laut.de-Kritik

Bärenstarke Ex-Killswitch Engage-Jungs.

Review von

Killswitch Engage-Gitarrist Adam Dutkiewicz war schon immer mindestens so sehr Weirdo, wie Workaholic. Als ihn 2008 seine Rücken-OP dermaßen außer Gefecht setzte, dass er die Tour nicht mitfahren konnte, stand es wohl nie zur Debatte, einfach nur auf die Genesung zu warten.

Noch auf dem Krankenbett hielt Adam nach den 'Dumdidum'-Prinzip die ersten Ideen auf Tonband fest und entwarf so nach und nach das komplette Album, das nun unter dem Titel "The Hymn Of A Broken Man" in den Regalen liegt.

Allerdings kreierte Adam die Scheibe nicht für Killswitch Engage. Die Musik spielte der Tausendsassa komplett alleine ein, und für den Gesang geisterte ihm auch nicht Howard Jones durch den irren Schädel - sondern Jesse Leach.

Der sang bekanntlich das Killswitch Engage-Debüt "Alive Or Just Breathing" ein und machte sich danach vom Acker. Die Freundschaft zwischen blieb jedoch, und beide sind unter dem Banner Times Of Grace wieder vereint. Das Ergebnis: ein bärenstarkes Album, das sich hinter den Killswitch-Scheiben zu keiner Zeit verstecken muss.

Dass die Parallelen dennoch allgegenwärtig sind, dürfte nicht weiter verwundern. Schließlich bewegt sich das Material zu weiten Teilen im Metalcore und der Wechsel zwischen Screams und klaren, epischen Gesangslinien ist für Jesse Leach gewohntes Terrain. Keiner zeigt auch nur den Hauch einer Schwäche, und der Opener "Strenght In Numbers" gibt in aller Deutlichkeit vor, was einen die nächsten knapp 50 Minuten erwartet.

Über die Qualitäten von Mr. Dutkiewicz als Songwriter und Produzent muss man sich zudem kaum streiten. Einzelbetrachtung verdienen insofern die Songs, die ein wenig aus dem Rahmen fallen. Da wäre zum einen "Until The End Of Days", das beim Thema Vocals alle Register zieht und sich nach dem besinnlichen Einstieg in einen düster schleppenden Song verwandelt.

Dass sich auch Adam als passabler Shouter und Sänger durchgeht, führt "Live In Love" vor Augen. Erwähnenswert sind zudem das düstere "The End Of Eternity", das sich gemächlich steigert oder der sehr melodische Abschluss namens "Fall From Grace". Dennoch sticht vor allem der Southern-Rock von "The Forgotten One" hervor: Dass Jesses Stimme hier sehr gut passt, weiß man nicht erst seit seinen Seemless-Zeiten.

Trackliste

  1. 1. Strength In Numbers
  2. 2. Fight For Life
  3. 3. Willing
  4. 4. Where The Spirit Leads Me
  5. 5. Until The End Of Days
  6. 6. Live In Love
  7. 7. In The Arms Of Mercy
  8. 8. Hymn Of A Broken Man
  9. 9. The Forgotten One
  10. 10. Hope Remains
  11. 11. The End Of Eternity
  12. 12. Worlds Apart
  13. 13. Fall From Grace

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6 Kommentare

  • Vor 7 Jahren

    gefällt mir um einiges besser als das letzte Killswitch Album. mehr abwechslung und wie ich finde besseres songwriting von Adam

  • Vor 7 Jahren

    Jou gefällt mir ebenfalls besser als killswitch weils etwas technischer ist und nicht so viel hall beigemischt wurde...Ist im großen und ganzen ein ganz nettes album, aber nichts wirklich neues. Hebt sich von anderen metalcore bands nicht wirklich ab.
    Hat auch nicht sone hohe halbwertszeit meiner meinung nach.

  • Vor 7 Jahren

    Ist ja nicht allein Metalcore, sondern eben abwechslungsreicher und darum auch besser wie der Einheitsbrei, der das Genre durchsetzt. Und bei "Times of Grace" denkt man an ein Meisterwerk der Band Neurosis (ob da der Name erkommt?). Ist ein sehr gelungenes Album, das mal an die frühen Zeiten "Alive or just breathing" erinnert und zeigt leider, zu was für ein beschissenes Genre sich mittlerweile "Metalcore" entwickelt hat.

  • Vor 7 Jahren

    Geiles Album. Wesentlich besser als die letzte CD von KSE. Vor allem find ich diese Southern- Rock- angehauchten Sachen geil, die dem Album als Ganzes auch 'ne eigene Note verpassen, und Abwechslung bietet zwischen den ganzen guten Metalcore- Nummern.

  • Vor 7 Jahren

    Na ja irgendwie gefällt mir die Stimme vom jetzigen KSE Sänger ne ganze Ecke besser.

  • Vor 7 Jahren

    hier und da ein wenig. . .merkwürdig . .
    naja wie dem auch sei, ein sehr überzeugendes Album
    je öfter ichs mir jedoch anhöre desto besser wirds
    hoffe aufs graspop um se live zu erleben