laut.de-Kritik

Teilt mit Thom Yorke die Vorliebe für melancholische Stimmungslagen.

Review von

Welche Wohltat, ein neues Album von PJ Harvey in den Händen zu halten, nach so langer Wartezeit. Ja gut, seit "Is This Desire" sind erst zwei Jahre vergangen, aber zwei Jahre können bekanntlich ganz schön lang sein.

Die neue Scheibe der scheuen Polly hat allerdings mit der letzten, eher düsteren Veröffentlichung nicht viel gemein, auch wenn Mick Harvey von den Bad Seeds wieder die Gitarre schlägt und an der Produktion mit gewirkt hat. Vor allem mit den ersten drei Tracks kehrt PJ Harvey zurück zu den Wurzeln ihrer ersten Veröffentlichungen. Rockiges bis staubtrockenes Songwriting mit nachdenklichen bis poetischen Texten in der Tradition von Patti Smith ist anfangs zu hören, bevor "One Line" ruhigere Töne anschlägt.

Dabei trägt das Album mit der sparsamen Instrumentierung, einer gewissen Neigung zur Disharmonie und den ausgefeilten Kompositionstechniken (Spiegelung, Krebs) die typischen PJ Harvey-Merkmale. "Beautiful Feeling" ist eine ganz verhalten schwebende Nummer, eine Art Auszeit. Die krachigen Gitarrenriffs von "The Whores Hustle And The Hustlers Whore" rütteln den Hörer dann gerade rechtzeitig wieder wach, auf dass er ja den Höhepunkt des Albums nicht verpasse. Den nun hat endlich Radioheads Thom Yorke seinen Auftritt.

Komisch eigentlich, dass es zu dieser Kooperation nicht schon früher gekommen ist. Schließlich haben doch Polly und Thom nicht nur die großartigsten Stimmen Englands, sondern auch eine gemeinsame Vorliebe für zerbrechlich-melancholische Stimmungslagen. Da darf man auch mal einen Kompromiss eingehen: Das dahin perlende E-Piano von "This Mess We're In", das Yorke offensichtlich so sehr schätzt, wirkt auf einer ansonsten sehr gitarrenlastige Scheibe ein wenig deplatziert. Trotzdem ein toller Song.

Wie der ganze Rest. Bei einer PJ Harvey-Scheibe gibt es einfach keine Ausfälle. Nicht einen!

Trackliste

  1. 1. Big Exit
  2. 2. Good Fortune
  3. 3. A Place Called Home
  4. 4. One Line
  5. 5. Beautiful Feeling
  6. 6. The Whores Hustle And The Hustlers Whore
  7. 7. This Mess We're In
  8. 8. You Said Something
  9. 9. Kamikaze
  10. 10. This Is Love
  11. 11. Horses
  12. 12. We Float

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LAUT.DE-PORTRÄT PJ Harvey

Wenn PJ Harvey mit roten Pumps, dem knappsten denkbaren Kleid und einer E-Gitarre an der Hüfte auf der Bühne steht, hält das Publikum den Atem an.

5 Kommentare mit 42 Antworten

  • Vor 2 Jahren

    Großartige Platte, verwunderlich, dass hier noch niemand gepostet hat.

  • Vor 2 Jahren

    Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.

    • Vor 2 Jahren

      Merk ich mir für den nächsten Kram den Du toll findest, dann kotz ich auch mal off topic vorbei.

    • Vor 2 Jahren

      Was "?", kommst hier vorbei, laberst von Schleimspuren als ob es schlimm wäre seine Begeisterung für ein Album / Künstler kund zu tun. M.E. völlig unnötig. Und nein, ich werde Dir das sicher nicht gleichtun.

    • Vor 2 Jahren

      Was willst du denn gleichtun? Habe keine Namen genannt

    • Vor 2 Jahren

      Muss Lauti hier absolut recht geben.

      NICHT in einem PJ-Thread oder bei vergleichbar ernstzunehmenden Künstlern. Ob ihr den Kindergarten, an dem lauti ja seit fast 14 Tagen eigentlich gar nicht mehr teilnimmt, in euren Puppenkaspar-Deutschrap-Threads, wo er rein verhaltensmäßig ja bestens hinpasst, weiter veranstalten wollt, ist mir dabei herzlich egal. HIER NICHT.

      #wuffsaid

    • Vor 2 Jahren

      Doc, Du bist einfach nur ein behinderter Spast und ein überaus hochnäsiger Hurensohn. Verschiedene Deutschrap-Acts sind ebenso ernstzunehmen wie z.B. PJ. Wenn man ein Genre einfach so abtut, nunja, siehe Anrede. Und wer wo wan wie in welchem Kindergarten teilnimmt ist doch völlig egal, was geht es Dich an?

      Ich hoffe der Sensemann kommt Dich im wahren Leben bald holen. Ich wünsche mir, dass Du stirbst. Nur ein ganz kleiner inniger und ernst gemeinter Wunsch am Rande.

    • Vor 2 Jahren

      hahaha... Lauti wieder mal am heiß drehen. Na, was los, hat die Angebetete dich als den sexistischen und hirnlos daher plappernden Tölpel enttarnt, der du -bemessen an deinen hiesigen Kommentaren- wirklich bist?

      Jemand mit deinem Erfahrungsschatz sollte bis hierhin doch gelernt haben, konstruktiver mit Zurückweisung und Herabsetzung zurecht zu kommen, als mit wüsten Beschimpfungen und Todeswünschen für's RL, hm? Danke.

      Dass du hier aufgrund eines winzigen Eingriffs schon so am überschäumen bist, zeigt doch nur, dass Küchenpsychologie im Umgang mit Küchenschaben wie dir noch am wirkungsvollsten ist. :D

    • Vor 2 Jahren

      WTF? Pseudo wollte dir zur Seite springen und die Hater schelten, und das ist der Dank dafür?

      Oder habe ich das falsch verstanden? :D

    • Vor 2 Jahren

      Doc, niemand schäumt und mein Leben ist tutti wie immer (!). Nur Du bist halt ein Hurensohn welcher ewig nervt und Du kannst halt einfach bitte gerne bald sterben, das sage ich todesentspannt, egal was Du wieder blubberst. Es sterben so viele Menschen jeden Tag, wieso dann nicht ein Spast wie Du? Dir den Tod zu wünschen ist wirklich wirklich keine große Sache, bitte nicht überbewerten. #wuffsaid

    • Vor 2 Jahren

      So beruhigt euch doch, bitte! Immer diese Negative Vibrations hier! :)

    • Vor 2 Jahren

      Django, alles gut, habe den Sub-Faden hier jetzt ja geschlossen. ;)

    • Vor 2 Jahren

      LOL, der drohuser dreht auf.

      #timogami
      #todesengel

    • Vor 2 Jahren

      Antipathie ist niemals ein Zeichen souveränen Umgangs mit einer Situation oder Person, soviel sollten selbst niedere Küchenschaben wie Du mitgenommen habe.

      Allein, dass du solche Kommentare so formulierst... Du raffst es nicht, oder? Würdest du wirklich über einem dieser Kommentare stehen, wärest du auf keinen von den betreffenden in den letzten 8 Jahren eingegangen. Aber deine Reaktionen, insbesondere die Formulierungen, zeugen von ganz anderen Emotionen in dir als "todesentspannt anderen den Tod wünschen".
      Nachgewiesenerweise ist psychisch unbelasteten Menschen der Verbleib von ihnen unbekannten Personen überwiegend egal, aber warte... du warst ja schon immer ein bissl special, hmm? :D

    • Vor 2 Jahren

      Souli, zufällig schon mal mit dem Thema Suizid und Online-Foren beschäftigt?
      Habe keinen Bock auf eine anständige Literaturrecherche und bin dankbar für jede Zusammenfassung, die ich mir irgendwo plagiatfrei ergaunern kann. :D

    • Vor 2 Jahren

      Soviel zum Thema:Kindergarten, hier nicht!

    • Vor 2 Jahren

      mundi: ich habe nicht im Ansatz gedroht. In keinster Weise.

      Doc: was souverän, ich will doch gar keine Umgang mit Dir!? Ich mag Deine Ausgabe hier nicht, Du nervst seit Jahren, rennst mir hinterher und blubbest Deinen halbgaren Müll, stirb halt, juckt mich doch nicht. Und jetzt lass Deine Küchenpsychologie halt mal, DU braucht mir sicher nicht erklären wie entspannt und souverän ich bin.Faden ist jetzt zu, aight.

    • Vor 2 Jahren

      ...vleilleicht fängst du also mal bei der Einsicht an, dass egal wieviel DU übers "Todesentspannt und alles tutti" hier blubberst, es in der Ausformulierung immer wirkt, als würdest du hilflos und unsouverän nach Wegen suchen, dass ich dir hier nicht mehr in deine Selbstdarstellungsparade fahre.

      Aber das werde ich auch weiterhin tun. Es ist mir ein Genuss, wie du dich hier ganz offensichtlich nicht über mich aufregst und dich nicht mit meinen Kommentaren befasst.

      Ergo: Küchenpsychologie reicht für Küchenschaben und Kindergarten. Kein Grund, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen! ;)

    • Vor 2 Jahren

      Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.

    • Vor 2 Jahren

      Nanana, manback, das lassen wir schön sein.

      Sonst muss ich den Fall in meine Arbeit aufnehmen. :lol:

    • Vor 2 Jahren

      @mundi: Nee, sorry. Nix. War nie mein Thema, wird nie mein Thema werden. Fasse ich mit der Kneifzange nicht an. Lieber 14 Persönlichkeitsstörungen als die Beschäftigung mit Suizidalität als Symptom unterschiedlicher psychischer Störungsbilder.

    • Vor 2 Jahren

      Kann es mir leider nicht aussuchen und darauf, mich mit dem Inhalt und dem Stil von Abschiedsbriefen auseinanderzusetzen, hatte selbst ich dann keinen Bock.
      Das ganze Wochenende suicide notes lesen, yay. :D

    • Vor 2 Jahren

      "Dir den Tod zu wünschen ist wirklich wirklich keine große Sache, bitte nicht überbewerten"
      Habe herzhaft gelacht, Danke.

      Kurze Frage offtopic:
      Mit welchem PJ Harvey-Album mache ich nach "Let England Shake", das ich super fand, jetzt weiter - Dieses hier, Rid of me, die aktuelle gar? Für Tipps bin ich wie immer dankbar :)

    • Vor 2 Jahren

      Kubischi: Mein Fave von ihr ist dieses hier, also "Stories from the City, Stories from the Sea". Erst heute Morgen - im Zuge der neuen Veröffentlichung - wieder ganz gehört. Ein sehr stimmiges Meisterwerk voll angedunkelter Schönheit, kein Ausfall.

    • Vor 2 Jahren

      Was ist das denn fürn geiler Faden? :lol:
      Lauti hatet mal wieder random Leute, weil Garrett ihn abgewiesen hat? :D Sogar mit nem Cameo von manback
      @kubischi
      Öhm, ich bin gar nicht sooo drin in der Musik PJ Harveys, aber ich mochte damals "White Chalk". Dear Darkness habe ich so als Anspieltipp im Hinterkopf. Vielleicht sagt dir das ja zu.
      PS: Aber bitte droh mir nicht mit Todeswünschen :lol:

    • Vor 2 Jahren

      moody: Habe noch nie random Leute gehatet ("mal wieder"?) und mit Garret hat das schon mal gar nix zu tun. Aber seis drum. :)

    • Vor 2 Jahren

      White Chalk ist das "ausreißeralbum", das vielleicht erst, wenn du bissl "drin" bist in ihrer Musik.

      Ich persönlich finde "Is this desire?" mit am besten, Fans und Kritiker schwören aber auf "stories from the city..." für den Einstieg, das es das soundmäßig "rundeste", insgesamt eines ihrer "fröhlichsten" und auch das kommerziell am meisten akzeptierte ist. Es fasst die Entwicklung von "Dry" mit dem PJ-Trio bis zu "is this desire?" gut zusammen, ohne eine lasche Wiederholung eines ihrer 90er-Alben zu sein... Viele sehen aber "to bring you my love" als ihre persönliche Interpretation des Blues und beschreiben es als kreativ-musikalischen Höhepunkt der 90er. Rangiert bei mir kurz hinter is this desire.

      Jedes Album hat eine eigene Stimmung und Atmosphäre, ein entsprechendes Artwork, einen roten Faden, musikalisch sowie später oftmals auch textlich. "Uh huh her" ist z.B. mein persönlicher Favorit aus ihrem Schaffen der 00er Jahre, is this desire (als Album insgesamt) das aus den 90ern.

      Als Fortführung von "Let England Shake" mit Blick auf ihre Entwicklung eignet sich "Stories from the city..." schon bestens, finde ich. Das neue Album ist musikalisch zu häufig im Schönklang zu hause. Ich mag PJ mehr, wenn sie mit ihren Songs emotionale Grenzen einreißt, was sich dann auch in ihrem Songwriting niederschlägt. So oder so - die Frau hat das Wort "Perspektivwechsel" verstanden und weiß ihn, musikalisch und textlich, äußerst galant umzusetzen.

    • Vor 2 Jahren

      Na, wenn ihr zwei Süßen euch schon einig seid, muss es ja praktisch die Stories werden. War eh längst überfällig, da mal nachzulegen. Wozu der hiesige trash-talk nicht alles gut alles gut sein kann...

      Merci in die Runde.

    • Vor 2 Jahren

      "Is this desire?"
      Bin da ganz bei soulburn.

    • Vor 2 Jahren

      Jenzo, alter Drive by-Poster! Fehlt eigentlich nur noch torques Rückkehr in diesem Thread, und der Legendenstatus wird umgehend verliehen :D

      "Is this desire?" ist auch das, was PJ bis heute selbst als ihre stärkste und mutigste Platte bezeichnet, "100% me", in ihren Worten. Auch musikalisch und bzgl. des Songwritings ein noch konsequenterer Ausbruch aus ihrem bis dahin Gitarren-dominierten Git/Bass/Drums-Aufbau. Auf "To bring you my love" huldigt sie hörbar (und nachweislich auch in Textzeilen) den prägenden musikalischen Einflüssen ihrer Jugend und Adoleszenz (also Captain Beefheart, Bob Dylan etc.), während sie sich auf "Is this desire?" erstmals an dunkle, kaputte und verstörende Soundspieleren abseits einer aggressiv verzerrten Gitarre heran traut.

      Aber ma was anderes, Jenzo, schon in die Cult of Luna reingehört? Und die September Girls? deftones? Mogwai??? Man liest dich echt verdammt selten in letzter Zeit, leider!

    • Vor 2 Jahren

      Wow, ein instant lauti classic.
      Der Doc führt ihn am Ring durch die Manege und das Publikum applaudiert. :D

  • Vor 2 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 2 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 2 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 2 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 2 Jahren

    Soso da stand einer ganz kurz vor der Enttarnung. Besser ist es

    • Vor 2 Jahren

      Verhielt sich eher so, dass der Schuldige sich zu erkennen gab und vom Hohen Gericht mit gewohnter Strenge und gleichzeitiger Großzügigkeit zur Rechenschaft gezogen wurde.

      Die Akten unterliegen allerdings der Geheimhaltung, wir wollen nicht weiter über diesen Fall sprechen. #roswell #topsecret

    • Vor 2 Jahren

      #Konstanz #Area51