Das Cover war rot, an den Drums saß Dave Grohl, Nick Oliveri und Mark Lanegan standen ebenfalls im Line Up, Fans und laut.de-Redaktion drehten kollektiv durch. So war das 2002. Mit "Songs For The Deaf" begann eine neue Zeitrechnung. Elf Jahre danach ist alles anders und doch manches wieder wie damals: …

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  • Vor 8 Jahren

    Interessant was passiert, wenn eine Band mehr und mehr musikalische Qualität entwickelt und sich bei einem Album nicht mehr auf eine Sammlung von 4-to-the-floor-Tracks verlässt. Dieser alten Tauglichkeit zum Stadion- und Festivalrock verdanken die Queens offensichtlich die meisten ihrer Fans.

    Ich stelle mal eine These auf: Nicht nur die Band, auch ihre Fans sind älter geworden. Ich bezweifle, daß sie heute noch immer Interesse am Herumhüpfen und Pogo in einer großen Halle haben. Sie legen die alten Scheiben aus nostalgischer Verzückung auf. Heute, nach all den Jahren persönlicher Entwicklung, würden Songs vom Kaliber eines SftD oder Rated R sie nicht mehr vom Hocker reißen. Die meisten trifft beim aktuellen Material die Enttäuschung, daß die Band ihre alten Gefühle nicht mehr bedienen kann.

    Hört dieses Album einfach mal, als wäre es ein Debüt. Höchstwahrscheinlich werdet ihr feststellen, daß sie ein heißer Anwärter auf die Platte des Jahres ist. Vielleicht liegts daran, daß ich selbst viel Musik mache, aber für mich ist in jeder Sekunde hörbar, daß QOTSA auf "...Like Clockwork" sehr viel größere Musiker sind als sie es jemals waren. Noch nie war die Stimmung auf einer ihrer Scheiben so dermaßen schlüssig, noch nie war der Spannungsbogen über die gesamte Spielzeit so gekonnt umgesetzt. Dagegen wirken ihre alten Scheiben, als ob die Band damals gerade aus der High School gekommen ist.

  • Vor 8 Jahren

    Zu Queens wurde nie gepogt, die Fans von QOTSA kommen vornehmlich aus der Stoner-Richtung, genau wie die Queens selbst, erst mit SFTD gab es ein kommerzielles Hallo und drölfmillionen Neue Fans die vorher mit Stoner nix am Hut hatten.
    Und ich erkenne auch keine große Weiterentwicklung in Sachen musikalischer Qualität, die Queens und auch schon Kyuss waren schon immer over the top.
    Der high-School-Satz ist reine Blasphemie!!!

  • Vor 8 Jahren

    Spätestens ab SftD wurde zu den Queens auf Festivals gepogt und herumgehüpft, sag ich doch. Musst die neue musikalische Qualität auch nicht erkennen, aber ich bitte darum, den High-School-Satz an den eigenen Maßstäben der Queens zu messen. Im Vergleich zu den heutigen QOTSA finde ich, daß letzten Platten klingen, als wären sie da gerade erst aus dem Ei geschlüpft.

  • Vor 8 Jahren

    Ragi
    Dein Gehör, Gespür und Deine Meinung in allen Ehren, habe ich auch kein Problem mit. Ich höre diese Musiker seit frühen Kyuss-Zeiten und habe schon immer viel geniales in deren Musik erlebt, nicht erst in den letzten Jahren.
    Und ja, mit diesem einen Überwerk kamen dann die Festival-Hüpf-Kiddies hinzu, schon Recht.

  • Vor 8 Jahren

    wenigstens ein booklet haette ich von den queens erwartet. und da wundern die kuenstler sich warum der konsument nur noch downloaded (legal, illegal).
    als musiker muss man sich doch heute (leider) was einfallen lassen,damit man noch einen grund hat original zu kaufen.

  • Vor 8 Jahren

    Niclas
    Absolut! Ein Booklet mit Texten ist Basis.

  • Vor 8 Jahren

    ok ein schoenes digipack mit making of dvd ist vll wuenscherei, aber bei dem guten cover kann mir keiner erzaehlen dass es nicht 1,2 schoene bildchen fuer ein booklet gegeben haette. leider alles sehr lieblos hingerotzt....wie leider das album auch.

  • Vor 8 Jahren

    Sehe das musikalisch zwar anders als Du, ansonsten aber ebenso bemerkenswert: QOTSA haben seit jeher überragende Videos und überragendes Design, schöne Booklets sind aber Fehlanzeige..
    Obwohl die alten Doppel-Vinyls schon wunderschönst sind.. hach.

  • Vor 8 Jahren

    Die CD bietet 0 Mehrwert, sieht es mit der Vinyl besser aus?
    |
    Ansonsten pendelt meine Meinung zwischen der von Souli und Ragism. Smooth Sailing finde ich allerdings indiskutabel. Textlich werden beim Titeltrack Assoziationen zu Justin Timberlake wach: "What goes around comes back around...", was mir den Spaß an dem Stück gewaltig versaut (Wahrscheinlich ist es auch wie bei Smooth Sailing eher der Tatsache geschuldet, dass der Song keinen Arsch in der Hose hat...). Der Rest der Songs hat jedoch viel Potenzial. Respekt hat Herr Homme definitiv verdient - sein Schaffen folgt einer kontinuierlichen Entwicklung, die guten, alten Zeiten gibt es mit ihm nicht.

  • Vor 8 Jahren

    Wo findet diese angebliche Weiterentwicklung denn statt??? Das einzige was ich seit Ltp merke ist, dass die Stücke zwar immer individueller aber musikalisch auch total langweilig werden. Was ist toll daran wenn ich mich wie in Misfit Love ewig durch geschrammel kämpfen muss, um am Ende vlt. Ein bisschen mit Joshs Gesang belohnt zu werden. Der gute ist wohl einfach nur alt geworden. Ich höre als junger Mensch immer noch die alten Scheiben weil R und Sftd einfach teilweise cool und relaxt waren. Und davon merkt man jetzt kaum noch etwas... Qotsa vorzuwerfen sie wären gerade der highschool entwachsen ist lächerlich. Das trifft vlt. Auf die Deftones zu Around the fur Zeiten zu, aber garantiert nicht auf Oliveri und Homme zu rated R Zeiten. Im Gegenteil Stücke wie In the fade und Chemistry wirken deutlich abgeklärter und besser produziert als der heute Output. Außerdem wurde Lanegan damals auch noch zum singen engagiert...

  • Vor 8 Jahren

    Wo findet diese angebliche Weiterentwicklung denn statt??? Das einzige was ich seit Ltp merke ist, dass die Stücke zwar immer individueller aber musikalisch auch total langweilig werden. Was ist toll daran wenn ich mich wie in Misfit Love ewig durch geschrammel kämpfen muss, um am Ende vlt. Ein bisschen mit Joshs Gesang belohnt zu werden. Der gute ist wohl einfach nur alt geworden. Ich höre als junger Mensch immer noch die alten Scheiben weil R und Sftd einfach teilweise cool und relaxt waren. Und davon merkt man jetzt kaum noch etwas... Qotsa vorzuwerfen sie wären gerade der highschool entwachsen ist lächerlich. Das trifft vlt. Auf die Deftones zu Around the fur Zeiten zu, aber garantiert nicht auf Oliveri und Homme zu rated R Zeiten. Im Gegenteil Stücke wie In the fade und Chemistry wirken deutlich abgeklärter und besser produziert als der heute Output. Außerdem wurde Lanegan damals auch noch zum singen engagiert...

  • Vor 8 Jahren

    Das mit der High School werde ich nicht noch einmal erklären. Die Weiterentwicklung ist eine musikalische. Jede Note, jedes Arrangement sind genau da, wo sie hingehören. Jeder Song ist so viel besser komponiert als früher, daß ich mich sehr wundere wie man das nicht bemerken kann. Ein einzelner Track der neuen Platte bietet mehr Dynamik als ein komplettes Album der Band zuvor. Meine zeitweise Langeweile mit den alten Werken rührt auch zum guten Teil daher, daß die Songs bis zum Ende auf 180 blieben und im Grunde nur durchgeprügelt wurden, sobald das Intro vorbei war. Das zwar auch auf hohem technischen Niveau, dafür aber weniger auf einem songwriterischen.

    Homme hat es scheinbar nicht mehr nötig, für Kiddies und Jungebliebene zu schreiben, welche die Tracks laut aufdrehen und sich vorstellen wollen, sie würden in einem heißen Schlitten durch die Wüste brettern. Er hat sich als Musiker und Songwriter entwickelt. Es mag sein, daß die Scheibe auch mehr für Musiker als für die Fans geschrieben wurde. Das hier wirkt jedenfalls mehr wie ein vollständiges Werk, in der Komposition als auch im Sounddesign. Es ist weitaus ambitionierter als eine bloße Aneinanderreihung von Tracks, welche alle vorigen Alben kennzeichnete. Die Spannung liegt hier im Detail und weniger in den obercoolen Singles zum Kopfnicken und Mitstampfen.

  • Vor 8 Jahren

    Misfit Love ist ein Übersong du Banause.

  • Vor 8 Jahren

    @Ragism (« Das mit der High School werde ich nicht noch einmal erklären. Die Weiterentwicklung ist eine musikalische. Jede Note, jedes Arrangement sind genau da, wo sie hingehören. Jeder Song ist so viel besser komponiert als früher, daß ich mich sehr wundere wie man das nicht bemerken kann. Ein einzelner Track der neuen Platte bietet mehr Dynamik als ein komplettes Album der Band zuvor. Meine zeitweise Langeweile mit den alten Werken rührt auch zum guten Teil daher, daß die Songs bis zum Ende auf 180 blieben und im Grunde nur durchgeprügelt wurden, sobald das Intro vorbei war. Das zwar auch auf hohem technischen Niveau, dafür aber weniger auf einem songwriterischen.

    Homme hat es scheinbar nicht mehr nötig, für Kiddies und Jungebliebene zu schreiben, welche die Tracks laut aufdrehen und sich vorstellen wollen, sie würden in einem heißen Schlitten durch die Wüste brettern. Er hat sich als Musiker und Songwriter entwickelt. Es mag sein, daß die Scheibe auch mehr für Musiker als für die Fans geschrieben wurde. Das hier wirkt jedenfalls mehr wie ein vollständiges Werk, in der Komposition als auch im Sounddesign. Es ist weitaus ambitionierter als eine bloße Aneinanderreihung von Tracks, welche alle vorigen Alben kennzeichnete. Die Spannung liegt hier im Detail und weniger in den obercoolen Singles zum Kopfnicken und Mitstampfen. »):

    Du erinnerst mich schon ewig so gnadenlos an einen mir nur allzu gut bekannten Gitarristen... Du studierst nicht zufällig Soziologie in der Provinz, könntest schon seit Jahren vom Niveau deiner Hobbyproduktionen leben, bist aber ein zu streitbarer Mensch, um für die Länge einer Albenproduktion gut mit anderen Musikern auszukommen? Wenn doch, dann sprech ich jetzt deinen Namen aus! :D
    Scherz beiseite, ich werde dem Album sicher noch den ein oder anderen Durchlauf kredenzen. War nie der Über-QUOTSA-Fan, hab Kyuss Mitte der 90er kennengelernt und mir gefällt auch kein QOTSA-Album so gut wie "Sky Valley" oder auch "...circus leaves town".
    Ich hab weder ein 2tes SftD erwartet noch erhofft, diese Art Fan bin ich nicht - aber durch die mediale Repräsentation im Vorfeld des Albums konnte man schon den Eindruck gewinnen, Homme und co. legten es auf eine derartige Deutung durch Fans an und entfachten einen solchen Hype bewusst mit.
    Es kann gut sein, dass mir durch die grobe stilistische Umstellung im Songwriting und Sound einige feine Nuancen der Platte bisher entgangen sind - aber QOTSA empfand ich eh schon IMMER (auch vor SftD) mehr als "Arschtreter"-Band, die ungezwungenen, soliden, trockenen, manchmal trippigen Rock inszeniert.
    Ich mache (rein hobbymäßig) seit vielen Jahren Musik, habe ein Instrument ganz klassisch gelernt und zwei weitere autodidaktisch, beschäftige mich intensiv mit tauglichem audio home recording - ich finde nicht, dass es eine "Platte für Musiker" ist, dafür sind die Songs zu langweilig.
    Anders als Tool, Porcupine Tree, Oceansize, Isis etc. hatte ich noch nie das Gefühl, in einen QOTSA-Song wirklich "eintauchen" zu können - Geschmackssache, dafür waren die Queens für mich immer schon passende Untermalung für andere Lebenssituationen. Schwer zu beschreiben - aber QOTSA bewegen mich mehr außen als innen, und um das mit dem neuen Album zu ändern, empfinde ich die Songs als zu schwach.
    Ich will mit dem Beitrag nicht auf den Tisch kacken, mich selbst erhöhen oder andere Musiker klein reden, im Gegenteil: Ich versuch hier nur zu verdeutlichen, dass es eine rein subjektive Geschmacksfrage ist, wie einem dieses Album gefällt. Thesen ähnlich wie "Euch geht es nicht ab, weil ihr aus der Fanboy-Erwartung eure Arschtreter-Band zurück wollt bzw. weil ihr es nicht wie ein Musiker hört" halte ich persönlich für hinfällig.

  • Vor 8 Jahren

    @akademlker (« Misfit Love ist ein Übersong du Banause. »):

    Stimmt Hommes selbstbetiteltes kompositorisches Meisterwerk... Geil wird's ab der Stelle wo sein heller Gesang anfängt. Der Anfang ist nervtötend:) und was die Aussage von Ragism betrifft, ich hab wirklich keinen blassen Schimmer von Komposition und songwriting aber zu behaupten die neuen Songs wären dynamischer als die alten. Hast du schon mal regular John schön in stille mit Kopfhören gehört?? Das ist Power und dynamik. Dagegen ist 3s and 7s ne schlaftablette.

  • Vor 8 Jahren

    @akademlker (« Misfit Love ist ein Übersong du Banause. »):

    Stimmt Hommes selbstbetiteltes kompositorisches Meisterwerk... Geil wird's ab der Stelle wo sein heller Gesang anfängt. Der Anfang ist nervtötend:) und was die Aussage von Ragism betrifft, ich hab wirklich keinen blassen Schimmer von Komposition und songwriting aber zu behaupten die neuen Songs wären dynamischer als die alten. Hast du schon mal regular John schön in stille mit Kopfhören gehört?? Das ist Power und dynamik. Dagegen ist 3s and 7s ne schlaftablette.

  • Vor 8 Jahren

    @Harrison
    Jedem das seine. Misfit Love find ich super, aber mir gefällt ja auch Avon besser als Regular John. Und RatedR (als ganzes Album) besser als SFTD.

    @soulburn
    Gut erklärt.
    Das mit dem "mehr außen als innen" kann ich gut nachvollziehen, mir gefällt die Band aber auf beide Arten. (Das 'erbärmlich' tut mir aber immer noch im Herzen weh.)

  • Vor 8 Jahren

    Qotsa war noch nie die Band mit den mega Hit Singles. Weder in den charts noch auf Festivals. Irgendwann kann man Musik halt nicht mehr objektiv bewerten. Ich verbinde z.b mit John schon persönliche Erinnerungen, mit Avon nicht. Schon hat man nen völlig anderen Blick auf nen Song:)

  • Vor 8 Jahren

    habe ein SFTD2 erwartet, von daher beim ersten durchhören enttäuscht.
    Nach 3 maligem weiterhören fing ich an mich an den sound zu gewöhnen und jetzt nach dem 20.mal : ich liebe es.

    Vampyre, Fairweather Friends und I Appear Missing sind meine Highlights und Smooth Sailing ist ja mal ein genialer Strip Song.

  • Vor 8 Jahren

    warum wird diese band so gefeiert? sind sie eine stilikone? muss sich jeder aus prinzip zu ihnen äußern? isses "cool" und "akademisch" zugleich, wenn man diese band mag? ist die musik wirklich genialisch, also von den machern autonom kreiert, oder ist sie ausdruck des routinierten, aber an die bedürfnisse des hörers angepassten ausspielens von vermeintlichen alleinstellungsmerkmalen?