laut.de-Kritik

Der Superstar aus der Türkei schlägt auch in den deutschen Charts ein

Review von

Tarkan, der Superstar in der Türkei, schlägt auch in den deutschen Charts ein. VIVA dudelt die erste Singleauskopplung 'Simarik' rauf und runter und irgendwie ist der Videoclip ja auch nett, in dem man einen tiefen Einblick in seine verträumten, phototechnisch gestählten Augen bekommt. Der Song ist ein Ohrwurm, auch wenn ich nix versteh und dieses alberne *schmatz schmatz* wirklich auf die Nerven geht. Irgendwie schafft es Tarkan, türkische Melodien, Instrumente und Harmonien zusammen mit Pop-Rhythmen in Einklag zu bringen und daraus eine gelungene Gute-Laune-Musik zu zaubern, die nicht nur der türkisch abstammenden Bevölkerung unseres Landes gefallen sollte, sondern auch mich berührt, die ich wirklich kein Wort Türkisch kann und türkische Musik auch nur vom TV-Zappen kenne, wenn ich bei den bekannten Studio-Performances türkischer Volksweisen auf TRT hängen bleibe.

Tarkan nennt seine CD einfach 'Tarkan'. Das klingt gut. Leider hat er keinerlei Texte in seinem Booklet drin. Dabei würd's mich ja schon interessieren, was er denn da so singt. Aber schön klingen tut es, das Türkisch. Die Offizielle deutsche Tarkan-Homepage (www.tarkan.de) hat die türkischen Texte nachzulesen, 'Simarik' ist übersetzt, weitere Übersetzungen sollen folgen.

'Simarik' heißt 'Verwöhnte' oder 'Verzogene' und sonderlich irre find ich die Lyrics von 'Simarik' ja nicht. Naja, aber statt der Texte (die es wohl nicht wert sind, abzudrucken, oder interpretier ich da wat Falsches rein?), sind im CD-Booklet ganz viele tolle schöne Bilder drin - und hübsch isser ja schon, der Kerl: Die türkische Cosmopolitan hat ihn auch schon abgedruckt.

Nach seinem 'Yine Sensiz ' (Wieder ohne dich), 'Aacayipsin' (Du bist umwerfend) und 'Ölürüm Sana' (Ich bin verrückt nach dir) kam jetzt 'Tarkan', seine aktuelle CD: Mal poppiger, mal getragener, einmal orientalisch harmonisch, dann wieder leicht angeschmalzt - aber nie gleich, und das ist gut. 'Simarik' kennt inzwischen ja jeder, 'Ölürüm Sana' hat ganz schön harte Gitarrenriffs drin und der vierte Song 'Sikidim (Hepsi Senin Mi?)' wird Ende Mai die zweite Singleauskopplung werden: Weniger poppig, aber trotzdem gute Laune herbeisingend ... und keine unanständigen Geräusche drin. Gut!

Im Großen und Ganzen ist die CD eine Mischung aus *duffduff*-Pop, türkischer Volksmusik, Andy Borg und Ricky Martin - je nach Track und wie man's sieht. Aber eingängig, durchdacht zusammengesetzt und vor allem nicht langweilig. Kein Wunder, daß Tarkan in er Türkei ein Megastar ist - soll er es hierzulande, im Moment auf Platz 7, doch ruhig auch werden! Jawoll!

Trackliste

  1. 1. Simarik
  2. 2. Ölürüm Sana
  3. 3. Kir Zincirlerini
  4. 4. Sikidim (Hepsi Senin Mi?)
  5. 5. Salina Salina Sinsice
  6. 6. Ikimizin Yerine
  7. 7. Inci Tanem
  8. 8. Dön Bebegim
  9. 9. Basina Bela Olurum
  10. 10. Gül Döktüm Yollarina
  11. 11. Unut Beni
  12. 12. Beni Anlama
  13. 13. Delikanli Çaglarim
  14. 14. Simarik - Long Version

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Tarkan ist 1972 in Deutschland geboren, mit 15 Jahren in die Türkei gezogen und hat dort klassische Musik studiert. Wieder in Deutschland trifft er dann …

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