9. Dezember 2011

"Mit 'nem guten Physiotherapeuten ist Alter kein Thema"

Interview geführt von

Es gibt sie noch, die Underground-Thrash Bands, die Wiedekind-Texte nicht mit Scheißmusik hinterlegen oder privat plötzlich mehr an Gott als an Satan denken. Ein gutes Beispiel dafür liefert das teutonische Knüppel-Kollektiv Purify, das mit "Hellophile" erst vor wenigen Wochen eine erste Duftmarke im heiß umkämpften Musikbiz gesetzt hat.Stellvertretend für die gesamte Band hat sich Bassist Michael "Eddy" Edele die nötige Zeit genommen, um ausführlich über das neue Album, den Thrash Metal, junge Stehgeiger und Auftritte mit Brüchen und Überdehnungen zu schwadronieren.

Was zur Hölle soll das Coverartwork eigentlich darstellen? Miniguns? Einen Körper? Saiten? Schaut zwar evil aus, aber eben auch ein bisschen verwirrend. Wie fügt sich das Motiv mit dem Songmaterial zusammen?

Eddy: Gar nicht (lacht). Ich muss gestehen, dass weder der Albumtitel, noch das Cover irgendwas mit den Texten oder untereinander zu tun haben. Sowohl Cover als auch Titel basieren auf Ideen von unserem Gitarristen Guido. Die Coveridee stammt in den Grundzügen von Guido und zeigt eine Skulptur, die in Mainz vor dem Ministerium für Bildung steht. Frag' mich aber nicht, was es darstellen soll. Das Ding stammt von Gernot Rumpf, heißt eigentlich Glockenbaum, wird von den Mainzern aber nur Beamtenwecker genannt. Sieht auf jeden Fall abgefahren aus. Wir haben im inneren des Booklets auch einzelne Nahaufnahmen davon verwendet. Abgelichtet hat das Thomas Kohl, mit dem ich auch als Fotograf immer über das Summer Breeze renne. Das letztendliche Artwork hat unser Sänger zusammen mit dem Heiner Hamm erstellt. Musste dann zum Ende hin alles recht schnell gehen, weswegen ein paar Sachen auch provisorisch aussehen. Aber wir sind ganz zufrieden damit.

"Hellophile" nennt sich das gute Stück. Mehr Klischee geht ja nicht. Bezieht ihr euch damit auf euch selbst oder hat das eine tiefere Bedeutung?

(Lacht) Ja, das hat eine ganz unglaublich tiefe Bedeutung. Es sagt nämlich aus, dass wir sozusagen nach den Aufnahmen des Albums auf einmal drauf gekommen sind, dass wir auch 'nen Titel brauchen könnten. Unser Guido hat Spaß dran, mit englischen Kunstwörtern zu experimentieren. Irgendwann ist ihm dann eben "Hellophile" eingefallen, was ihn so fasziniert hat, dass er das unbedingt mal als Titel für eine CD verwenden wollte. Das hätte zwar besser zu seiner alten Band Deadspawn gepasst, aber jetzt haben wir das halt verwendet. Einen entsprechenden Song gibt es auf der Scheibe nicht, da das Material bis zur Titelwahl schon stand, aber vielleicht holen wir das auf der nächsten Scheibe nach. Die Skulptur vom Cover passt mit den Hörnern ja eigentlich ganz gut dazu und da haben der Mönch und der Heiner eben noch ein wenig dran rumgebastelt. Ich find's ganz cool. Hat 'n bisschen was Comicartiges, von daher gefällts mir.

Mir ist ja aufgefallen, dass die Produktion nicht so künstlich aufgeplustert klingt, wie es mittlerweile Usus im Metal-Business ist. War das ein bewusster Schritt, um die Bandphilosophie auch auf diese Weise widerzuspiegeln? Ist Triggern die achte Todsünde?

Äh, nö. Ich sehe ehrlich gesagt keinen Grund, warum man im Studio nicht mit Triggern, Overdubs oder digitalen Effekten und allem, was der Laden hergibt, arbeiten sollte. Der Knackpunkt ist immer, was man live auch reproduzieren kann. Solange man das im Auge behält und auch schafft, hab' ich kein Problem mit sowas. Live kommen bei uns Trigger nicht in die Tüte, da muss der Wink noch richtig ran (lacht). Wir haben eine Gitarre, Bass, Drums und Vocals. Da tricksen wir auch im Studio nicht viel rum. Wir haben unter den Soli noch 'ne Rhythmusgitarre eingespielt, weil Guido und ich der Meinung sind, dass das sonst so ausdünnt. Das haben Pantera nie gemacht und auch mit dem Alex von Farmer Boys/Tieflader hatte ich da schon Diskussionen drüber, weil der das als so 'ne Art Todsünde ansieht, hehe. Aber ich finde so was durchaus legitim. Live muss ich da dann halt mit dem Bass ein bisschen boosten. Dass das auf der CD nicht so aufgeplustert klingt, haben wir Erik Adam H. (Gitarrist bei Mekong Delta) zu verdanken, der uns das Ding sehr schön gemischt und gemastert hat. Da haste dich in der Review vertan, denn der Chai hat nur die Aufnahmen und Produktion übernommen. Aber wir sind nun mal massiv von Bands wie Overkill und Exodus beeinflusst und wollten deswegen auch eher 'ne erdige Produktion haben. Eddy Verni und Guido Holt, sozusagen.

Gibts beim Songschreiben eigentlich eine Diktatur? Wie läuft der Prozess im Hause Purify ab?

Öh, bedingt. Also Diktatur jetzt nicht, aber im Endeffekt schreibt der Guido seine Songs zusammen mit dem Wink im Proberaum, und ich schreib' meine Songs daheim mit Cubase. Ich komm ursprünglich von den Drums und hab' entsprechend auch meist schon bestimmte Patterns im Kopf, wenn ich Songs schreibe. Gitarre und Bass hab' ich mir selber beigebracht, weil ich die Ideen, die ich hatte, auch irgendwie mal umsetzen wollte. Das heißt, ich nehme neue Songs quasi als Roughmix schon mal daheim fertig auf und drück' sie den anderen dann in die Hand. Da ist dann aber noch nix in Stein gemeißelt, was Arrangements und Riffs angeht. Leichte Veränderungen gibt es letztendlich sowohl an meinen Songs als auch an denen von Guido. Da ich schon lange kein Drummer mehr bin, kitzelt der Wink aus seinen Patterns meist noch etwas mehr raus, als mir eingefallen wäre. Und da Guido ein deutlich besserer Gitarrist ist als ich, packt er in meine Riffs auch meist noch ein paar Licks oder sonstige Späße mit rein. Das einzige Problem ist, dass Wink und Guido immer Ewigkeiten brauchen, meine Songs zu lernen, weil sie die eben nicht zusammen in Kleinstarbeit im Proberaum aufgedröselt haben. Das geht mir oftmals tierisch auf die Eier (lacht).

Nicht ganz so klischeehaft wie Titel und Aufmachung sind die textlichen Inhalte eurer Songs. Da wird ja durchaus mal gegen Trends und Rassismus angesungen. Was pisst euch denn so richtig an? Und warum habt ihr es euch nicht leicht gemacht und durchwegs von Blut, Tod und Teufel gesungen?

Tja, auch da muss ich dich auf das nächste Album vertrösten, das wir im Sommer 2012 aufnehmen werden. Da hat dann der Mönch die Federführung in Sachen Lyrics und dann geht es auch schon mal um Meerschweinchen-Apokalypsen, Penispumpen und andere Subtilitäten. Auf "Hellophile" haben viele Songs schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Entsprechend stammen die Titel noch von unserem alten Sänger. Die Texte waren aber … naja, sagen wir mal simpel formuliert. Als ich eine Zeit lang das Mikro noch zusätzlich übernommen hatte, hab' ich mich echt geschämt, so was zu singen. Also hab' ich die Titel und die Kernaussage beibehalten und neue Texte geschrieben. Was die Themen angeht, war ich mit dem alten Sänger relativ auf einer Wellenlänge. In meinen Lyrics geht es im Grunde darum, sein Hirn zu benutzen und sein eigenes Ding zu machen. Ich hasse nichts mehr als dumme oder arrogante Menschen, und wenn beides auch noch gekoppelt auftritt, muss ich mich echt zusammenreißen, denjenigen nicht direkt aus den Schuhen zu fausten. Aber Höflichkeit und Rücksichtnahme auf andere wird heutzutage immer mehr als Schwäche ausgelegt. Das ist nicht nur bedauerlich, sondern zeugt meiner Meinung nach auch immer mehr von der wachsenden Dummheit und Ignoranz unter den Leuten.
Der Rest der Band legt nicht unbedingt viel Wert drauf, sich in Texten kritisch oder politisch zu äußern. Das kann ich respektieren. Vor allem live kommt es uns natürlich primär auf den Spaß an. Ich hab' noch keinen erlebt, der mit 'ner Scheißlaune von einem unserer Konzerte nach Hause ist und wenn wir dann eben von Penispumpen oder Meerschweinchen singen – wegen mir (lacht).

"Slayer fand ich schon immer überbewertet"


Speziell MTV hattet ihr ja am Pranger. Wirklich so schlimm? Gäbe es beim Thema Internet nicht mehr Reibungspunkte?

Klar, aber sollen wir über Twitter oder Facebook singen? Bei Beloved Enemy hatten wir 'nen Song namens "Generation Download". Gute Nummer, aber textlich fand ich das immer schon 'n bisschen … naja. Wir sind ja schon alles alte Säcke, wir haben noch die D-Mark erlebt (lacht). Als MTV damals angefangen hat, gab es tatsächlich noch so was wie VJs und die waren dann die Stil-Ikonen und total hip. Wie ich dieses Wort hasse … Da kann man schon mal drauf klopfen. Außerdem ist auch hier das Wortspiel ganz interessant zwischen MTV und empty we. So seelenlos und leer wie das ganze Programm von MTV war, ehe es zum Pay TV wurde, das trifft es doch recht gut. Und über die Pornos wird sich wohl keiner ernsthaft beschweren wollen, oder?

Sind die Songs eigentlich durchwegs neu verfasst, oder habt ihr schon auf ältere Kamellen zugegriffen, die eben aus verschiedenen Gründen noch nicht veröffentlicht wurden?

Wie gesagt, da sind schon einige dabei, die 'n paar Jahre auf dem Buckel haben. "Psychopath" ist ne recht alte Nummer, "Klan Of Hate" oder auch "Not In My Name". "Gravity Kills" oder "Corruption" sind dann beispielsweise Sachen, die direkt schon von mir mit Texten und Titeln verfasst wurden. Wir werden auf dem nächsten Album mit "Chainsaw Carnage" einen Track haben, der wirklich uralt ist, aber die Leute gehen live immer noch voll drauf ab. Da er bislang nur auf einem popeligen Demo zu hören war, überarbeiten wir die Nummer gerade ein wenig.

Neben Exodus hab ich ja auch Testament und ein bisschen Metallica rausgehört. Du siehst das sicher völlig anders und schimpfst mich einen Dilettanten. Welche Bands haben Purify also wirklich geprägt? Gibt es in der Thrash-Szene auch Kombos, die ihr so gar nicht abkönnt?

Ne, ne, mit Exodus liegste schon völlig richtig und auch Testament hören andere gern bei uns raus. Versteh' ich persönlich zwar nicht wo, aber soll mir ja recht sein (lacht). Overkill sind ein großer Einfluss, was mich angeht. Demolition Hammer sind nach wie vor meine All Time-Faves! Kombos die wir gar nicht abkönnen? Hm, also im Thrash fällt mir da jetzt nix ein. Klar gibt es da ein paar Bands, die mich mehr und welche, die mich weniger interessieren. Ich versteh' zum Beispiel nicht, warum im Underground so ein Trara um Hirax gemacht wird. Aber wenn mir 'ne Band nicht gefällt oder auf die Eier geht, dann geb' ich mich mit dem Sound erst gar nicht ab, bevor ich mir die Mühe mach', mich über die aufzuregen.

Der Groove rückt bei euren Songs immer wieder mal raus und sorgt für Abwechslung. Mir war die Abwechslung auf "Hellophile" aber noch ein bisschen zu wenig. Wird der 2012 erscheinende Nachfolger etwas eigenständiger werden?

Ich denke schon, dass auf dem Nachfolger mehr Abwechslung sein wird, gerade auch in Sachen Tempo. Wobei ich auch "Hellophile" nicht unbedingt als durchgehend schnell bezeichnen würde. Wir achten schon drauf, dass wir in den meisten Songs immer irgendwelche Parts drin haben, die sich in Groove oder Spielweise deutlich vom restlichen Song unterscheiden. Wir versuchen halt nicht wie Metallica oder Machine Head jetzt nur noch Songs zu schreiben, die sechs Minuten und länger sind. Wir sehen das eher mit der Punk/Hardcore-Einstellung, dass nach drei Minuten in den meisten Thrash-Songs eigentlich alles gesagt ist, was es zu sagen gab.
Guido ist ein ausgezeichneter Gitarrist und hat für einen Thrasher ein unglaubliches Blues-Feeling, das ich sehr schätze. Vor allem in den Soli kommt das immer wieder durch, aber auch in den Riffs. Und was die Abwechslung angeht: Wir planen für die nächste Scheibe wohl als Bonus eine Big Band-Version von "Not In My Name" und vielleicht 'ne Jazz-Version von einem neuen Song. Zeig' mir doch mal 'ne andere Thrash-Band, die sowas macht (lacht).

Dass Slayer so etwas wie Hohepriester für jede ernsthafte Thrash-Band sind, ist ja kein Geheimnis. Aber wie weh tut das rechtschaffenen Underground-Thrashern wie euch, wenn sich Metallica mit der Lou Reed Kollaboration "Lulu" endgültig selbst disqualifizieren? Denkt man da schon an Suizid?

Ganz ehrlich: Metallica haben mit "Re-Load" allerspätestens jegliche Relevanz für mich verloren. "Lulu" ist ein ganz armes Stück Musik. Ich spreche nur von der Musik! Was den intellektuellen Ansatz der Texte angeht, ist es mir einfach egal, der kann da noch so hoch sein. Metallica haben auf "St. Anger" sämtliche Trademarks über Bord geworfen und mit "Death Magnetic" für mich bewiesen, dass sie keine schlüssigen, stringenten Songs mehr schreiben können. Das "Black Album" ist die letzte Scheibe, die ich noch als Vinyl daheim im Schrank habe. Bis auf einige Ausnahmen langweilt mich der Rest an Veröffentlichungen von denen nur noch. Und by the way: Slayer fand ich eigentlich schon immer irgendwie überbewertet (lacht).

"Das ist Thash Metal! Wollt ihr kuscheln?"


Line-Up-Wechsel sind immer schlecht, das weiß man. Aber zehn Jahre bis zum Debütalbum zu brauchen, kann wohl nicht ausschließlich damit begründet werden. Woran lag es? Alben kann man ja auch selbst pressen, ohne Label.

Ja, richtig. Und wenn du auch noch anfangen kannst, Geld selber zu pressen, dann wirst du bald der größte Rockstar auf diesem Planeten! Das kostet halt alles Kohle. Als ich bei Purify eingestiegen bin, war ich noch Student, der Guido arbeitslos, der Horst [der frühere Sänger, d. Red.] irgendwas und der Dave [der alte Drummer, d. Red.] irgendwas anderes. Wir hatten schlicht und ergreifend keine Kohle für nix. Keine anständigen Aufnahmen, keine Shirts, wir hatten gerade mal ein Banner mit dem Schriftzug. Die Aufnahmen und alles drum herum haben wir ja jetzt auch selber finanziert. Die Kosten für Druck und Pressen hat zum Glück jetzt unser Label Aaarrg Records übernommen, weil sonst wäre es echt knapp geworden. Das ist eine rein finanzielle Frage. Wir sind jetzt schon wieder am Zusammenkratzen der letzten Kohle, damit wir im Sommer auch das nächste Album finanzieren können. Zumindest hat jetzt jeder 'nen Job. Der Mönch studiert zwar noch, aber auch der steuert seinen Teil durch Nebenjobs bei.

Euer – erst seit zwei Jahren in der Band spielender – Sänger Mönch ist für mich ein Urviech vor dem Herrn. Wo habt ihr den ausgebuddelt?

Der hat sich, glaub' ich, auf 'ne Anzeige gemeldet, die der Guido geschaltet hatte. Das ist echt 'n richtiger Glücksgriff gewesen. Nicht nur, weil der schreien, brüllen und grunzen kann, sondern weil der genauso matt in der Birne ist, wie der Rest von uns (lacht). Der Humor innerhalb der Band ist grenzwertig, aber eben bei allen von uns. Auf der Bühne muss der Jungfuchs zwar noch 'n bisschen sicherer werden, vor allem, wenn grad mal 'ne Gitarre oder 'n Bass abkackt, aber ansonsten agiert er da auch schon recht sicher. Er hat so 'ne nette Art, das Publikum zu beleidigen, wenn die nicht genug Stimmung machen und es gibt tatsächlich vereinzelt Leute, die sich darüber aufregen. Hey – das ist Thrash Metal! Wollt ihr kuscheln? Wenn ihr auf 'nem Konzert seid, bewegt eure Ärsche. Wenn nicht, dann pöbeln wir euch an (lacht). Wenn wir nach unseren Gigs dann vor der Bühne stehen und uns die anderen Bands anschauen, kann man uns genauso bepöbeln und anquatschen. Verdammte Axt, wir wollen da doch alle nur unseren Spaß haben. Wer das zu ernst nimmt, sollte vielleicht eher Rondo Veniziano hören.

Wie kann man sich eine Band wie Purify im Proberaum vorstellen? Kistenweise Bier und weiche Drogen oder doch schon Earl Grey-Tee und Honigmilch, weil ihr nicht mehr die Allerjüngsten seid?

Du Arsch (lacht). Wir haben erst seit ein paar Wochen wieder 'nen Proberaum. Der is ziemlich klein und beschissen isoliert. Aber ob dus glaubst oder nicht, Bier gab es bislang eigentlich nie bei uns im Proberaum und weder weiche, noch harte Drogen. Das alles hält einen nur vom Proben ab und deswegen sind wir ja letztendlich da drin. Wir machen da keine Partys oder hängen da groß rum und labern uns gegenseitig voll. Dazu müsste ich die anderen ja tatsächlich leiden können (lacht). Wir sind recht spartanisch, was die Proberaumausstattung angeht, schon allein aus Platzgründen. Aber was das Alter angeht: Okay, drei von uns haben die 30 schon hinter sich gelassen, aber wenn ich mir die ganzen Stehgeiger anschau', die in vielen jüngeren Bands spielen, dann fällt mir da eigentlich nichts mehr ein. Ich stand schon mit eingeklemmten Nerven, gebrochenen Zehen und überdehnten Bändern auf der Bühne und hab alles gegeben. Mit 'nem guten Physiotherapeuten ist Alter kein Thema (lacht).

Live zu spielen ist ja gerade bei eurem Underground-Status essenziell. Ist da schon etwas spruchreif? Würde sich eine Tour zeitlich überhaupt ausgehen?

Wir spielen im November ein paar Gigs, unter anderem mit Hatred und Godslave. Für Dezember sind ein, zwei Sachen geplant, aber noch nichts bestätigt. Ich denke schon, dass wir bei einer Tour alle dabei wären und das entsprechend einrichten könnten. Am schwierigsten dürfte das vermutlich für unseren Drummer werden, das mit dem Job zu regeln, aber bislang steht da eh nichts an. Wir haben leider immer noch keine Booking-Firma und müssen uns um alles selber kümmern. Vieles läuft da nach wie vor über Austauschgigs. Falls das also jemand liest und sich gerne mal die Ohren frei pusten lässt: Wir spielen überall!

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