laut.de-Kritik

Wenn beim Hippie-Agent die Tanzfläche brennt ...

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Shaggadellic Part 3! Beyonce Knowles, die Neptunes, Britney Spears, Rolling Stones, Smash Mouth, Dr. Dre und Dr. Evil sind die wichtigsten Zutaten zum Soundtrack des diesjährigen Lachmuskelangriffs Nummer 1: "Austin Powers Goldständer". Und wie es sich für den partytauglichen Hippie-Agenten gehört, wird auch musikalisch eine große Sause gefeiert. Die Tanzfläche brennt und der Club explodiert.

Den Anfang der Disko-Attacke macht Schicksalskind Beyonce Knowles. Unterstützt von Neptunes' Pharrell fließt bei ihrem "Work It Out" der R'n'B-Schweiß in Strömen. Doch eine Pause zum Verschnaufen rückt in weite Ferne, denn kein Geringerer als Dr. Dre bringt mit den Rolling Stones danach das Trommelfell zum Platzen. Sein Remix von "Miss You" pumpt so hammerhart aus den Boxen, dass selbst erfahrene B-Boys erschöpft aufgeben müssen.

Mike Myers alias Austin Powers kennt eben kein Erbarmen. Meisterproduzent Pharrall tritt zum zweiten Mal in Erscheinung und legt mit Britney Spears bei "Boys" ein erotisch-knisterndes Duett auf die Bretter, dass die Heide wackelt. Angie Stone und Earth Wind And Fire reisen dann mit zeitgemäßem SoulFunk im Gepäck in die Siebziger zurück, wo auch Beyonce Knowles' Titeltrack "Hey Goldmember" beheimatet ist.

Etwas ruhiger lassen es Smash Mouth mit "Ain't No Mystery" angehen, ohne jedoch den Schwung aus der Party zu nehmen. Die Fusion von UK-Bigbeat Newcomer Soul Hooligan und der RapReggae- und Toasting-Queen Diana King fährt das Tempo dann wieder in heißeste Regionen. Dort hottet auch Massive Attack-Remixer Oakenfold mit seinem burnenden Moby-Beethoven-Track ab.

Zum Schluss geht Austin Powers und seinem Goldständer ein wenig die Puste aus. Zwar versucht sich der liebestolle Spion ihrer Majestät noch als Rapper an Jay-Zs "Hard Knock Life". Doch den Guten hat die eigene Songauswahl ebenfalls erschöpft. Mehr als ein paar Lacher sind nicht mehr drin. Mit Dr. Evils Hymne "Daddy Wasn't There" und dem balladesken "Alfie" klingt dieses grandiose Tanzinferno am Ende ruhig aus.

Trackliste

  1. 1. Beyoncé Knowles - Work It Out
  2. 2. The Rolling Stones - Miss You (Dr. Dre Remix 2002)
  3. 3. Britney Spears feat. Pharrell Williams - Boys
  4. 4. Angie Stone - Groove Me
  5. 5. Earth, Wind And Fire - Shining Star
  6. 6. Foxxy Cleopatra feat. Devin And Solange - Hey Goldmember
  7. 7. Smash Mouth - Ain't No Mystery
  8. 8. Soul Hooligan feat. Diana King - Evil Woman
  9. 9. Oakenfold - 1975
  10. 10. Dr. Evil - Hard Knock Life
  11. 11. Ming Tea feat. Austin Powers - Daddy Wasn't There
  12. 12. Susanne Hoffs - Alfie (What's It All About, Austin?)

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