laut.de-Kritik

Klar zum Entern, Mädels!

Review von

Bedenkt man, wie durchgeknallt die Jungs von Swashbuckle tatsächlich sind, sollte man sie eigentlich nach Finnland exportieren. Dort müssten sich die drei Piratenfanatiker zwischen all den anderen schrägen Typen pudelwohl fühlen.

Dennoch sitzen sie weiter an der amerikanischen Ostküste und harren dort reicher Beute. Solange nichts ins Netz geht, nutzt man die Zeit und schreibt eine ganze Reihe neuer Songs. Statt sich den Flow wie auf dem Vorgänger "Back To The Noose" mit zahllosen Einspielern und Karibik-Firlefanz zu versauen, kloppt das Trio dieses Mal einen Thrasher nach dem anderen raus.

Akustisches, leicht maritimes Geplänkel gibt es mit "Slowly Wept The Sea", "Of Hooks And Hornswogglers", "Legacy's Allure" und das musikalisch daran anknüpfende "Rope's End" auch dieses Mal zu hören. Aber zum einen nervt es lange nicht mehr so wie auf dem Vorgänger, zum anderen sind die Sachen nicht mehr auf gewollt witzig getrimmt. Der Humor bleibt trotzdem ganz klar erhalten, beschränkt sich aber dieses Mal auf die Texte und vereinzelte, musikalische Querschläger.

War "Back To The Noose" schon ein ziemlich heftiger Brocken, so geht es auf "Crime Always Pays" gleich noch mal eine Spur härter und vor allem schneller zur Sache. Irgendwo zwischen Nuclear Assault und D.R.I. brettern "We Are The Storm", der Titeltrack oder "To Steal A Life" teilweise in höllisch schnellem Tempo ab. Dabei dürfen es auch Ausflüge in den Death oder auch Black Metal sein.

Konventionell ist hier eh nichts. Hardcorelastige Tracks wie "Raw Doggin' At The Raw Bar" oder "Powder Keg" (das mit den 'Yohoho'-Chören fast wie 'ne Agnostic Front-Nummer klingt) stehen neben "A Time Of Wooden Ships & Iron Men", bei dem sich Iced Earth-Parallelen ziehen lassen. Aber auch ein kurzer Disco-Ausflug wie in "The Gallow's Pole Dancer" ist möglich. Klingt ziemlich wirr, aber die Jungs haben die Sache jederzeit unter Kontrolle.

Das war auf der letzten Scheibe schon 'ne kräftige Sause - wenn auch mit einigen Längen. Die sind dieses Mal verschwunden. Die irrwitzige Achterbahnfahrt hat noch mehr Fahrt aufgenommen. Klar zum Entern, Mädels!

Trackliste

  1. 1. Slowly Wept The Sea
  2. 2. We Are The Storm
  3. 3. This Round's On YOU!
  4. 4. Powder Keg
  5. 5. Where Victory is Penned
  6. 6. Of Hooks And Hornswogglers
  7. 7. A Time Of Wooden Ships & Iron Men
  8. 8. Crime Always Pays
  9. 9. Raw Doggin' At The Raw Bar
  10. 10. The Gallow's Pole Dancer
  11. 11. Legacy's Allure
  12. 12. At The Bottom Of A Glass
  13. 13. To Steal A Life
  14. 14. You Bring The Cannon, We'll Bring The Balls
  15. 15. Surf-N-Turf (For Piratical Girth)
  16. 16. Rope's End

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LAUT.DE-PORTRÄT Swashbuckle

Es ist sich ja niemand mehr zu blöd, seiner eigenen Musik entweder selbst oder von irgendeinem angebrüteten Werbefuzzi einen extra dämlichen und unglaublich …

9 Kommentare

  • Vor 9 Jahren

    Ich weiß ... Unverschämtheit von mir, einen anderen Geschmack zu haben als unser lieber Internetgeist JaDeVin oder sonst jemand ... tut mir echt leid.

  • Vor 9 Jahren

    Hahaha, ich wusste es. Unterschiedliche Meinungen über Musik sind nichts schlimmes, aber wenn Eddy jetzt schon in 2 Reviews sinnlos die Leserwertungen in Richtung seiner Reviewnote treibt, dann ist das totaler Schwachsinn und für mich als Leser auch einfach nur ärgerlich. Diese Seite ist für mich gestorben.

  • Vor 9 Jahren

    ich kann die Wertung ebenfalls nicht nachvollziehen, habe leidlich das halbe album hören können, dann hat mich meine vernuhnft doch zum abschalten bewegt. originelle idee? ja. gute musik? nein!