Als Sting ein paar Tage vor seinem umjubelten Wembley-Auftritt beim Live Aid-Konzert seine erste Soloplatte veröffentlicht, war das Erstaunen groß. Fans und Medien erwarteten eine Fortführung des Reggae-/Wave-lastigen Poprocks von The Police. Doch solche Erwartungen enttäuscht Gordon Matthew Thomas …

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  • Vor 4 Jahren

    Letztens wieder "Dune" gesehen, einfach eine herrliche Rolle die der gute Mann da hat.

  • Vor 4 Jahren

    Ein Super-Album. Ich finde nur, dass auf "Bring on the night" diese Stücke mit den Mega-Musikern zusammen noch mehr flashen. Einfach jazziger und mit mehr (Live)-Kraft. Aber besser war er (solo) nie.

    • Vor 4 Jahren

      Stimmt, die Live-Versionen flashen noch mehr. Ob er solo nie besser war? Live vermutlich nicht, aber das Studio-Album 'Mercury Falling' ist meiner Meinung nach mindestens genau so ein Quell durchgehend genialer und höchst unterschiedlicher Songs.

  • Vor 4 Jahren

    Gute Rezension eines verdienten Meisterwerks... kleine Korrektur: Die Xylophon-Percussion kommt vom Keyboarder Kenny Kirkland.

  • Vor 4 Jahren

    wie immer treffen formuliert vom ulf! er sollte echt zur rolling stone wechseln in diesem sauhaufen geht er nur glanzlos unter :/

  • Vor 4 Jahren

    Ein paar Fehler mehr sind schon drin, in diesem Review. Wie schon beschrieben, hat Marsalis nicht Xylophon gespielt sowie Sting spielte selbst den Kontrabass bei "Moon over Bourbon Street". Ebenso fehlt mir bei "If you love somebody set them free" der direkte Bezug zu "Every breath you take", da hier sich hier Sting im Jahr 1985 (Turtles) selbst relativiert in seiner Aussage von 1983 (Synchronicity)...! Und "Flashback" ist kein Police-, sondern ein Eberhard Schoener Album und hat musikalisch wenig mit Police zu tun. Ich denke, soviel Respekt sollte man Herrn Schoener schon entgegen bringen.

  • Vor 4 Jahren

    @calzama/schtonk: dank euch f d hinweise mit xylo und bass. da ist mir tatsächlich ein fehler unterlaufen. "moon" ist in der tat das einzige stück der platte, wo sting den bass in die hand nimmt.

    mit der "flashback"-these bleibe ich aber beim gesagten. ich schrieb ja extra "das wahre debüt von police" und nicht etwa "das reguläre debüt". das ist natürlich eine bewusst provokante überzeichnung, die interesse für dieses (auch unter fans) wenig bekannte werk und die verlinkte rezi wecken soll. ich gehe auch nicht soweit mit, dass das album inhaltlich ne reine schoener-angelegenheit ist. klar, formal ne auftragsarbeit von schoener und er hat auch die composer-credits inne.
    dennoch hört man der platte das kollaboding und die gegenseitigkeit an. stings gesang dort ist zb weitgeend improvisiert und stammt nicht von schoener.

    und wenn dir bei "if you love" der direkte bezug zu "every breath" fehlt, lieber schtonk, verstehe ich das gut. aber wenn wir da anfangen, was man alles hätte schreiben können, wäre es keine rezi, sondern ein buch geworden. dann hätte ich ja auch auf die analogie "lost generation 1918"/"lost generation 1985" im chidren's crusade" eingehen müssen, oder den bogen vom politischen "we work" bis nach fukushima spannen können. das sprengt aber ab einem gewissen punkt den rahmen des textes. ne meilenstein-rezi soll ja gerade keine "wikipedia part II"-tabelle sein.

  • Vor 4 Jahren

    Yoooo...! Danke für die Erläuterungen und die Erklärung zur Verkürzung der Thematik "Set them free / Every breath". Das ist nachvollziehbar. Ebenso die Straffung bei den Beschreibungen der weiteren Songs.
    Allerdings muss ich Deinem Widerspruch bezüglich dem wahren Debüt widersprechen. Das wahre Debüt war wohl die Zusammenarbeit mit "Gong´s" Bassisten Mike Howlett - der Formation "Strontium 90". Hier gingen Summers, Copeland und Sting gemeinsam ins Studio, nahmen unter anderem "3 o´clock shot" auf, aus dem nachher zwei Songs wurden (Be my girl Sally - Outlandos d´amour) und "oh, my god" (Synchronicity). Ebenso gab es hier schon ein nettes Demo von "Every little thing she does is magic. Diese Aufnahmen stammen vom Februar 1977. Die Arbeiten zu "Flashback" fanden erst im Winter 1977/1978 statt. Musikalisch war das Trio bei Strontium 90 viel dichter am eigenen Credo als es bei Schoener überhaupt möglich war. Aber ich will das gute Review gar nicht besudeln, lediglich anmerken.

  • Vor 4 Jahren

    touchee, :D das strontium-teil kann man natürlich auch als vertretbare debüt-these hochhalten.
    ich empfinde das jedoch anders. denn zum einen singt sting hier nicht durchgehend lead vocals und es fehlt noch genau jene ausformung, die auf flashback so eindrucksvoll und identitätsstiftend (durch den mentor schoener) durchklingt. verglichen mit den geilen psychedelikorgien auf flashback oder dem wegweisenden proto-club-song "why don't you answer?" ist das strontiumteil aus meiner sicht doch eher niedliches proberaumgedengel von ein paar jungs, die noch üben müssen.

  • Vor 4 Jahren

    Es ist sowieso schwer, sich innerhalb der ersten Sting-Alben für einen einzigen Meilenstein zu entscheiden. Ich habe gestern nur mal wieder in die ersten beiden Songs von "Nothing like the sun" reingehört und hatte sofort die Genialität des gesamten Albums vor Augen - eigentlich noch vielseitiger, komplexer und erwachsener als die Turtles. Dann wurde es mit "Soul Cages" etwas düster, aber musikalisch und textlich ebenfalls erste Sahne. Die "Ten Summoners Tales" sind vielleicht etwas seicht, aber gleichwohl experimentierfreudig mit starkem Song-Writing. "Mercury Falling" ist für mich sowieso der ewig unterbewertete Geheimtipp, gefolgt vom exzellent produzierten "Brand New Day". Nennt es Schwärmerei, aber innerhalb der ersten sechs Sting-Alben fällt es mir schwer, eines nicht als Meilenstein zu betrachten. Insofern war es aber konsequent, das erste zu nehmen, weil Sting dort den radikalen Bruch mit seiner Police-Ära und seinen bisherigen Fans gewagt hat.