13. Mai 2011

"Wir sind eine Gang wie Al-Qaida"

Interview geführt von

Tyler, The Creator will nach Hause. Und wer sollte es ihm verdenken? Er ist auf Europa-Tour, erlebt einen selten zuvor dagewesenen (Internet-) Hype, hat fast 200.000 Follower bei Twitter und gerade sein offzielles Debüt "Goblin" veröffentlicht. Aber Tyler sehnt sich nach Normalität.Die Frage ist: Was sollte auf der Wunschliste dieses gerade 20-jährigen Jungspunds aus L.A. noch stehen? Er ist Rapper, Produzent, Video-Regisseur, emsiger Twitter-, Tumblr-, Facebook-, YouTube-, Formspring-, eBay-User und der Frontmann von Odd Future. Allen voran ist Tyler aber derjenige, der ausverkaufte Europa-Shows spielt und derzeit das meistdiskutierte Thema des Internets und Feuilletons darstellt.

"Goblin", das erste wirkliche Album der OFWGKTA-Bagage, knallt ins Hip Hop-Genre als das, was es abseits allen Geredes im Internet tatsächlich ist: Das dunkle, sehr explizite, jugendliche Ausleben absoluter kreativer Freiheit.

24 Stunden nach einem desaströsen Zusammentreffen mit der französischen Presse sitzt der Rapper entspannt beim Gruppengespräch im Biergarten des Berliner Cassiopeias. Neben laut.de ist der Spiegel vor Ort, arte, die Zeit, Visions, Rolling Stone und einige Radiosender. Sein Management hat alles dafür getan, dass das Thema Odd Future die größtmögliche mediale Reichweite bekommt.

Tyler, The Creator soll zum Mainstream werden. Dabei wünscht sich der nur wenige Stunden vor seiner letzten Show der ersten Odd Future-Europa-Tour alles andere. Er will das, was jeder andere Jugendliche aus L.A. will: ein neues Skateboard, jede Menge Spaß, Bacon Cheeseburger und, natürlich, die Regeln brechen.

Wie geht es deinem Auge? Tut es noch weh?

Tyler: Die Wunde nicht, aber der Knochen unter meiner Augenbraue.

Warst du beim Arzt?

Ne, ich hab es ertragen wie ein echter Gangster.

Was ist denn überhaupt passiert?

Ich hab keine Ahnung. Ich war beim Konzert in Paris in einem Moshpit und das letzte, an das ich mich erinnern kann, ist ein Ellenbogen, der mir gefährlich nahe kommt. Im Moshpit kann ich all meinen Frust abladen und Leuten einfach eins in die Fresse hauen.

Du bist ja Straight Edge - du wirst also vom Moshen high?

Ne, Leute anpissen, davon werde ich high.

Wie gefällt es dir in Europa? Du bist ja schon ziemlich weit weg von Zuhause ...

Es ist zum Kotzen. Da bin ich ganz ehrlich. Vielen Leuten gefällt es ja, um die Welt zu reisen. Ich hab aber ziemliches Heimweh und vermisse bestimmte Sachen. Das Essen ist zum Beispiel völlig anders. Ich will einfach nur ein paar Pfannkuchen und Bacon Cheeseburger. (Dreht sich zum Visions-Redakteur) Magst du Schwänze?

"Justin Bieber ist ein scheißjunger Nigga"


Anscheinend trinkst du ja keinen Alkohol und nimmst keinerlei Drogen?

Ich habe noch nie Alkohol getrunken. Niemals.

Wartest du auf deinen 21. Geburtstag, oder wie?

Ich warte auf die Grammy-Verleihung.

Dieses Jahr?

Nein, ich glaube eher nicht.

Aber du hoffst schon?

Naja, wenn es klappt, dann klappt es. Wahrscheinlich bekomme ich eh keinen Grammy für mein Album. Eher für meine zukünftigen Produktionen. Wenn ich irgendeiner Schlampe einen Hit produziere und sie dann dafür einen Grammy bekommt oder son Scheiß. Ich weiß noch nicht. Irgendwas wird schon klappen.

Sowas würdest du machen? Wenn Lady Gaga zum Beispiel ...

Ne, Lady Gaga nicht.

Beyoncé vielleicht?

Ja. Für sie würde ich sofort einen Track produzieren.

Rihanna?

Eher nicht.

Nicki Minaj?

Yeah, die mag ich. Sie ist großartig. Ich hab sie noch nie getroffen, aber wenn ich sie mal sehe, denke ich mir bestimmt nur: Oh scheiße, wie geil.

Aber ihren Kumpel Drake magst du ja nicht so.

Stimmt, Drake kann ich nicht ausstehen. Aber Nicki ist cool und kreativ. Viele finden sie ja nervig, aber ich finde sie cool.

Glaubst du, dass man deiner Musik anhört, dass du aus L.A. kommt?

Nein. Ich glaube nicht an diesen "Du bist ein Produkt deiner Umwelt"-Scheiß. Ich bin kein Produkt meiner Umwelt, ich bin ein Produkt meiner selbst. Ich find manchen Scheiß einfach lustig, anderen eher nicht. Ich bin einfach nur ich selbst. Manchmal zweifle ich schon an mir. Wenn ich mich zum Beispiel frage, ob ich diese Pizza jetzt wirklich mag. Normalerweise weiß ich aber ziemlich genau, was ich will und in welche Richtung ich möchte.

Ist das nicht auch das Credo von Odd Future? Sei du selbst?

Absolut. Genau das versuche ich zu predigen.

Was braucht man denn, um bei Odd Future dabei zu sein?

Äh, gar nichts. Du kannst nicht dabei sein.

Keine Chance?

Wir sind wie die Mafia. Eine Gang. So wie Al-Qaida. Da kannst du nicht einfach eintreten. Es ist wie eine Famile.

Aber Justin Bieber darf?

Ja gut, okay. Justin Bieber darf eintreten. Er ist ja quasi schon auf der Gästeliste. Er muss nur noch seine Mitgliedschaft bestätigen.

Ah, er ist bei Odd Future, weiß es aber selbst noch nicht.

Genau. (lacht)

Wieso bist du so vernarrt in Justin Bieber?

Alle hassen ihn so abgrundtief. Ich weiß gar nicht wieso. Er ist so verfickt talentiert. Und er ist cool. Er ist ein scheißjunger Nigga, der sein Ding durchzieht.

"Klamotten tauschen ist übel schwul"


Wen kennst du bei Odd Future schon am längsten?

Da gibt es einige. Wir sind einfach zu viele. Ich hab keine Ahnung.

Wie alt warst du, als ihr euch kennengelernt habt?

Manche kenne ich, seit ich 14 bin.

Achso, ich dachte schon länger, so mit sieben.

Ich hab schon Freunde, die ich kenne, seit ich sieben bin. Aber wir haben uns irgendwie auseinander gelebt.

Weil du so oft die Schule gewechselt hast?

Ne. Mit 14 oder 15 fängst du halt an - ich will jetzt nicht unbedingt sagen - dich selbst zu finden, aber man albert halt einfach nicht mehr rum. Dann merkt man recht schnell, mit wem du einen draufmachen und Scheiße bauen willst. So war es jedenfalls bei mir.

Aber es heißt doch, du hättest kaum Freunde gehabt in deiner Kindheit und Jugend.

Stimmt, ich hatte nicht viele Freunde.

Wie bist du dann auf einmal der Chef einer Crew geworden?

Ich hab einfach viele Leute um mich geschart, die so ticken wie ich und die auf die gleiche Scheiße stehen wie ich. Als ich noch jünger war, gab es einfach niemanden, der die gleiche Scheiße im Kopf hatte.

Aber wie wird man denn vom Einzelgänger zum Chef einer Familie? Wie hast du es geschafft, dass die ganzen Jungs dir folgen?

Weil ich ein Führer bin. Die meisten Führer sind doch irgendwie eigenartig.

Du bist also dazu geboren? So wie Simba bei "König der Löwen"?

Vielleicht sind auch all die anderen Führungspersönlichkeiten. Aber Führer können untereinander keine Freunde sein, weil sie ja Führer sind. (Dreht sich zum Rolling Stone-Kollegen:) Du magst also keine Schwänze?

Rolling Stone: Hab ich noch nie probiert. Vielleicht schmeckt es mir ja. Aber, wie gesagt, noch nie versucht.

Ah, es ist immer wieder verdammt lustig, spontan irgendwelche Leute zu fragen, ob sie Schwänze mögen.

Hast du das die französischen Journalisten auch gefragt? Die hatten sicher interessante Antworten ...

Ne, da gab es nur eine vollkommen bescheuerte Pressekonferenz, bei der mir völlig beschissene Fragen gestellt wurden.

Die Franzosen magst du jetzt also nicht so?

Ich mag keine Interviews. Punkt. Außerdem war die Pressekonferenz ziemlich komisch. Ich hab die als Idioten und Spasten beschimpft. Ich mag es einfach zu lügen. Es ist immer wieder ein großer Spaß, weil mindestens die Hälfte der Scheiße, die ich erzähle, geglaubt wird. Ich lüge. Ich lüge sehr viel.

Nach Berlin geht es wieder nach Hause?

Ja, ja.

Du klingst begeistert?

Ja!

Was wirst du als erstes zuhause machen?

Ich habe keinen blassen Schimmer. Ich werde tief einatmen, auf den verschissenen Boden fallen und ihn umarmen. Und ich werde mein Handy benutzen.

Lebst du noch dort, wo du auch aufgewachsen bist?

Ja.

Im gleichen Haus? Mit deiner Mutter?

Ja, aber wir ziehen bald um. Scheiße, mein scheiß Handy funktioniert hier nicht.

Wie twitterst du denn dann die ganze Zeit?

Ich muss mich an einen Computer setzen. Deswegen kommt da nicht so viel. Ich muss immer erst Internet suchen, um zu twittern. Eine absolute Scheiße ist das.

Du hast also keinen Ghost-Twitterer?

Nein, wieso sollte ich so eine Scheiße haben?

Haben sowas nicht berühmte Stars?

Keine Ahnung. (Schaut sich die Menschen an der Kletterwand an.) Was ist denn das für eine Scheiße? Scheiß-Touristen!

Weil du jetzt berühmt bist, musst du ja auch bald deine eigene Skateboard-Marke und ein Parfum herausbringen.

Meine eigene Linie kommt nächstes Jahr.

Klamotten?

Ja, aber limitiert wie die Sau. Und nur Scheiße, die ich selbst tragen würde. Von den Shirts, die ich mache, wird es dann weltweit nur 100 Stück geben. Ich mach das nicht fürs Geld. Die Leute werden sich nur denken: Scheiße nochmal, ich will diese Klamotten haben.

Jetzt mal ehrlich, du willst nicht steinreich werden? Dafür hättest du doch jetzt die Chance. Du kannst jetzt mit Touren und Plattenverkäufen richtig dick Kohle machen. Willst du das nicht?

Hell yeah, Nigga! Natürlich will ich reich werden und mir einen Haufen dumme Scheiße kaufen - Spielzeug und so ein Scheiß, weil ich mir keine Klamotten oder Schuhe mehr kaufen muss.

Hast du dir schon was geleistet? Einen Lamborghini oder so?

Ich habe mir gerade einen Pulli gekauft, von dem ich träume, seit ich 15 bin. Diesen BBC-Ice Cream-Hoodie. Ich liebe diesen scheiß Pulli verdammt nochmal.

Auf Ebay?

Ganz genau. Wenn ich jetzt was will, dann hol ich es mir einfach. Ich konnte schon immer recht gut mit Geld umgehen, auch als ich noch nicht viel hatte. Ich hab mir das alles einfach verdient. Jetzt kaufe ich mir halt den ganzen Kram, den ich schon seit Jahren haben will. Scheißegal ob jetzt ein T-Shirt oder Fahrrad. Oder diese Uhr hier. Ich kauf mir die Scheiße jetzt einfach.

Aber wie bewahrst du deine Motivation? Viele berühmte 19-Jährige machen es wie Miley Cyrus, nehmen Drogen und drehen komplett durch.

Ich kauf mir nur den Kram, den ich wirklich will.

Wenn du nach Hause kommst, warten also etliche Kartons mit Klamotten auf dich?

Ja, ich habe verdammt viele Klamotten. Wahrscheinlich mehr als ihr alle zusammen. Ich habe mehr als 300 verdammte T-Shirts und etliche scheiß Pullis.

Tauscht ihr untereinander auch die Klamotten?

Ach was. Klamotten tauschen ist übel schwul. Erstens ist es schwul, zweitens mag ich es nicht, meine Klamotten zu teilen und drittens hasse ich es, wenn andere Leute das gleiche tragen wie ich.

Wie ist es, wenn du in L.A. bist?

Ich kann da nichts mehr machen. Die ganzen Mädels und der ganze Scheiß. "Können wir ein Foto machen?" Nein, können wir nicht. Leck mich!

Hast du erwartet, dass das alles so schnell gehen würde?

Nein, nicht so schnell. Ich habe nicht gedacht, dass ich nichts mehr draußen machen kann. Ich wusste nicht, dass es so sein würde. Es ist zum Kotzen.

Mit XL hast du nur einen Vertrag über ein Album. Wirst du mit XL weiter arbeiten oder dein eigenes Ding machen?

Wir haben bereits unser eigenes Label: Odd Future Records. Wenn es das nicht gäbe, würde ich auf jeden Fall noch ein Album mit XL machen. Die behandeln mich auf jeden Fall richtig scheiße gut!

Und sie haben es irgendwie geschafft, dass dein Album nur einen Tag vor der Veröffentlichung leakte.

Ja, ich habe denen gesagt, dass sie es auf keinen Fall zu früh rausschicken dürfen. Sie haben es einfach nicht rausgegeben. Ganz einfach. Niemand hatte es.

Ich habe es heute morgen bekommen. Hier ist es.

Echt? Kann ich es sehen? Kann ich es aufmachen? Scheiße, ist das verrückt.

Hast du es etwa noch nicht fertig gesehen?

Doch, aber trotzdem. Davon habe ich mein ganzes Leben geträumt. Das ist so verdammt verrückt.

Du hast das ganze Artwork selbst gemacht?

Ich habe komplett alles selbst gemacht. (Schaut sich sein Album an.) Ich habe dieses Bastard-Gesicht gemalt. Ich hatte hundertprozentige kreative Freiheit.

Wie alt warst du auf dem Bild auf der Rückseite?

Vielleicht fünf. Das war in der Schule, in der Odd Future-Schule. (Blättert durch das Booklet.) Dieses Bild hat mein Manager gemacht. Ich sehe da so verdammt eingebildet aus. Wie ein reicher Rapper. Wie ein scheiß verdammt reicher Rapper. Yeah, yeah.

Ist es ein Konzeptalbum geworden?

Ja, aber wenn du es von hinten nach vorne hörst, hat es noch mehr Energie. (Schaut weg.) Das Mädchen da sieht ziemlich traurig aus. Als ob ihr jemand die Handtasche geklaut hätte. Sind die hier alle so?

Man sagt, Europäer sind zurückhaltender als Amerikaner. Nicht ganz so laut.

Ich werd sie mal ansprechen und fragen, wie es ihr so geht.

Willst du sie anmachen?

Nein, nicht anmachen. Nur fragen, wie es ihr so geht. So: Hast du Bock auf einen Schwanz?

Wie ist es mit deinem Management - wie haben sie dein Vertrauen gewonnen?

Ich vertraue nach wie vor niemandem.

Aber dein Manager hat doch sogar ein Bild in deinem Booklet gemacht. Wie hat er dein Vertrauen gewonnen?

Ich wusste einfach von Beginn an, dass er es nicht wegen des Geldes macht oder nur auf den Hype aufspringen will. Er ist mein Kumpel. Ich hänge ständig bei ihm zuhause rum. Es ist wie mein zweites Zuhause. Er kam an und sagte mir: Ruf mich einfach an, wenn du keinen Bock auf mich hast, sag mir einfach bescheid. Ich hab mich gefühlt, als wäre ich wieder 16 Jahre alt. Ich hasse ja alles.

Er hat früher bei Interscope gearbeitet und er hasst diese ganze Scheiße mittlerweile auch. Außerdem wollte er mich nicht alleine. Nicht nur Tyler. Er wollte Odd Future. Er meinte, er will uns den ganzen Scheiß geben, den wir uns wünschen. Nicht was alle anderen wollen. Ihr wollt in die scheiß Fantasy Factory? Dann gehen wir eben in die scheiß Fantasy Factory.

Es sind diese kleinen scheiß Dinge, die ich feiere. Mein Management sorgt dafür, dass diese Dinge das Wichtigste bleiben. Er hat früher das Marketing für Shady/Aftermath gemacht. Den ganzen G-Unit-Scheiß. Er war da überall dabei. Davon erzählt er mir auch immer. Das ist ziemlich verrückt für mich, weil Eminem ja mein Lieblingsrapper ist.

Du benutzt häufig das Wort schwul, meinst damit allerdings nicht dessen eigentliche Bedeutung, oder?

Genau, es geht nicht ums Schwulsein, nicht um das Wort. Es ist als Redewendung gemeint. Ich bin nicht homophob und habe schwule Freunde. Ich benutze das Wort nur, wenn etwas dumm ist. Es mag Leute provozieren, aber wir wollen damit niemanden verletzen. Wenn ich älter bin, werde ich vielleicht mal damit aufhören, aber im Moment geht mir das am Arsch vorbei.

Ich habe eine politische Frage. Wann hast du vom Tod Osama bin Ladens gehört?

Interessiert mich nicht. Ich hab halt gedacht: Scheiße, endlich. Es war mir egal. Ist es noch immer. Ich habe nicht mal einen Witz darüber gemacht. Osama ist mir egal. Find ich nicht witzig. Geht mir am Arsch vorbei. (Schaut auf sein Albumcover.) Mann, das Cover ist vielleicht geil.

Nach deiner Musikkarriere willst du nur noch Videos machen, habe ich gelesen. Wann wirst du denn aufhören, Musik zu machen?

Vielleicht in fünf Jahren. Wenn ich 25 bin oder so. Dann drehe ich Musikvideos und mache Kurzfilme. Meine Aufmerksamkeit reicht nicht für einen ganzen Film. Geht einfach nicht. Mit 16 habe ich bereits das Drehbuch für einen scheiß 20-minütigen Film geschrieben, eine verfickte Komödie. Diese Adult Swim-Sache, an der ich gerade dran bin, wird 22 Minuten lang gehen.

Machst du auch das Editing?

Nein, aber wir werden da schon ein Auge drauf haben. Aber das wird kein Zeichentrick, es wird eine richtige Show.

Eine Reality-Show?

Nein, nicht unbedingt eine Reality-Show. Im Grunde genommen zeigt es einfach nur uns dabei, wie wir die Scheiße bauen, die wir lustig finden. (Schaut sich um.) Oh Mann, dem scheiß Kind da würde ich gerne in die Fresse hauen.

Was? Dem kleinen Kind da?

Ja, der kam grad auf mich zu. Schau, so einen Scheiß finde ich lustig. Einem Kind einfach die Fresse polieren.

Wieso hast du deine Show beim SXSW-Festival in Texas nach drei Songs abgebrochen?

Es war zum Kotzen. Da wimmelte es nur so von Journalisten. Ich mag keine Journalisten, deswegen bin ich abgehauen.

Tylers Manager taucht auf: Wir würden jetzt das TV-Interview machen. Hast du Lust auf TV?

Nein, scheiße. Ich werd mich wie ein richtiges Arschloch benehmen. Ich habe mich bei Interviews eigentlich noch nie wie ein richtiges Arschloch benommen. Ich werd es einfach mal ausprobieren und sehen, ob es mir gefällt.

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