laut.de-Kritik

Nach-orgasmische Duftmarke von den englischen Stinktieren

Review von

Die engländischen Stinktiere setzen mit ihrem Drittling die nach-orgasmische-Duftmarke 1999. Es wird wieder krachiger zu Werke gegangen, nachdem "Stoosh" eher mit Melodie und Balladen glänzen konnte.

Der Schwerpunkt liegt einmahl mehr auf dem überragenden Organ von Skin. Die Rhythmussektion ballert ordentlich, der Baß twängelt fast schon Rage-Against-The-Maschine-Like und das Songwriting klingt ausgeklügelter und überlegter als auf dem dahingerotzten Vorgänger, der in weniger als 2 Wochen aufgenommen wurde.

"Post Orgasmic Chill" ist ein Album der Extreme. Während die rockigen Sachen an Agressivität gewannen, ist auch der Schmalzanteil der Balladen in die Höhe geschossen. Sicher interessant für einsame Herzen, doch liegt der Reiz von Skunk Anansie in der Derbheit und Wut, die nun mal bei Balladen nicht so rüberkommen will. Bei Insgesamt 12 Songs ist es auch nicht verständlich, warum die Stinker unbedingt fünf Weichspüler draufpacken mußten, eindeutig zu viel des Guten. Ja klar, tolle Texte und herzerweichend undso, aber der Schmalzanteil beträgt bei 5/12 tel, laut Adam Riese, 41,6 (Periode) % und das ist dann doch etwas übertrieben.

Zu wenig Arschtreter und zu viele Kissenkuschler im Programm, deswegen auch die Verweigerung der Höchstnote, aber live werden die vier wahrscheinlich eher den Dampfhammer auspacken, was ihnen auch wesentlich besser zu Gesicht steht.

Trackliste

  1. 1. Charlie Big Potato
  2. 2. On My Hotel TV
  3. 3. We Don't Need Who You Think You Are
  4. 4. Tracy's Flaw
  5. 5. The Skank Haeds
  6. 6. Lately
  7. 7. Secretely
  8. 8. Good Things Don't Always Come To You
  9. 9. Cheap Honesty
  10. 10. You'll Follow Me Down
  11. 11. And This Is Nothing That I Thoght I Had
  12. 12. I'm Not Afraid

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