laut.de-Kritik

High Octane Rock für die Karre, mit Mundharmonika-Solo.

Review von

2009 setzten fünf gestandene Musiker mit "The New Black" ein fettes Zeichen im Heavy Rock. 2011 stellten sie mit "II: Better In Black" unter Beweis, dass sie das jederzeit wiederholen können und 2013 ist es nun an "III: Cut Loose", die letzten Zweifler zum Verstummen zu bringen.

Und die sollten sich schon beim Opener "Innocence & Time" mit offenem Mund auf den Arsch setzen, denn Fabs und Leimsen haben bei der Nummer ganz tief in der Motörhead-Kiste gekramt und einen perfekten Opener für ihr Album hingelegt. Dabei ist dieser räudige und heftige Einstieg in das Album eigentlich irreführend, denn "III: Cut Loose" zeigt vor allem, dass diese fünf Herren ein ausgezeichnetes Händchen für die richtige Melodieführung besitzen.

Beide Gitarristen glänzen sowohl mit gefühlvollen und extrem bluesigen Soli, als auch mit kleinen, aber feinen Leads, die die charismatische Stimme von Sänger Fludid gekonnt untermalen. Seltsamerweise bleibt gerade jener bei "Count Me In" unter seinen Möglichkeiten. Doch der Refrain holt die Kohlen wieder aus dem Feuer.

Hat einen der Song erst mal gepackt, bekommt man die Nummer nicht mehr aus dem Ohr. Und genau so geht es nahtlos weiter, denn The New Black haben ihre Songs durch und durch mit Hooks und Melodien gespickt, die vielleicht nicht gleich beim ersten Durchlauf mit heller Flamme lodern, aber zumindest ein Glimmen entfachen, das sich mit jedem Durchlauf weiter ausbreitet.

Für das schön oldschoolige "Superhuman Mission" haben sich Chris Birx von Motorjesus und Tyler Voxx von The Bulletmonks im Studio eingefunden, um die Jungs gesangstechnisch ein wenig zu unterstützen. Die satte Durchschlagskraft des Openers bringen sie leider nur mit dem abschließenden "Antidote" noch einmal auf die Matte.

Als rockt der Titeltrack straight nach vorne weg. "Any Colour You Like (As Long As It's Black)" besitzt einen enormen Drive. Das ist High Octane Rock für die Karre, da passt auch ein cooles Mundharmonika-Solo wie die Faust aufs Auge.

Für die Mädels haben sie mit "One Thing I Know" dabei, das einer Ballade noch am nächsten kommt. Wer sich die Limited Edition abgreift, bekommt noch vier Akustikversionen oben drauf. Weder in der einen noch in der anderen Version reißt mich aber "Burning D" sonderlich vom Hocker, auch wenn er sich vom Text her als Video eignen würde.

Auf der kommenden Rock'n'Roll-Overdose-Tour sind Motorjesus wegen Chris' OP nicht mit dabei. Dass The New Black dort zusammen mit Psychopunch, Supercharger, den V8 Wixxxern und '77 trotzdem Arsch treten werden, steht aber außer Frage.

Trackliste

  1. 1. Innocence & Time
  2. 2. Count Me In
  3. 3. Muzzle & Blinkers
  4. 4. Superhuman Mission
  5. 5. Cut Loose
  6. 6. Any Colour You Like (As Long As It s Black)
  7. 7. Burning D
  8. 8. Not Quite That Simple
  9. 9. Sharkpool
  10. 10. The Unexpected Truth
  11. 11. One Thing I Know
  12. 12. Antidote
  13. 13. Vein Of Silver (Bonus Track)
  14. 14. Stuck (Suburban End Of Luck) - Acoustic
  15. 15. The Worst - Acoustic
  16. 16. Tightrope - Acoustic
  17. 17. Burning D - Acoustic

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16 Kommentare

  • Vor 7 Jahren

    @Sancho («
    Da du bei fast jeder Platte die hier von Eddy besprochen wird hatest wie sonst was dann kann auch schonmal der ein oder andere Verriss von dir untergehen. »):

    Einer muss dem Till eben seinen Eulenspiegel vorhalten. Werde aber in Zukunft nur einen Einzeiler setzen, der die Dummheit des Lauch-Metalkaspers angemessen eruiert. Versprochen.
    @eddy (« Ich überles schon ganz automatisch alles, wo Jadegustl dran steht :) »):

    Sanchos Beitrag gelesen und geantwortet - klar widersprich dir selber, du Zottelzote. Dein Gewäsch nehme ich auch nur äußerlich zur Beanstandung - beruht auf Gegenseitigkeit.

  • Vor 7 Jahren

    Das Ding gibts bei einem großen Versandhändler für 5 Euro als MP3 Download. Für meinen Geschmack ballert es aber nicht genug.

  • Vor 7 Jahren

    Eddy der Geist hat durchaus Recht.

    Ich finde mittlerweile auch das die Qualität in diesem Bereich oft sehr mau ist. Vom stilistischen/schreiberischen Stil her kannst du dich nahezu gar nicht mit den anderen Autoren messen. Und dann ist deine Wortwahl, auch gegenueber Lesern, sehr unreif.

    Und dann kommt hinzu, dass wirklich viel Schund veröffentlicht wird und irgendwie seine drei Punkte kassiert und einen Drei-Zeiler bekommt. Denn viel und ausfuehrlich schreibst du auch nur selten.

    Es waere also auch angebracht wenn du an dir arbeiten wuerdest, textlich und auch an deinem musikalischen Horizont. Dann wuerden auch viele viele Perlen nicht untergehen. (ja ich weis, bewertet wird was da ist, aber es geht auch um erwaehnen zB im Splitter)