laut.de-Kritik

Musik für Höhlenmenschen, absolut unterhaltsam.

Review von

Ja, Steel Panther sind sexistisch und vulgär und ziehen seit Jahren dieselbe Show mit denselben Sprüchen durch. Wer das gut oder lustig findet, ist mit Sicherheit ein unterentwickelter Höhenmensch oder 'ne debile Bumsbiene. Is' ja gut, alles schon gehört. Natürlich habt ihr alle Recht, wenn ihr das behauptet. Mir aber egal. Ich fand die Scheiben der Jungs - und die Konzerte sowieso - absolut unterhaltsam.

Was wartet nun auf "Heavey Metal Rules" auf uns? Naja, erwartungsgemäß nix Neues. Vielleicht ein sinnlos nerviges Intro von 'nem Typen namens Zebraman. Entgeht mir hier ein Running Gag? Kennt man den in L.A.? Im Anschluss geht es mit "All I Wanna Do Is Fuck (Myself Tonight)" gewohnt schlüpfrig und musikalisch eingängig weiter.

Tatsächlich bleibt das aber nicht so. Okay, die Anzüglichkeiten ziehen sich thematisch natürlich durch alle Songs, aber tatsächlich ist die Hitdichte auf "Heavy Metal Rules" nicht mehr so hoch wie auf den vergangenen Alben. Tatsächlich erscheinen Tracks wie "Let's Get High Tonight" oder "Sneaky Little Bitch" zunächst ganz schön sperrig. Da benötigt es ein paar Durchläufe, bis man mit den Songs warm wird.

Ähnlich dürfte es mit dem artrockigen "Heavy Metal Rules" ablaufen. Der Track braucht mit seinem musicalartigen Aufbau ein wenig, zündet dann aber doch irgendwann. Ganz anders bei der wunderschöne Halbballade und Liebeserklärung "Always Gonna Be A Ho" und dem abschließenden "I Ain't Buying What You're Selling", die beiden definitiv auf jeden Kuschelrock-Sampler gehören. Die gehen sofort ins Herz und Ohr.

Das klassische Steel Panther-Material gibt es natürlich immer noch zu finden. So fröhlich wie in "Fuck Everybody" hat man auch schon lange nicht mehr allem und jedem den Mittelfinger gezeigt, und das selbstreferenzierende "Gods Of Pussy" trägt ebenfalls die typische Handschrift.

Trackliste

  1. 1. Zebraman
  2. 2. All I Wanna Do Is Fuck (Myself Tonight)
  3. 3. Let's Get High Tonight
  4. 4. Always Gonna Be A Ho
  5. 5. I'm Not Your Bitch
  6. 6. Fuck Everybody
  7. 7. Heavy Metal Rules
  8. 8. Sneaky Little Bitch
  9. 9. Gods Of Pussy
  10. 10. I Ain't Buying What You're Selling

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4 Kommentare mit 3 Antworten

  • Vor 8 Monaten

    Musik für Neanderthaler - kein Wunder also, dass ausgerechnet der Edele die Stahlkätzchen rezensiert. Passend dazu das Vokabular aus der Review-Steinzeit, nur leider nicht charismatisch-oldschool, sondern peinlich-angestaubt. Zur Band: Für ein halbes Album und 'ne halbe Liveshow war das ja mal ganz unterhaltsam, mittlerweile ist der Witz aber längst auserzählt.

  • Vor 8 Monaten

    Liest sich ein bisschen wie Schülerzeitung 98.

  • Vor 8 Monaten

    Live sind die immer noch unheimlich gut und sehr lustig. Mir fehlen aber musikalisch solche Nummern wie "Weenie Ride", wie sie sie noch auf den ersten Platten hatten. Mittlerweile kann ich keinen ihrer Songs mehr von einem anderen unterscheiden.

  • Vor 8 Monaten

    geht mir wie ragism. dieses herrlich anachronistische reiten der metalkuh ohne die nervtötewnde ernsthaftigkeit a la manowar finde ich absolut perfekt und unterhaltend in szene gesetzt. grottig, grandios, sexy und erbärmlich - alles simultan am start. schade nur, dass die panther längst nicht so gute songwriter sind wie entertainer.