"Set them free - free, free / Set them free!" Solche Zeilen platzen vor garantierter Wiedererkennbarkeit. In einem Musikquiz erleichtert Sting das Gewinnen. Das Intro-Riff zu "Every Breath You Take" kehrte bei Puff Daddy in "I'll Be Missing You" wieder und besitzt Ewigkeitsrang. Unter den drei Silben …

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  • Vor 2 Jahren

    Warum bitte sollte Sting seine Songs völlig neu interpretieren?
    Das mach(t)en doch andere Musiker schon zuhauf.
    Sting nimmt hier seine Stücke, passt sie seiner gut gealterten Stimme an und nimmt sie mit auf seinem Weg in die Gegenwart.

    Warum wird von Sting, wie auch anderen Künstlern, bei Neuauflagen der eigenen Songs immer erwartet gleich ein völlig neuer Künstler zu werden?
    Sting ist Sting, nur eben ein paar Jahrzehnte älter.
    Soll er wie Ed Sheeran oder gar Justin Biber klingen?

    • Vor 2 Jahren

      Was ist eine interessante Coverversion? Bsp. Cat Power coverte "Satisfaction" von den Stones ohne Refrain. Bsp. 2 Nosie Katzmann coverte seinen eigenen Rave-/Eurodance-Titel "Mr Vain" (Culture Beat) als akustisches, beinahe Unplugged-Stück.
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      Wir leben generell in einer Phase, in der Grenzverschiebungen nur in Trippelschritten gedacht werden, und ich erwarte von Künstler/innen, dass sie eine fantasievolle Welt erschaffen.
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      Und bezogen auf Sting: sei auf Stings eigenes PR-Statement hingewiesen. "'My Songs' is my life in songs. Some of them reconstructed, some of them refitted, some of them reframed, but all of them with a contemporary focus." (Quelle: https://www.sting.com/discography/album/43…)
      Antwort: 'rekonstruieren' (bedeutet für mich) erst mal den ursprünglichen Song auseinander zu nehmen.
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      Gerne angehört hab ich das Album dennoch, nur bezieht sich das vor allem auf die The Police-Songs. Ich habe Sting in meiner Kindheit mal in den Sommerferien kennengelernt, als im Nachtradio ein phänomenaler Live-Mitschnitt von "Message in a bottle" lief. Bei einem an sich schon so spannenden, starken, alten Track akzeptiere ich ja noch, wenn S ihn so lässt wie er war. Dann müsste für mich ringsherum aber mehr an Überraschungen kommen....

    • Vor 2 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 2 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 2 Jahren

      "und ich erwarte von Künstler/innen"

      Damit hat sich das Thema schon erledigt.

      Es muss nicht gefallen und jeder kann es finden wie er will.
      Nur Künstler als Dienstleister zu betrachten, die gefälligst den eigenen Erwartungen und nicht sich selbst folgen sollen ist nun einmal eine egozentrische Verschiebung der Verhältnisse.

      Kann man so sehen, nur ist man dann bei Künstlern an der falschen Adresse und muss sich an kommerziell auf den Konsumenten getrimmte Erfüllungsgehilfen halten.

    • Vor 2 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 2 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 2 Jahren

      ach komm schon, Sting gibt SELBST noch weit gehendere Erwartungen vor - siehe Zitat. Gemessen daran kommt er hier milde weg

  • Vor 2 Jahren

    natürlich nicht. aber so ein vorhaben ergibt ja nur sinn, so der künstler dem ganzen eine nee facvette beifügt oder akzente anders setzt.

    so betrachtet finde ich die 3 punkte von kollege philipp noch milde. denn fatal ist: sting bleibt sogar unter den selbst (!) vorgegebenen möglichkeiten.

    "message in a bottle" etwa brachte er schon in den 80ern und frühen 90ern live als akustische bzw. a capella gebrachte ballade und verlieh dem track damit eine melancholische tiefe, die sich hören lassen konnte. das hier ist ja nix besonderes im vergleich.

    "desert rose" hingegen empfinde ich als poaitiv. gerade weil der gesang beabsichtig nölt, bildet er den angebrachten kontrapunkt zum euphorischen wüstegesang cheb mamis.

    bei "every breath", "fields of gold" oder "fragile" ist es aus meiner sich fast schon ein trauerspiel, dass ein mann, der oft bewies, ein begnadeter arrangeur zu sein, so einfallslosen krempel liefert, der die originale weder erreicht noch ergänzt. er kann es doch eigentlich. warm tut er es nicht?

    auch de ewig hypnotischen burner "russians" hat er so oft live als kammermusikalisches juwel gebracht. hier fehlt ausgerechnet dieses stück, mit dessen beeindruckender alternativfassung man hätte punkten können. stattdessen gibt es den ohnehin langweiligsten song der welt - "brand new day" - in noch sedierenderer seichtheit. furchtbar! was sind denn das für prioritäten bei mr s?

  • Vor 2 Jahren

    Ganz so ohrwurmhaft können seine Songs für den Rezensenten ja gar nicht sein, wenn er schon eine seiner bekanntesten Zeilen falsch zitiert.

  • Vor 2 Jahren

    Kreative Bankroterklärung. Mehr muss man dazu nicht sagen.

  • Vor 2 Jahren

    Auch wenn man über die Qualität streiten kann: Innerhalb von weniger als 3 Jahren 3 so unterschiedliche Alben rauszuhauen ist in seinem Alter schon ˋne Leistung.

  • Vor 2 Jahren

    Die CD ist für meine Ohren erschreckend. Die Stimme trägt nicht mehr: Alter Mann versucht jung-dynamisch zu klingen, was trotz technischer Hilfsmittel nicht (mehr) gelingt. U.a. Leonard Cohen hat gezeigt, dass man sein Alter akzeptieren kann und gerade dadurch Neues sagen/singen kann; auch wenn der Vergleich natürlich mächtig hinkt.
    Keinen anderen Künstler habe ich häufiger im Konzert gesehen. Das tue ich mir jetzt nicht mehr an. Zum Glück bleiben viele CDs und DVDs gut und kraftvoll.

  • Vor 2 Jahren

    War beim Radio-Listening von SWR1 letztes Wochenende mit am Start, und was der Moderator da alles auch lobte, ich konnte es einfach nicht nachvollziehen. Sting ist ein Tüftler, ein Arrangeur, er springt zwischen Genres umher mit Leichtigkeit und wirkt Live wie ein Tausendsassa. Er ist der einzige, der in der Lage ist, seinen Legendenstatus einzureißen. Und mit „My Songs“ gibt er sich irgendwie auch Mühe.

    Nichts gegen das Recycling von Hits, als Unplugged, mit Orchester oder sonst was kann man da schon eine neue Facette freilegen. Aber Studio aufschließen, 1:1 einspielen, geringfügig ändern (an aktuelle Hörgewohnheiten anpassen) und ab in die Plattenpresse – ernsthaft? Den Charme der Originale kann man halt nicht reproduzieren – und dass ist halt musikalisches Umami.