laut.de-Kritik

Selbstbewusstsein, Drogen und Freizeit: Der Mix für ein Meisterwerk.

Review von

Im Frühjahr 1966 lag ein Gefühl von Veränderung in der Luft. Nur wenige Monate zuvor hatten die Beatles auf ihrem sechsten Studioalbum "Rubber Soul" erste Anzeichen einer neuen und ungewohnten musikalischen Richtung angedeutet. Als wäre dieser Umstand nicht schon aufregend genug gewesen, nahmen sich die Fab Four vor Beginn der Arbeit an ihrem neuen Album sogar noch eine geplante Auszeit von drei Monaten. Im Kosmos der Band bis dato undenkbar.

Während die Menschen über den nächsten Schritt der größten Pop-Band der Welt somit nur rätseln konnten, widmeten sich alle Bandmitglieder dem, was sie abseits der Musik zu dieser Zeit am meisten interessierte. So versanken John und Paul zunehmen tiefer in der Welt der Drogen, und George befasste sich immer intensiver mit seiner Faszination für die indische Musik und Spiritualität. Ringo versuchte sich hingegen als Geschäftsmann mit einem kleinen Bauunternehmen namens Bricky Builders.

Vollgepumpt mit Drogenerfahrungen und frei von jeglichen Zwängen ging es im April 1966 trotzdem zurück ins Studio, um mit der Arbeit an "Revolver" zu beginnen. In einer Zeit, in der McCartney, Lennon, Harrison und Starr die Gesellschaft der jeweils anderen noch genossen, fiel dieser Prozess auch nicht sonderlich schwer, obwohl McCartney schon jetzt einmal mehr die treibende Kraft war, damit die Band die Gemütlichkeit gegen die Arbeit an neuem Material eintauschte.

Dass die Beatles zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr die vier unschuldigen, süß-frechen Vorzeige-Posterboys des englischen Pops waren, war vielen Menschen trotz der Umbruchatmsophäre auf "Rubber Soul" allerdings immer noch nicht bewusst. So brauchte es erst "Revolver" mit über 300 Stunden Studioarbeit, um die "neuen" Beatles in den Köpfen der Menschen zu festigen und gleichzeitig die künstlerische Hochphase des Quartetts einzuleiten. Zwar hatte "Rubber Soul" schon einen ersten Einblick in den psychedelischen Horizont und die musikalische Reform der Fab Four gegeben, dennoch erreichten die Experimentierfreudigkeit und der Ehrgeiz, etwas Ungehörtes und Einzigartiges zu kreieren, auf "Revolver" ihren Zenit.

Diese Veränderungen prägen bereits Harrisons regierungskritischen Opener "Taxman", denn dieser bringt gleich zwei ungewöhnliche Entscheidungen zum Vorschein. Erstmals beschließt die Gruppe, dass Harrison ein Beatles-Album eröffnet, ironischerweise ist es dann jedoch nicht er, der das Gitarrensolo zu seinem eigenen Song beisteuert. Stattdessen schnappte sich McCartney die E-Gitarre, nachdem er seine stundenlang andauernde Frustration über Harrisons vergebliche Versuche, das Solo selbst bei halber Tape-Geschwindigkeit zu meistern, nicht mehr zurückhalten konnte. So provozierte dieser Moment eines der denkwürdigsten Solos der Bandgeschichte.

Trotz des Rückschlags bleibt aber "Revolver" das Album, auf dem Harrison mehr Eigenes als jemals zuvor einbrachte. Neben "Taxman" schafften es mit "Love You To" und "I Want To Tell You" gleich drei Harrison-Kompositionen auf die finale Tracklist. Nur auf dem "White Album" sollten es mit vier Tracks noch mehr werden. Auch wenn er zu dieser Zeit noch nicht der geniale Songwriter war, zu dem er sich auf späteren Werken wie "Abbey Road" und seinem herausragenden Solo-Triplealbum "All Things Must Pass" entwickelte, fügen sich die Stücke trotzdem ambitioniert zwischen Lennons und McCartneys Beiträgen ein.

Während "I Want To Tell You" klassische Beatles-Harmonien mit einer leicht psychedelischen Note beschwört und die einzelnen Anteile der vier Musiker gleichsam in den Vordergrund stellt, versprüht "Love You To" von der ersten Sekunde an das Gefühl eines Harrison-Eigengewächses. Mit minimalen Anteilen der anderen Bandmitglieder war die Bahn frei für den großen Auftritt von Harrisons geliebter Sitar und weiteren indischen Instrumenten wie der Tabla. Während er seine neugewonnen Skills am Instrument allerdings nur im Rahmen des Intros zur Schau stellt, ist es die Mithilfe des indischen Tabla-Spielers Anil Bhagwat und des Asian Music Circle, die das Stück zu einem Meilenstein der Einbindung von klassisch indischer Musik in einen westlichen Kontext transformierte.

"Revolver" wäre jedoch nicht der zeitlose Klassiker, der es ist, wenn nicht jeder Beatle zu dieser Zeit in einem unnachahmlich kreativen Kosmos unterwegs gewesen wäre. Gerade Lennons oftmals unzufriedene Haltung sorgte für eine der größten technischen Errungenschaften der Musikgeschichte. Genervt von den Strapazen des Double-Trackings bei Gesangsaufnahmen und zugleich angetrieben vom Wunsch, auf "Tomorrow Never Knows" wie ein von einem Berg schreiender Dalai Lama zu klingen, beauftragte Lennon Toningenieur Ken Townsend, eine Lösung für das Problem zu finden. Dieser Impuls führte zur Geburtsstunde des revolutionären Artificial Double Tracking.

Begeistert vom Ergebnis, nutze das Quartett die neue Technik, die wiederholtes Aufnehmen von Vocal-Takes überflüssig machte, auf zahlreichen Tracks des Albums. Sowohl die Lead-Gitarre auf "Taxman" als auch Teile von "Doctor Robert" und die von Harrison rückwärts eingespielten Gitarrenparts auf Lennons verträumten "I'm Only Sleeping", die ohnehin schon eine weitere Innovation der Beatles waren, wurden mit diesem Flanger-Effekt verfeinert.

Auf dem Herzstück des Albums, "Tomorrow Never Knows", kam der Effekt entgegen weitverbreiteter Meinung allerdings nicht zum Einsatz. Wenn ein Song auf "Revolver" aber auch ohne die technische Finesse des ADT auskam, dann war es dieser epochale Schlusstrack, der zur damaligen Zeit eine einzige Wundertüte darstellte und verschiedenste Elemente des Albums kombinierte. Nicht nur, dass Lennons Vorstellung seiner Dalai Lama-Imitation in Erfüllung ging, auch die Rückwärtsgitarren feierten ihr Comeback. Wie Wahnsinnige verfrachteten Produzent George Martin und McCartney außerdem über zwanzig experimentelle Tape-Loops mit verschiedenen Geschwindigkeiten in das Arrangement des Songs.

Zuletzt packte Toningenieur Geo Emerick einen Pullover in Starrs Kick-Drum und platzierte das Mikrofon deutlich näher als laut Studioregeln erlaubt, um so den dumpfen und stampfenden Bass-Sound zu erhalten, den die Band in verschiedenen amerikanischen Aufnahmen hörte und bis zu diesem Zeitpunkt vergeblichen zu replizieren versuchte. Zwar wurde Emerick in der Folge von EMI verwarnt, die Beatles hinderte all das aber nicht daran, ihrem Verlangen nach neuen Sounds ohne Rücksicht auf Equipmentverschleiß weiter nachzugeben.

Jedes Detail, nicht nur auf "Tomorrow Never Knows", sondern auf dem gesamten Album, sollte die neuen Interessen der Fab Four nach außen tragen und den bahnbrechenden Stil festigen, den sie bewusst anstrebten. Selbst wenn es die weniger experimentellen, mehr traditionellen Stücke des Albums auf musikalischer Ebene im ersten Moment kaum vermuten ließen, genügte schon ein Blick auf die Texte, um auch hier eine klare Veränderung der Vorlieben zu erkennen. So entpuppt sich das von Bläser begleitete "Got To Get You Into My Life" schlichtweg als McCartneys persönliche Ode an sein Marihuana, nachdem er kurz zuvor erstmals auf den Geschmack gekommen war. "She Said She Said" bezieht sich als eingängiges, gitarrenlastiges Stück auf Lennons LSD-Erfahrungen zusammen mit David Crosby, Roger McGuinn und Schauspieler Peter Fonda, wohingegen "Doctor Robert" wiederum die parodistische Geschichte eines Doktors erzählt, der seine Patienten durch Injektionen einer Mischung aus Vitamin B12 und Amphetaminen high werden ließ.

Dass sich diese kreative Hingabe bei der Kreation der Songkollektion gelohnt hat, wird dabei auch heute noch deutlich. Die zeitlosen und charakteristischen Merkmale der Platte finden sich selbst Jahrzehnte später noch in verschiedensten Winkeln der Musikwelt und prägen sowohl den Mainstream als auch die Indie-Szene gleichermaßen. Dass kaum ein Song des Albums länger als drei Minuten dauert, entspricht der Richtung, in die sich der heutige Mainstream wieder vermehrt entwickelt. An anderer Stelle findet sich gerade der "Revolver"-Sound wiederum in den Reihen unzähliger Indie-Acts abseits des Mainstreams.

Dennoch musste sich die Menschen zur damaligen Zeit, anders als heute, erst an dieses neue Gesicht der Band gewöhnen. Das zeigt sich vor allem auch im Bekanntheitsgrad der einzelnen Songs, denn "Revolver" erreichte bis heute nie die Hit-Quote eines "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band", "Abbey Road" oder des "White Album".

Wer trotzdem auf der Suche nach einem kommerziellen Standout ist, stolpert unausweichlich über das von Starr gesungene "Yellow Submarine". Mit Hilfe der Band, aber auch mit Hintergrundgesang von berühmten Gästen wie Marianne Faithfull, Brian Jones von den Rolling Stones, Singer/Songwriter Donovan und Harrisons erster Frau Pattie Boyd, entwickelte sich das seichte Kinderlied nicht nur zu einer der namenhaftesten Beatles-Kompositionen, sondern auch zu einem der weltweit bekanntesten Songs.

Auch das von McCartney angeführte Gemeinschaftsprodukt "Eleanor Rigby" entfaltete sich zu einem der prominenteren Songs des Albums und war einer der seltenen Fälle, in dem alle vier Mitglieder aktiv an der Ausarbeitung des Textes mitwirkten. Inspiriert von der Filmmusik des französischen Regisseurs François Truffaut, gestaltete George Martin wiederum die Streicher-Arrangements für den Song, die eines der prägnantesten Merkmale des Tracks darstellen und den Song gebührend untermalen.

Vielmehr als eine Reputation für diese beiden Hits, besitzt "Revolver" inzwischen jedoch eher den Ruf eines No Skip-Albums, das keinen Grund liefert, auch nur einen einzigen Song zu überspringen. Obwohl auf jeden experimentellen Output auch wieder ein für Beatles-Verhältnisse konventionelleres, harmonischeres Stück wie das liebliche "Here, There And Everywhere" oder das bluesige "Good Day Sunshine" folgt, bleibt die größte Stärke des Albums, dass es ein stimmiges und ausgewogenes Werk ist, das trotz einer immensen Bandbreite an Stilen und Einflüssen stets ein konstant kohärentes Level beibehält. So sehr, dass selbst Klaus Voormanns Coverfoto, für das er damals gerade einmal rund 50 britische Pfund erhielt, die bewusstseinserweiternde Energie der Platte auf visueller Ebene perfekt abrundet.

Auch wenn "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" schlussendlich schon weniger als Jahr später bereits wieder neue Maßstäbe setzte, indem es definierte und prägte, was musikalisch und technisch innerhalb eines Studios erreicht werden kann, war es zuvor "Revolver", das der Welt erstmals offenbarte, was rein musikalisch und technisch überhaupt möglich ist.

In der Rubrik "Meilensteine" stellen wir Albumklassiker vor, die die Musikgeschichte oder zumindest unser Leben nachhaltig verändert haben. Unabhängig von Genre-Zuordnungen soll es sich um Platten handeln, die jeder Musikfan gehört haben muss.

Trackliste

  1. 1. Taxman
  2. 2. Eleanor Rigby
  3. 3. I'm Only Sleeping
  4. 4. Love You To
  5. 5. Here, There And Everywhere
  6. 6. Yellow Submarine
  7. 7. She Said She Said
  8. 8. Good Day Sunshine
  9. 9. And Your Bird Can Sing
  10. 10. For No One
  11. 11. Doctor Robert
  12. 12. I Want To Tell You
  13. 13. Got To Get You Into My Life
  14. 14. Tomorrow Never Knows

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8 Kommentare mit 7 Antworten

  • Vor 2 Monaten

    In meinen 36 Lebensjahren habe ich einige Wandlungen miterlebt, was meine Liebe und Begeisterung für bestimmte Phasen der Beatles anbelangt. Als Kind und Jugendlicher haben noch klar die Abbey Road und Let It Be dominiert, dazu die Singles-Kollektionen. Später waren es vor allem die Jahre 67 bis Anfang 69. Mittlerweile würde ich wohl auf die Jahre des Wandels zwischen Beginn und Ende der Beatles, namentlich Rubber Soul und Revolver, schwören. Was für grandiose Musik auf diesen beiden Platten vereint ist! Auch empfinde ich diese beiden Alben in vielerlei Hinsicht als die bissigsten, witzigsten, irgendwie gefährlichsten und emanzipiertesten Werke der Beatles. Taxman oder Doctor Robert lassen grüßen! Dazu die fantastischen Übersongs I'm Only Sleeping und Tommorrow Never Knows.

    Natürlich ist die Liebe zur Musik der Beatles immer fließend und häufig auch stimmungsabhängig, aber für mich sind Rubber Soul und Revolver dieser wunderbare Sweet Spot geworden, auf dem sich all die tollen Elemente ihrer Musik zu einer eingängigen und niemals langweilig werdenden Masse vereinen.

    Danke für die schöne Rezension!

    • Vor 2 Monaten

      Für mich war immer die Sgt. peppers ihr bestes Album. Seit ich im November 89 mit 11 Jahren als Jungpionier in Bayreuth das Album auf MC für 9,99 DM von meinem ersten Begrüßungsgeld gekauft habe ... bis heute. Lief erst gestern wieder auf Vinyl. :-)
      Revolver ist Platz 3 nach der Abbey road.

    • Vor 2 Monaten

      Im Prinzip sind ab Rubber Soul alle Alben der Beatles Meilensteine.
      Ok, über Let it Be lässt sich evtl. streiten aber nimmt man die Naked Version und tauscht lediglich den Titeltrack gegen die Spector Version ist die, in meinen Augen, ebenso Meilensteinwürdig.

    • Vor 2 Monaten

      Sgt. Pepper's ist tatsächlich die einzige der Beatles, die ich überspringe. Da ist mir sogar die frühe, dezent weniger innovative Rock'n'Roll-Phase der ersten Platten lieber.

  • Vor 2 Monaten

    Für mich ist Revolver unterm Strich das spaßigste Beatles-Album, ein toller Mix unterschiedlichster Einflüsse und Stimmungen. Auch der angesprochene Einfluss auf Indie-Musik, vor allem Indie-Rock, ist immens. Ich tendiere mittlerweile auch dazu, Revolver als beste Beatles Platte zu bezeichnen.

  • Vor 2 Monaten

    Vorweg; der größte Fan der Beatles bin ich nicht. Dennoch bleiben 2 gute Alben, die weitgehend ;) ohne Kindergartenmelodien auskommen. Das ist Revolver, ja ich weiß, das U-Boot wird geskippt, und das White Album. Beide haben eine Größe, ohne überheblich zu wirken und ohne zu viel zu wollen. Nach meinem Wissen sind diese beiden Alben wesentlicher von G Harrison beeinflusst als andere. Das erklärt dann auch, warum ich diese am Besten finde und warum ich kein großer Beatles Fan bin. Es wäre noch ne schöne Tavistock Mindcontrol Story bzgl. Yeah Yeah drin, aber das kann sich ja jeder selbst ergockeln.

    • Vor 2 Monaten

      Wer oder was ist "Tavistock" und was bedeutet "ergockeln"?
      Oder wolltest du "lustig" sein und meintest "googeln"?

    • Vor 2 Monaten

      Greg Hallett hat ein Buch über Tavistock geschrieben. es geht grundsätzlich um Mindcontrol und Psy Ops um die Gesellschaft umzubauen.

    • Vor 2 Monaten

      Was für ne Psychose fährst du denn?

    • Vor 2 Monaten

      Traditionsbewusster Schwurbler aus der klassischen "Aluhüte, allgemein"-Kategorie.

      Zeigt hier seit Jahren abwechselnd Phasen mit mehr oder weniger Impulskontrolle, in denen das entsprechend mehr oder minder explizit durchscheint in seinen Kommentaren, wie sehr er den gesamten Planeten bereits unter der Alleinherrschaft von Echsenmenschen der Generation NWO 2.0 wähnt...

  • Vor 2 Monaten

    Wow, erst jetzt in den Meilensteinen aufgenommen zu werden! Ein bißchen Spät, dabei ist diese Album sicherlich zurecht die "Zeitenwende" in der Popmusik ob ein Album als reines Entertainment-Produkt gilt oder als anspruchvolles Album gelten kann. Tomorrow Never Knows mit einem der besten Drumtracks in der modernen Musikgeschichte und tja wer kennt nicht das Gelbe Unterseeboot? Genau - Here, There and Everywhere :-)

  • Vor 2 Monaten

    Von den Beatles würde ich tatsächlich alles von Rubber Soul bis Let it Be (1965 - 1970) als Meilenstein bezeichnen. Und die Please Please Me vielleicht noch. Zeitlose Alben für die Ewigkeit.

  • Vor einem Monat

    Es hat eine Zeit gegeben, in der ich dieses Album über Monate buchstäblich jeden Tag gehört habe. Irgendwie mit Sgt. Pepper und dem White Album immer noch meine Lieblings-Beatles-Platte. Im Nachhinein ist es einfach unglaublich, zu denken, dass zwischen den ersten Alben, die noch sehr den typischen Sound der frühen 60er repräsentieren und „Revolver“ nur 3-4 Jahre liegen. Der Output dieser vier Musiker ist trotz der Frequenz, in der sie damals veröffentlicht haben, so absurd gut, dass es in Rock-/Pop-Gefilden eigentlich niemanden gibt bzw. gegeben hat, der dasselbe Level je wieder erreicht hat. „Revolver“ hat alles, was man potenziell von einem Album erwarten könnte: phänomales und pointiertes Songwriting, Tracks, die sofort im Ohr hängen bleiben, die (damals) modernste Aufnahmetechnik und mit „Tomorrow Never Knows“ einen Song, der seiner Zeit um ein Jahr voraus war.