laut.de-Kritik

Thrash mit einigen technischen Glanzstückchen.

Review von

Allzu zahlreich sind französische Bands in der internationalen Metal-Welt nicht vertreten. In meinem heimischen CD-Regal sieht es noch spärlicher aus, finden sich dort doch gerade einmal die Werke der längst verblichenen Massacra und der momentan schwer angesagten Gojira.

Allerdings haben sich dort vor kurzem auch Winds Of Torment einen Platz verdient, die mit "Delighting In Relentless Ignorance" ihr Debüt vorlegen. Musikalisch bewegen sie sich zwischen Black Metal und melodischem Death Metal. Die zu überlangen Songs neigenden Franzosen setzen dabei auch ganz gerne ein paar technische Glanzstückchen wie bei "My Daydreams’ Specters" oder "The Other". Allerdings laufen die restlichen Stücke ebenfalls nicht rein nach konventionellen Schnittmustern ab.

Während sich das Quintett innerhalb der Songs meist auf hohe Geschwindigkeit konzentriert, nutzen sie die Intros gerne, um das Tempo ein wenig zu variieren. So startet "The Unspoken Pact" mit einem recht schleppendem Beginn, oder "The Other" mit einem gelungenen Akustik-Intro, nur um danach wieder richtig durchzustarten. "Relentless Ignorance" beginnt hingegen wie eine erstklassige Thrash-Nummer wie sie auch von Carnal Forge stammen könnte, schwenkt aber gegen Ende in deutlich technischere Gefilde um.

"Swallowing The Ashes Of Guilt" legt erneut mit einem akustischem Intro los, das aber nur die Einleitung zum längsten und auch ausgefeiltesten Stück der Franzmänner ist. Zahlreiche Breaks und überraschende Melodie- und Tempiwechsel machen die Nummer zur unangefochtenen Nr. 1 auf der Scheibe. Vor allem die klar gesungenen Verse zum Schluss hin sind gut gelungen, wenn man davon absieht, dass Franzosen einfach kein Englisch sprechen können. Ich dachte zunächst ernsthaft, Xavier singt in seiner Landessprache ...

Abwechslung ist die halbe Miete. So startet "Rules Overload" noch recht rockig, wechselt im weiteren Verlauf aber in eine sehr epische Ausrichtung. Das abschließende, rein instrumentale "Within The Last Rays" lässt sich am längsten Zeit, bis es Fahrt aufnimmt, kracht aber dann ebenfalls ordentlich.

Trackliste

  1. 1. Of Solemn Emptiness
  2. 2. Devoid Of Essence
  3. 3. My Daydreams' Specters
  4. 4. The Unspoken Pact
  5. 5. The Other
  6. 6. Relentless Ignorance
  7. 7. Swallowing The Ashes Of Guilt
  8. 8. Rules Overload
  9. 9. Within The Last Rays

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