laut.de-Kritik

Back to the roots, aber ganz extrem.

Review von

Schade eigentlich. Rancid entwickelten sich mit jeder bislang erschienen Platte ein Stückchen weiter, sprengten ihre engen Punk-Ketten und ließen auch andere Stile mit in ihre Musik einfließen. Erst war es nur ein bisschen Ska, dann auch mal Pop und beim letzten Album durfte dann sogar Dancehall-König Buju Banton mit dabei sein. Folgerichtig wuchs mit jedem Album auch die Fanbasis ein Stückchen weiter. Und jetzt: Back to the roots, aber ganz extrem.

Auch auf "Rancid" sind gute Songs enthalten, songschreiberisch sind Tim Armstrong und seine Mannen noch immer spitze. Armstrongs Simme klingt dafür kaputter als je zuvor. Was hier jedoch fehlt, ist die Abwechslung und die markanten Mitgröhl-Refrains, die Rancid bislang so gut machten. "Radio Havanna", "Black Derby Jacket" oder auch die erste Single "Let Me Go" sind durchaus gelungen, aber es ist einfach zuviel Leerlauf auf der Platte. Zu viele Songs, die man nach einem Hördurchgang wieder vergisst. Das war früher mal anders, da war so ziemlich jeder Titel ein kleiner Hit.

Das fünfte Album des 4ers aus Kalifornien klingt wirklich, wie Rancid am Anfang ihrer Karriere klangen: schnelle und rotzige Punknummern, selten länger als 1:30. 22 Songs in 38 Minuten sprechen eine deutliche Sprache. Großartige Melodien sind diesmal leider die Ausnahme und besondere Qualitäten des Albums erschließen sich auch nach mehrfachem Hören nicht. Wieso Rancid diesen - bewußten - Schritt nach hinten gemacht haben, bleibt mir ein Rätsel, denn die Gefahr, eine Mainstreampunkband für Bravoleser zu werden, bestand bei Rancid nie.

Trackliste

  1. 1. Don Giovanni
  2. 2. Disgruntled
  3. 3. It's quite alright
  4. 4. Let me go
  5. 5. I am forever
  6. 6. Poison
  7. 7. Loki
  8. 8. Blackhawk down
  9. 9. Rwanda
  10. 10. Corrution
  11. 11. Antenna's
  12. 12. Rattle snake
  13. 13. City of sin
  14. 14. Radio Havanna
  15. 15. Axiom
  16. 16. Black derby jacket
  17. 17. Meteor of war
  18. 18. Dead bodies
  19. 19. Rigged on a fix
  20. 20. Young Al Capone
  21. 21. Reconciliation
  22. 22. Golden gate fields

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1 Kommentar

  • Vor 13 Jahren

    Das komplette Album wurde in einem Rutsch von vorne bis hinten aufgenommen und nicht mehr gross nachträglich bearbeitet.

    Kein Wunder, daß Tim zum Schluss hin immer heiserer klingt.

    Teilweise ist es echt auch einfach nur derbes Geknüppel - aber auf hohem spielerischen Niveau.
    Und ganz am Schluss noch so einen Knüllertrack mit dieser Power hinzukriegen, dazu gehört schon was.
    Das Video zu GGF zeigt auch wieviel Spass das alles gemacht haben muss.

    Nichts für Zartbeseitete.
    Aber sicher ein gelungenes Experiment.