laut.de-Kritik

In der Schnittmenge von Electro, Indie und Wave.

Review von

Konsequent haben es die Kitsuné-Köpfe verstanden, ihren Output mit dem Zeichen der Originalität zu versehen. Die eigene Handschrift als Grundlage für eine erfolgreiche Marke, das ist ein bewährtes Rezept. "Kitsuné Maison Compilation 3" zeigt, dass sie auch in der elektronischen Musik bestens funktioniert.

Wofür die Marke Kitsuné steht? Für Clubmusik im weitesten Sinne möchte man sagen, ohne damit wirklich viel Licht ins Dunkel gebracht zu haben. Konkreter: für eine Mixtur aus Punk, House, Electro, Wave, Funk und Techno. Wenn ab und an mal ein bisschen Hip Hop anklingt, bringt das die Freigeister von Kitsuné auch nicht gleich aus dem Konzept. Mit dieser Attitude haben sich die Franzosen eine treue Fangemeinde erspielt, die mit "Kitsuné Maison Compilation 3", einmal mehr zur Tür herein gebeten wird, um die neuesten Veröffentlichungen und Acts des Labels zu bestaunen.

Los geht es mit Simian Mobile Disco, deren "I Believe" dank viel spacigem Disco-Charme ganz ungezwungen zum Tanz bittet. Der Opener ist denn auch einer der besten Tracks. Bekannte Namen wie Freeform Five oder Alex Gopher sind mit ihren Beiträgen eher im Durchschnitt angesiedelt. Dafür machen ein zwei Newcomer positiv von sich reden.

The Whip sind hier zu nennen. "Trash" ist ein schnörkelloser Indietrack, der mal ein bisschen in Richtung Wave mal ein bisschen in Richtung Pop schielt. Nach einem ähnlichen Muster ist Klaxons "Gravity's Rainbox" aufgebaut. Und auch hier funktioniert die Fusion von elektronischen und natürlichen Instrumenten bestens. Freunde des Kitsuné-Sounds kommen hier voll auf ihre Kosten. Genauso wie bei "Feel Good" von Boys Noize, das auf der Tanzfläche ein garantierter Winner ist.

Dennoch reicht die dritte Auflage des Kitsuné Maison qualitativ nicht an die Vorgänger heran, die jeweils immer eine Hitsingle als Kaufargument anführen konnten. Das ist dieses Mal anders. Viele Tracks sind ok und für DJs, deren hauptsächliches Betätigungsfeld irgendwo in der Schnittmenge von Electro, Indie und Wave liegt sicherlich unerlässlich. Alle anderen fahren jedoch besser, sich die Highlights als Maxi zuzulegen und auf das Füllmaterial zu verzichten.

Trackliste

  1. 1. Simian Mobile Disco - I Believe
  2. 2. The Lovely Feathers - Frantic
  3. 3. The Whip - Trash
  4. 4. Fox 'n' Wolf - Youth Alcoholic
  5. 5. Klaxons - Gravity's Rainbow Van She (Remix)
  6. 6. Freeform Five - Home Wit U
  7. 7. Boys Noize - Feel Good (TV=Off)
  8. 8. Gossip - In The Way Of Control (Soulwax Nite Version)
  9. 9. Alex Gopher - Motorcycle (Wet Clutch Short Edit)
  10. 10. The World Domination - Galactic Lover
  11. 11. Dead Disco - The Treatment (Metronomy Remix)
  12. 12. The Valentinos - Kafka! (Bag Raiders How'd Ya Like It At Five Remix)
  13. 13. Oh No! Oh My! - I Love You All The Time
  14. 14. The Whitest Boy Alive - Done With You
  15. 15. Digitalism - Zdarlight (Paranoid Asteroid Mix)

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