laut.de-Kritik

Kleistert dir ein überhebliches Grinsen unter die Sonnenbrille.

Review von

Dass die Eidgenossen im Hard Rock-Bereich was auf der Pfanne haben, konnten Krokus schon lange und Gotthard zumindest noch live beweisen. Auch die Käseexperten von Shakra wissen, wie man Akzente setzen kann. Mit Scheibe Nummero drei stehen die Zeichen nicht schlecht, ihren Status weiter auszubauen.

Dass man mich mit Hard Rock normalerweise nicht vom Sofa hoch kriegt, ist kein Geheimnis. Im Gegensatz zur letzten Bonfire Durchzugs-Scheibe Strike X, macht "Power Ride" aber irgendwie Laune. Mag daran liegen, dass ich augenblicklich viel mit der Schüssel unterwegs bin, aber zum Autofahren macht die CD, nicht nur wegen des Namens, einiges her. Besonders rockige Stücke wie "Why Don't You Call Me", "The Sun Will Shine" und "The Way Back Home" kleistern dir ein überhebliches Grinsen unter die Sonnenbrille.

Natürlich erwarten einen auch hier so manche Klischee-Exzesse, aber im Gesamtbild kann ich damit durchaus leben, da der Sänger mit seiner melodischen, aber doch irgendwie dreckigen Leistung aus dem Gros der Hard Rocker heraus sticht. An der Instrumentalleistung gibt es eigentlich auch nichts zu meckern und der Sound klingt voll aus den Boxen, was einen guten Teil der Platte ausmacht.

Auf den Plüscher "Take My Hand" hätte ich persönlich auch verzichten können, aber man ist seinen Fans ja was schuldig. Alles in allem ordentlich.

Trackliste

  1. 1. Power Ride
  2. 2. Why Don't You Call
  3. 3. Watching You
  4. 4. The Sun Will Shine
  5. 5. Out In The Rain
  6. 6. In Your Eyes
  7. 7. Get It All Out
  8. 8. A Dollar Too Much
  9. 9. She's My Pride
  10. 10. Tell Me
  11. 11. The Way Back Home
  12. 12. Too Close
  13. 13. Take My Hand

Weiterlesen

LAUT.DE-PORTRÄT Shakra

Wenn man im Laufe der Karriere den Sänger wechseln muss, ist das meist eine einschneidende und sehr unangenehme Erfahrung, die man als Band erst einmal …

Noch keine Kommentare