laut.de-Kritik

Diese Musik geht nicht spurlos an einem vorbei.

Review von

Alle Trauer um das wiederholte Aus bei Sieges Even bringt nichts. Das letzte Kapitel dieser Band besiegelte das Live-Album "Playgrounds" und wenig später wurde das Buch zugeklappt und ad acta gelegt. Allerdings war bereits 2009 das Spin-Off in Form von Subsignal mit dem großartigen Debüt "Beautiful" am Start und genau hier knüpfen Arno Menses und Markus Steffen wieder an.

Ließ sich auf besagtem Album noch Arnos Vorliebe für AOR heraus hören, so ist der Ansatz auf "Touchstones" ein wenig anders gelagert. Ziel war es laut Band, noch breiter, noch freizügiger, noch grenzenloser zu agieren. Entsprechend sind die vom Debüt bekannten Elemente zwar allesamt noch zu hören, doch im Hause Subsignal scheren sie sich einfach nicht um irgendwelche Konventionen oder mögliche Erwartungen.

Einmal mehr hält Arnos warme, sanfte und immer hochmelodische Stimme alles zusammen. Sie schwebt über sämtlichen Kompositionen und hebt sie stellenweise auf eine andere Ebene. Sein Gesang ist einmal mehr pure Emotion und dürfte auch den härtesten Death- oder Black Metal-Fan nicht unberührt lassen.

Das gleiche gilt für das extrem bewegende "Embers - Part I: Your Secret Is Safe With Me" mit seinen wunderbaren Streicher-Arrangements. Selbst wenn man schon morgens zum Frühstück die Elchmilch direkt aus dem Euter saugt und nachmittags mit Bären ringt: diese Musik geht nicht spurlos an einem vorbei.

Es klingt aber nicht alles so soft und einfühlsam. Sowohl "Echoes Of Eternity" als auch "The Essence Of Mind" gehen mitunter recht heavy zu Werke. Auch "The Lifespan Of A Glimpse" setzt auf ein paar harte Gitarrenriffs. Vor allem Gastsängerin Isabel Flössel macht die Nummer zu einem kleinen Novum.

Ähnliche wie "Sympathetic Resonance" benötigt das Album den ein oder anderen Durchlauf, um sich wirklich zu entfalten. Da bei Subsignal der Gesang aber der Knackpunkt im positiven Sinne ist, dürfte sich die Scheibe vielen Hörern deutlich schneller erschließen, was aber ganz und gar nichts an der langen Halbwertszeit ändert.

Sollte das Debüt "Beautiful & Monstrous" tatsächlich noch im Schatten von Sieges Even gestanden haben, so sind Subsignal mit "Touchstones" definitiv aus diesem heraus getreten - und zwar als Band, nicht als Projekt von Arno und Markus.

Trackliste

  1. 1. Feeding Utopia
  2. 2. My Sanctuary
  3. 3. Echoes In Eternity
  4. 4. The Size Of Light On Earth
  5. 5. As Dreams Are Made On
  6. 6. Wingless
  7. 7. Finisterre
  8. 8. The Essence Called Mind
  9. 9. The Lifespan Of A Glimpse
  10. 10. Embers - Part I: Your Secret Is Safe With Me
  11. 11. Touchstones
  12. 12. Con Todas Las Palabras

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5 Kommentare

  • Vor 9 Jahren

    Keine Ahnung warum, aber die Gitarrenspiele erinnern mich irgendwie an "Five Finger Death Punch".

    Das gefällt mir!:D

  • Vor 9 Jahren

    Also.. der Gesang lässt mich völlig unberührt.. und ich finde ihn ziemlich nervig.
    Schade Eddi :D

  • Vor 9 Jahren

    Ich finde, es ist ein herausragendes neues Album!

  • Vor 9 Jahren

    Als alter SiegesEven Fan und selbst Bassist vermisse ich natürlich die hervorragende BDR Arbeit der Gebrüder aus MUC. Man muß schon den Bass ganz reindrehen um den DreamScape Kollegen wahrzunehmen. Schade, das heutzutage immer mehr in den Studios und zuhause rumgemuckelt wird statt die Grooves im Muckraum auszuleben. Darum klingt für mich das neue Album etwas zerrissen und durchkonstruiert, aber die Gitarre ist trotzdem der Hammer und den Gesang mag ich sehr im gegensatz zu anderen Kommentaren hier, nur: warum covert ihr nicht gleich mal einen YES Song ;-). An das Subsignal Debut kommt die Scheibe für mich aber leider nicht dran, na gut in diese musik muß man sich einfach erst mal hineinhören.

  • Vor 9 Jahren

    Als alter SiegesEven Fan und selbst Bassist vermisse ich natürlich die hervorragende BDR Arbeit der Gebrüder aus MUC. Man muß schon den Bass ganz reindrehen um den DreamScape Kollegen wahrzunehmen. Schade, das heutzutage immer mehr in den Studios und zuhause rumgemuckelt wird statt die Grooves im Muckraum auszuleben. Darum klingt für mich das neue Album etwas zerrissen und durchkonstruiert, aber die Gitarre ist trotzdem der Hammer und den Gesang mag ich sehr im gegensatz zu anderen Kommentaren hier, nur: warum covert ihr nicht gleich mal einen YES Song ;-). An das Subsignal Debut kommt die Scheibe für mich aber leider nicht dran, na gut in diese musik muß man sich einfach erst mal hineinhören.