Wohin will Tamas? In das "Intro" seines dritten Albums presst er Sozialkritik, Eskalation und plakative Emotionen. "Tod, Verderben, Mord und Frust, Liebe, Leid, Sehnsucht und Lust", schreit er der desorientierten Hörerschaft entgegen. Die gerade einmal einminütige Eröffnung mündet in einem für …

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  • Vor einem Monat

    Ach der Lifestyle-Linke der mit Kontra K und seinen Nazi-Kumpels hängt.

    • Vor einem Monat

      Kampfsportszene, Türsteher, Haft, handwerkliche Berufe, das Milieu oder einfach bestimmte Teile Deutschlands. Manchmal passiert es, dass man Nazis in seinem Umfeld hat. Ich hab 2 oder 3 Leute im erweiterten Freundeskreis die eine rechte Gesinnung haben. Wenn es um Politik geht sag ich denen auch, dass ich ihre Einstellung behindert finde. Gab deswegen noch nie ernsten Streit. Ich will Nazis nicht gut reden aber nicht jeder ist ein Teufel. Und nicht jeder der einen kennt gibt damit seine stille Zustimmung zu diesem Denken. Ist doch menschlich wenn mein Umfeld divers ist. Mit 16 kannte ich einen Araber der immer mit Thor Steinar Klamotten rumgerannt ist. Und im Knast saßen ein Schwarzer und ein Typ mit Nazitattoos immer bei der Freistunde zusammen und haben fröhlich Karten gespielt. Kontra K und Tamas machen schlechte Musik aber die zu verurteilen weil sie mit Leuten arbeiten/rumhängen die rechts sind finde ich ein bisschen kurz gedacht. Die Welt ist komplizierter als "alle linken sind gut und alle rechten sind böse".

    • Vor einem Monat

      Als jemand, der in ähnlichen Verhältnissen aufgewachsen ist, sage ich nein. Gegen Nazis hat man im besten Falle vorzugehen oder sich mindestens zu distanzieren. Irgendwelche Relativierungen anzustreben ist nur produktiv in die falsche Richtung und begünstigt Eskalationen, von denen viele Leute hinterher nichts gewusst haben wollen. Diese Leute waren immer vorher schon scheiße und jeder wusste es, aber keiner hatte die Eier, was dagegen zu unternehmen.

    • Vor einem Monat

      Klar, richtige gute Idee sich von allen zu distanzieren, damit sie isoliert sind, unter sich bleiben und es schwerer haben sich loszusagen und auszusteigen.

    • Vor einem Monat

      Auf lange Sicht produktiver als verfassungs- und vor allem menschenfeindliche Ansichten in seiner eigenen Mitte zu dulden und sich am Ende zu wundern, wenn diese Leute dann wirklich gewalttätig werden oder öffentlich irgendeinen Unfug von sich geben und man als Kumpel auf einmal mit drin hängt.

    • Vor einem Monat

      Wie hängt man da denn mit drin? Und wieso muß einen das belasten? Nicht, daß jeder Rechte es wert ist, sich um ihn zu bemühen. Wenn es Bekannte sind, finde ichs aber leicht zu sagen "Halt die Fresse mit dem gehässigen Mist", und solange das respektiert wird, finde ich es auch sinnvoller, den Kontakt zu halten.

      Die kaputte BRD hat vor kurzem ja fatalerweise EXIT die Subventionen samt Status als gemeinnützige Organisation gestrichen. Die Geschichten da sagen ganz klar, daß aus der braunen Szene auszusteigen den kompletten Abbruch aller Kontakte bedeute. Dazu kommt dann die Scham, die es einem nicht erleichtert, neue Kontakte zu knüpfen.
      Einem flüchtigen Bekannten von mir erging es genau so. Er verabschiedete sich von den kranken Überzeugungen, stieg aus der Szene aus, fand dann eine Weile keinen Anschluss, und warf sich schließlich vor einen Zug.

    • Vor einem Monat

      Ich denke es gibt noch etwas zwischen "verfassungs- und vor allem menschenfeindliche Ansichten in seiner eigenen Mitte zu dulden" und "Gegen Nazis [...] [vorgehen] oder sich mindestens [...] distanzieren". Und zwar sich nicht a priori distanzieren und verfassungs- und menschenfeindliche Ansichten nicht dulden.

    • Vor einem Monat

      @Ragism: Der letzte Absatz wäre zutreffend, wenn es um genau solche Personen gehen würde. Tut es aber nicht. Es geht um in der Öffentlichkeit und publizierende Personen wie Tamas und Kontra K, die mit Leuten aus der rechten Szene abhängen. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum deine Reaktion auf Nazi-Freunde das Mitleid mit hypothetischen und realen suizidalen Aussteigern darstellt. Vollkommen fehlgeleitete Denkweise. Genau dasselbe gilt für Capslocks Antwort mit der Isolation. WTF. Sich gegen Nazis zu positionieren und der Umgang mit Aussteigern sind zwei paar Schuhe. Und wenn man mit diesen Leuten abhängt, als wären das irgendwelche normalen Kumpels, sendet man absolut falsche Signale, nämlich dass es okay ist und das rechtes, intolerantes Gedankengut irgendeinen Platz neben allen anderen hätte und nur einen alternativen Lebensstil darstellt.

    • Vor einem Monat

      Der rechte Aussteiger hat eben mehr Empathie zu erwarten als der linke Einsteiger ;)

    • Vor einem Monat

      So höret, dass der Geschundene, der den Menschen tat viel Leid nun Gottes Segen erhält und der, der bei Brot und Wein mit Seinesgleichen die verlieb'nen Haare spalten tut, nun am Tage den Weg zur Hölle reiten muss, denn das Unglück, dass der Geschundene den Brüdern seinen Anblick schenkt und ihnen aufzeigt, dass er tief im Abgrund stecke, die Brüder hingegen haben Gottes Schrift entschlüsselt, ist das Seine, denn er muss nun fürchten, dass die Brüder von Brot und Wein keine Verwendung mehr für ihn zu haben scheinen, denn er ist Ihresgleichen und der Geschundene erzählt die Beichte und stattet alle mit Gold aus bis zum Ende ihrer Tage, denn nun ist's einer weniger, der das Gold nimmt, obwohl sein Haupt war das selbe wie das der Brüder und er versteht die Welt nimmer. Doch es geht um Brot und Wein und dass der Geschundene des Esels Exkremente fressen muss, der alte Bruder hingegen ist nun Vogelfrei und wird des nächste Mal lieber Ketzer als Haarspalter. Passiert's drei Male im Sommer, so ist's Dorf in Gefahr!

    • Vor einem Monat

      @Cooli: Das ist natürlich ne andere Sache. Wir sind nur schon mehr Richtung privates Umfeld gewandert, oder? Für ne öffentliche Person sollte es eigentlich selbstredend sein, sich von solchen Kantholzköppen fernzuhalten.