laut.de-Kritik

Kratzt mehr als nur einmal am beinharten Thrash Metal.

Review von

Squealer entscheiden sie sich alle paar Jahre anders. Nach dem Unfalltod von Frontmann Andy 'Henner' Allendörfer 2005 ging es zunächst mit dem hervorragenden "Confrontation Street" und neuem Sänger Gus Chambers (Ex-Grip Inc.) unter dem Banner Squealer A.D. weiter. Nun ist Gus schon seit einiger Zeit wieder raus und das Mikro liegt in den Händen von Norbert Vornam. Das 'A.D.' ist auch wieder Geschichte und mit "The Circle Shuts" steht ein neues Album in den Startlöchern.

Ob mit oder ohne A.D. spielt eigentlich keine Rolle. Viel wichtiger ist die Frage, ob der neue Mann am Mikro etwas auf dem Kasten hat oder nicht. Diese werden Festivalbesucher bereits positiv beantworten können, denn live kam der Mann bereits zum Einsatz. Auf CD muss er nun beweisen, was Sache ist. Das gelingt ihm beim modernen Thrasher "The Sources Of Ignition" bereits sehr eindrucksvoll. Norbert legt seinen Gesang hier etwas höher an, als das Gus Chambers vermutlich getan hätte, aber so weit vom letzten Album sind sie mit dem Song nicht entfernt.

Das ändert sich im weiteren Verlauf der Scheibe aber, denn "Mask Of The Betrayer" ist eher Power Metal im Midtempo, der von Atmosphäre und Aufbau her an Bands wie Brainstorm oder Symphorce erinnert. Ähnliches lässt sich auch über Tracks wie die kommende Livehymne "Godlike", den abschließenden Titeltrack und vielleicht noch über "I Came For You" sagen. Allerdings geht Letztgenannter ausgesprochen heavy zur Sachen und kratzt mehr als nur einmal am beinharten Thrash Metal.

Dem huldigen Squealer auf "The Circle Shuts" auch noch an anderen Stellen. "These Urges" macht in dieser Beziehung keine Gefangenen, legt aber großen Wert auf griffige Melodien. Spätestens hier ist klar, dass Squealer mit Norman einen sehr guten Fang gemacht haben, denn der ist stimmlich ausgesprochen variabel. Ein Titel wie "Thrasher" erklärt sich eigentlich von selbst und dürfte live ebenfalls von den Fans mitgesungen werden.

Aus dem Rahmen fällt das doomige "Grey". Hier erinnert Norman mit seinem getragenen und melancholischen Gesang stellenweise an den Nevermore-Fronter Warrel Dane. Ganz anders sieht das bei "Martyrs Of The Half Moon" aus, das mit orientalischen Klängen einsteigt und die im Titel angedeutete Thematik behandelt. Musikalisch, und vor allem gesanglich ist das Ganze aber schwer an Judas Priest angelehnt. Der Eunuchengesang, der Gott sei Dank im Hintergrund verbleibt, ist jedenfalls verdammt peinlich.

Nicht so ganz zünden wollen eigentlich nur das in der Strophe etwas sperrige "New Saviour" und das ruhige "Once Fallen". Die Halbballade zieht zum Refrain im Tempo immer wieder an, vermag dabei aber nicht wirklich zu fesseln. Wer jetzt noch schnell ist und sich die limitierte Erstauflage sichert, der wird zusätzlich mit den vier Tracks der "Human "Traces"-EP von 1989 belohnt, die es als Bonus zum ersten Mal auf CD gibt.

Trackliste

  1. 1. The Sources Of Ignition
  2. 2. Mask Of The Betrayer
  3. 3. New Saviour
  4. 4. Grey
  5. 5. Godlike
  6. 6. These Urges
  7. 7. Thrasher
  8. 8. Martyrs of The Half Moon
  9. 9. I Came For You
  10. 10. Once Fallen
  11. 11. The Circle Shuts

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