laut.de-Kritik

Fans von Shinedown oder Alter Bridge sollten mal ein Ohr riskieren.

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Ihr wollt endlich eine neue Dosis Shinedown, aber bis Brent Smith und seine Jungs wieder was am Start haben ist der Sommer vermutlich wieder rum? Dann gibt es hier das musikalische Methadon in Form des zweiten Albums von Those Damn Crows.

Falls euch der Name der Band nichts sagt, geht es euch so wie mir bis vor kurzem. Aber das muss ja nicht so bleiben, denn die Waliser Band hat mit "Point Of No Return" ein echt gutes Album vorgelegt. Dass man schon beim ersten Song deutlich Parallelen zu Shinedwon ausmacht – geschenkt. Zumal die Songs von Those Damn Crows tatsächlich organischer klingen, als vieles, was die Kollegen aus Florida zuletzt vorgelegt haben.

Dennoch kämpfen die Waliser mit dem Problem, dass ihr Album fast ein wenig zahm anfängt und man sich erst im Laufe der Scheibe so richtig warm gespielt hat. Der Einstieg mit "Who Did It" ist ordentlich, aber erst "Set In Stone" bekommt etwas Saft in den. "Sin On Skin" und "Be You" schielen recht deutlich auf den Mainstream und mit "Never Win" kommt die unvermeidliche Klavierballade mit Streichern. Vielleicht n bisschen kitschig, aber man kommt drüber weg.

Zumal mit "Send The Reaper" und auch "Kingdom Of Dust" erwartungsgemäß der Härtegrad nach oben gedreht wird. Zumindest braten die Gitarren ganz ordentlich, was wohl den beiden Produzenten Colin Richardson (Bullet For My Valentine, Machine Head) und Andy Sneap (Judas Priest, Trivium) geschuldet ist. Warum man gleich zwei dieser bestimmt hochbezahlten Topleute benötigt, bleibt mir allerdings ein Rätsel.

Und jetzt kommt Fahrt in die Sache. "Going Down" ist ne straighte Rocknummer und man kann sich vorstellen, dass die Jungs live mit Sicherheit enorm viel Spaß machen. Und auch im Auto fährt es sich mit nem Track wie "King Of Second Chances" auf den Ohren sportlich und mit einem Grinsen im Gesicht.

Auch wenn ich persönlich ein wenig den Eindruck habe, dass die Halbwertszeit von "Point Of No Return" begrenzt ist – aktuell gehen Nummern wie "Go Get It" oder "Hey Man (Look At Me Now)" gut ins Ohr. Und warum "Devil In My Pocket" mit diesem Drive ganz am Schluss geparkt wurde – keinen Schimmer. Fans von Shinedown oder Alter Bridge sollten jedenfalls mal ein Ohr riskieren.

Trackliste

  1. 1. Who Did It
  2. 2. Set In Stone
  3. 3. Sin On Skin
  4. 4. Be You
  5. 5. Never Win
  6. 6. Send The Reaper
  7. 7. Kingdom Of Dust
  8. 8. Going Down
  9. 9. Long Time Dead
  10. 10. King Of Second Chances
  11. 11. Go Get It
  12. 12. Hey Man (Look At Me Now)
  13. 13. Devil In My Pocket

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2 Kommentare

  • Vor 2 Jahren

    Wer Fan von Alter Bridge und Shinedown ist, sollte lieber generell seine Ohren ersetzen.

  • Vor 2 Jahren

    Da hat ja mal wieder einer überhaupt keine Ahnung. Unqualifizierter Kommentar. Was Those Damn Crows angeht, so ist das musikalisch sicherlich nichts neues, aber gut gemacht. Und Shinedown als Vergleich kann man unterschreiben. Zudem erinnert der ein oder andere Song an Daughtry. Mit Alter Bridge hat das allerdings wenig zu tun, dafür sind die Songs viel zu simpel gestrickt. 3 von 3 geht klar und wenn irgendwann mal wieder Konzerte besucht werden dürfen, dann würde ich doch glatt mal die Live-Qualität dieser Combo testen wollen.