"Musikalisch gibt es nur vier Elemente: Drum-Machine, Synthesizer, Gesang und akustische Gitarre. Es gibt nur eine Sprache: Englisch." Diesem Dogma unterwarf sich Sophie Hunger für "Molecules". Es mündet in einem radikalen Stilwandel, den sie mit der ersten Single "She Makes President" bereits schockwirkungsvoll …

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  • Vor 10 Monaten

    nächstes album dann sophie hunger auf trapbeats feat. bausa. ist aber kein kommerz dann sondern weiterentwicklung.

  • Vor 10 Monaten

    Treffende Rezension. Danke.
    Mich stören am Album die zu simplen bumbum Drum-Tracks. Die Stimme ist wie meistens überzeugend.

  • Vor 10 Monaten

    Hätte wohl das werden können, was "Is this desire?" in der Diskographie von PJ Harvey ist: Der selbst für eine experimentierfreudige Künstlerin absolute musikalische Ausreißer, der dennoch von einem Großteil der Alt-Fans geliebt wird und durch den Stilbruch zu vorher sogar noch neue Fan-Schichten zu erschließen wusste...

    Letzteres traue ich "Molecules" auch durchaus zu, ich kann auch alles nachvollziehen, was Frau Hunger der Presse zum Thema konzeptuelle Selbstbegrenzung erzählt hat, allein die Seite der Instrumentals und Arrangements hat halt sehr unter diesem Konzept gelitten, imo.

    3x gehört, aktuell leider nur 3/5 - die jedoch nur, weil ich Musik mit so einer Stimme / solch einem Gesang einfach nicht weniger als 3 Sterne geben kann. Und live spielt sie ja zumeist sehr ausgewogene Sets aus Neu und Alt, werde ich mir zum aktuellen Album also trotz verhaltenem Eindruck auch sehr wahrscheinlich gönnen.

  • Vor 10 Monaten

    ich schwanke zwischen enttäuschung und freude.

    freude:
    einmal mehr tolle, sehr individuelle prosatexte. die charmante wahrneh,ung von berlin als elektropolis, von dem sie sich anstecken lässt und dieses experiment wagt. die künstlerische unberechenbarkei, wandelbarkeit und experimentierfreude auf hohem niveau.

    enttäuschung:
    der ausflug gen elektrostoff mag ihr den kopf frei gespült haben. mag sie erfrischt haben und mag für sie notwendig gewesen sein. das ergebnis haut mich allerdings nicht vom stuhl. die großen melodien fehlen komplett. die einzigartigkeit in ihrem ausdruck, der sonst eine bank ist, geht völlig baden. ihre fähigkeit zu poetischer tiefe, sinnlicher sparsamkeit ihrer arrangements, großer melodischer kraft und stimmlichem charisma, das jedes wort nachhalen lässt, geht in der steckdosensoße völlig unter bzw. ist eigentlich null vorhanden.

    wer in der lage ist, kleinodien der sorte "walzer für niemand" zu schreiben unddar zu bieten, wer in der lage ist, berückende kostbarkeiten wie "le vent nous portera" aus den liedern anderer zu machen, hat einfach 100 mal auf der pfanne als dieses nett gemachte getüdel. da bleibt sie diesmal einfach weit unter ihren möglichkeiten, finde ich.

    walzer für niemand:
    https://www.youtube.com/watch?v=qgfh2lv2VME

    le vent nous portera:
    https://www.youtube.com/watch?v=5UhYclr4mW4

    fazit: trotz berlinisierung des albums habe ich nicht das gefühl, hier ihr "low" oder "achtung baby" zu hören.

  • Vor 8 Monaten

    Es ist typisch, dass bei Sophie Hunger ein neues Album stets Verwirrung beim Hörer Auftritt denn sie ist alles andere als eingängig . Aber das Zuhören lohnt sich, denn es entfalten sich schöne Melodien, die man zunächst nicht erwartet hätte. Die Kritik mit dem zu banalen Wummer Drums ist nicht nachvollziehbar. Live kann man sehen, dass etwas, was sich zunächst einfach anhört, alles andere als einfach ist.

  • Vor 6 Monaten

    ich könnte nicht sagen, daß ich enttäuscht bin. Molecules ist anders, aber doch 100% Sophie Hunger. Dem bösen Anwalt stimme ich zu, daß ein "Walzer für Niemand" hier so nicht erklingt. Aber der war ja einer der ganz Großen bisher. Sowas geht nicht mit jedem Album.