Porträt

laut.de-Biographie

Venues

In den 2010er-Jahren als Post Hardcore-Band aufzufallen, ist nicht gerade einfach. Wie das ein Genre-Boom so mit sich bringt, sprießen solche Truppen zum Zeitpunkt nur so aus dem Boden – selbst im musikalisch nicht gerade trendsettenden Deutschland. Doch bei nur wenigen dieser Bands stellt sich eine Frau ans Mikro. Auftritt Venues: Sie haben Nyves.

Venues - Aspire Aktuelles Album
Venues Aspire
Die Stuttgarter bringen frischen Wind in die Post Hardcore-Szene.

Ihr erstes Lebenszeichen gibt die Band bereits 2013 von sich. Gegründet als Break Down A Venue veröffentlichen sie zunächst das Album "Colouring Our Past". Später wird es kaum mehr aufzufinden sein. Unter dem ursprünglichen Namen folgen die selbstbetitelte 3-Track-EP "Break Down A Venue" und wenig später das sechs Stücke starke "My True North". Dann beginnen die Veränderungen.

2017 beginnen die Stuttgarter mit einer Namensänderung. "A lot has changed and so have we. We're VENUES.", verkünden sie auf ihrer Facebook-Seite. Außerdem stellt die Band einen neuen Bassist vor. Die Urbesetzung für Venues liest sich so wie folgt: Nyves (Vocals), Constantin Ranis (Gitarre), Toni Lixx (Gitarre), Florian Brett (Bass) und Dennis Vanhöfen (Schlagzeug), Robin Baumann (Vocals). Venues kann also getrost als neue Band verstanden werden und als solche kommunizieren die Musiker es fortan auch nach außen. Als neuen Startpunkt sehen sie das Jahr 2015 und die "Break Down A Venue"-EP, die sie via Bandcamp fortan auch unter dem Banner Venues vertreiben.

Durch absolute Hingabe und über die Jahre in DIY-Manier erarbeitete Professionalität bespielt das Sextett noch vor dem ersten Album recht namhaft besetzte Bühnen. Unter anderem eröffnen sie Shows für Eskimo Callboy, Deez Nuts, Callejon, Caliban und Itchy.

Schon der Titel des offiziellen Debütalbums unterstreicht 2018 die hohen Ziele: Es heißt "Aspire", Englisch für 'aufstreben'. Die Grundlagen dafür sind definitiv vorhanden. Dank der doppelten Vocalspitze Nyves/Robin decken Venues ein breites Spektrum von harsch bis poppig schön ab. Während Nyves sich auf Klargesang konzentriert, hält Robin mit aggressiven, emotionalen Shouts dagegen.

Instrumenell driften Venues von der Post Hardcore-Basis auch gerne in moderne Pop-Metal- und Alternative-Gefilde ab. Manchmal weht auch eine leichte Gothic-Brise durch Songs wie "Shades Of Memory". Christoph Wieczorek von den Labelkollegen Annisokay sorgt im Studio für passend druckvollen Sound und absolviert auch einen musikalischen Gastauftritt.

"Anfangs war die Band eher ein Hobby für uns alle", resümiert Robin anlässlich des Albumreleases gegenüber dem australischen Heavymag. "Wir waren jüngere Kerle und ein Mädel, die versuchten ein bisschen wie Rockstars zu sein und coole Musik zu schreiben. Aber seitdem haben wir und als Musiker und Personen ziemlich weiterentwickelt. Mit 'Aspire' haben wir die Richtung gefunden, in die wir unsere Musik führen wollen. So sollte es klingen. Wir sind erwachsen geworden."

Alben

Venues - Aspire: Album-Cover
  • Leserwertung: 2 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2018 Aspire

Kritik von Manuel Berger

Die Stuttgarter bringen frischen Wind in die Post Hardcore-Szene. (0 Kommentare)

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