laut.de-Kritik

Warum düdeln die Songs so vor sich hin?

Review von

Tja, Symphorce sind es eigentlich gewohnt, mit euphorischen Reviews bedacht zu werden, und das bisher auch vollkommen zu Recht. Ich werde mich auch hüten, hier einen Verriss abzuliefern, aber den erwarteten Kracher haben die Jungs um Sänger Andy B. Franck mit "PhorcefulAhead" meiner Meinung nach nicht abgeliefert.

Warum düdeln die Songs größtenteils nur so vor sich hin? Wo bleiben die Nackenbrecher, die für eine anständige Rotation der Halswirbel sorgen? Irgendwie fehlt hier ein Tritt auf's Gaspedal. Wie kann man die CD mit einem Song wie "Speak My Mind" eröffnen? Der Track ist bestimmt nicht schlecht, aber viel zu drucklos. Nichts gegen ein anständiges Gitarrenintro, aber dann muss es doch auch losgehen und nicht einfach nur vor sich hin plätschern.

Trotz alledem kann man mit einem Mann wie Andy hinterm Micro und einer äußerst fetten Produktion nicht viel falsch machen. "Unbroken" entschädigt glücklicherweise den schwächelnden Start und auch "Slow Down" drückt gut nach vorne. Trotzdem kommt es mir so vor, als ob die Mucker nie richtig von der Leine gelassen werden. Ein paar wirklich schnelle Passagen hätten den Songs gut zu Gesicht gestanden, da reichen die Double-Bass Läufe einfach nicht aus.

Klar, "Longing Home" oder "Falling Through Again" bestechen durch ihre genialen Harmonien und ich will auch gar nicht behaupten, dass es dieser CD an großen Melodien fehlt. Es ist nur, dass man in einem Panzer, der alles durch Power platt macht, zwar auch ans Ziel kommt, nur ein ICE wäre ab und doch schneller.

Trackliste

  1. 1. Speak My Mind
  2. 2. Unbroken
  3. 3. Slow Down
  4. 4. Longing Home
  5. 5. Moving In Circles
  6. 6. Falling Through Again
  7. 7. Your Blood, My Soul
  8. 8. Rage Of Violence
  9. 9. Touched And Infected
  10. 10. Nothin' Left

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