

    Würde bisher ebenfalls 3/5 mit Tendenz zu 4 geben, wenn man auf ein Gesangsalbum von ihm gewartet hat oder gerade selbst unglücklich verliebt ist. Der erste Kommentar unter "Olando" fasst es wirklich gut zusammmen:

    "A depression bomb.", steht dort. Nur von dem zweiten Teil seiner Aussage bin ich noch nicht überzeugt. "Listening to this song at 4:37am I feel like I was a picasso picture immersed in the abyss."

    Aber wer weiß, vielleicht hatte ich schlichtweg nicht die passenden Erwartungen für dieses Album.

  • Vor 3 Jahren

    Album ist i.O.
    Hat ein paar echt gute Songs wie z.B. "Save Me" oder "Orlando". Das ganze Ding ist etwas melancholischer aufgebaut. Würde der Bewertung 3/5 hier zustimmen.

  • Vor 3 Jahren

    Nach den ganzen Topreleases kommt jetzt die räudige Phase. Saturation 2 ist sogar besser als 1, aber Lil Uzi und dieser conspiracy emo ziehen dad Niveau nach unten.

  • Vor 3 Jahren

    Ich habe nicht wirklich den Eindruck, als wüsste der Autor überhaupt, wovon er da schreibt. Die Rezension besteht zum Großteil aus wohlklingend kombinierten Worthülsen, deren Sinn sich mir - abgesehen davon, dass sie die Zeilen füllen mögen - nicht erschließt. Was etwa ist "stumme BoomBap-Musik", was sind "stumme Perkussionsreste"? Wo ist das Instrumental von "Look at Me" (kein anderer Song kann im Zusasammenhang mit Brüllerei und übersteuertem Sound ja gemeint sein) ein "menschenfeindliche[r] Industrial-Beat"? Wie kann das "Crossover-Potential" eines Songs "einschüchterndes" sein?

    • Vor 3 Jahren

      Klingt eher so, als wüsstest DU nicht, wovon er schreibt.

    • Vor 3 Jahren

      Diese beiden Dinge gehen bei wahllos zusammengeschusterten Wortkombinationen a la "stumme Boombap-Musik" nunmal Hand in Hand.

    • Vor 3 Jahren

      enreve scheint massiv genrefremd zu sein.

    • Vor 3 Jahren

      Ah, das "Stumm" ist hier eine etwas zu wörtliche Übersetzung vom englischen "muted", bezieht sich auf Songs wie "Vice City", das ist ja fast schon Dillamäßiges lo-fi, über das er da gerappt hat. Kann verstehen, dass man sich an der formulierung aufhängt, passiert mir hier und da, das ich nen halb-bewussten anglizismus einbau haha
      Die anderen Probleme versteh ich jetzt nicht so ganz. Dass Look at Me an die Soundästhetik von Industrial erinnert würd ich schon sagen, die genres sind ja in zeiten von death grips clipping und so eh schon ein paar mal zusammengekommen. Und "einschüchternd" ist halt ein Synonym für "unerwartet groß" hier

    • Vor 3 Jahren

      Ah, das "Stumm" ist hier eine etwas zu wörtliche Übersetzung vom englischen "muted", bezieht sich auf Songs wie "Vice City", das ist ja fast schon Dillamäßiges lo-fi, über das er da gerappt hat. Kann verstehen, dass man sich an der formulierung aufhängt, passiert mir hier und da, das ich nen halb-bewussten anglizismus einbau haha
      Die anderen Probleme versteh ich jetzt nicht so ganz. Dass Look at Me an die Soundästhetik von Industrial erinnert würd ich schon sagen, die genres sind ja in zeiten von death grips clipping und so eh schon ein paar mal zusammengekommen. Und "einschüchternd" ist halt ein Synonym für "unerwartet groß" hier

    • Vor 3 Jahren

      Alles klar, nichts für ungut. War meinerseits zugegebenermaßen auch ein bisschen arg böse ausgedrückt, aber du scheinst ja ohnehin eine erfrischend entspannte Art zu haben mit derlei Kritik umzugehen.

      Als 'muted' würde ich die Soundästhetik von "Vice City" aber trotz allem nicht beschreiben - jeder, der die Hi-Hats des Songs schon einmal blauäugerweise mit Kopfhörern ertragen musste, wird das vermutlich bestätigen. ;)

  • Vor 3 Jahren

    Es gibt tatsächlich Leute, die die Lyrik eines XXXTentaction nach üblichen bzw. althergebrachten Rapstandards bewerten? Das ist doch albern.

    Wahrscheinlich dieselben Realkeeper, die sich schon gegen Waka, Gucci, Future, Thugger undundund gestellt haben. :lol:

  • Vor 3 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 3 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 3 Jahren

    da hat sich der liebe yannik ein wenig von anthony fantano "inspirieren" lassen

  • Vor 3 Jahren

    Tendiere inzwischen immer mehr zu 4/5, auch wenn es nicht das Album war, das ich von ihm wollte.

    Passt gerade sehr gut zu meiner Stimmung, was denke ich auch die unbestreitbare Stärke dieses Werks ist: Authentisch-offene Depression.