Puh, ich hätte nie gedacht, dass ich mir einmal über die Einordnung von Opeth in ein Musikgenre Gedanken machen müsste. Bislang war eigentlich immer klar, dass Mikael Åkerfeldt und seine Jungs im Metal zu verorten sind. Aber ist das mit "Heritage" immer noch der Fall?

Schwer zu sagen und auf lange …

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  • Vor 9 Jahren

    hmm, erster Teil der Review seh ich absolut gleich.

    aber ich kann das gradlinig nicht ganz nachvollziehen, selbst nach mittlerweile 5 mal durchhören kann ich nicht wirklich was gradliniges erkennen. Das ganze Ding ist in meinen Augen ne sperrige Geschichte.

    Aber wiederum, die Progressivgeschichte seh ich auch nicht so. Ich fand da Alben à la Blackwaterpark oder die alten Sachen auch ... mehr. Mehr eben.

    Mag man, oder mag man nicht. Ich bin einerseits froh, dass Opeth / Akerfeld eben ein Typ ist, der auch weiter will mit seiner Mucke und nicht Album Nr. 30 genau gleich klingt wie Album Nr. 1. Aber trotzdem vermisse ich die Härte der Growls und allgemein des DM, gab ihrem, schon immer komplexen Sound einfach ne Herausforderung.

    3/5 geht soweit in Ordnung. Wenn ich mich dran gewöhnt hab, kann ich vielleicht dann ne 4/5 geben aber noch gehts nicht.

    Achja, bei "Famine" bin ich absolut anderer Meinung lieber Eddy. Grad dieses Flötenspiel ist doch irgendwie endgeil und erinnert fast schon an Jethro Tull 3

  • Vor 9 Jahren

    kann ich leider nur zustimmen. der wechsel zwischen prog rock und den death metal parts war das, was mich zuerst mit ghost reveries und dann mit watershed immer umgehauen hat, da keine andere band es für meinen geschmack so organisch und meisterlich umsetzen kann wie opeth. aber heritage will einfach nicht zünden. ich nehme mir da lieber eine 70er jahre remastered version von magma und konsorten, die einen ziemlich ähnlichen sound in den 70ern hatten, nur mich nicht ganz so langweilen.

  • Vor 9 Jahren

    mmh, ich switch grad auch immer wieder rüber zu z.B. Tool oder Dream Theatre. Immer wieder geb ich mir aber Heritage, in der Hoffnung es explodiert dann irgendwann, na mal schaun. So ein paar mal geht noch ;)

  • Vor 9 Jahren

    Eddy: Bitte sag mir, dass du die neue Machine Head schon bei dir liegen hast und pünktlich zum Release am Freitag die Review kommt :)

  • Vor 9 Jahren

    Großtaten sind wohl eher das geniale Konzeptalbum "Still Life", das durch seine Erzählung samt Artwork und musikalischer Untermalung eine ganz eigene Atmosphäre besitzt, oder das Überalbum "Blackwater Park" mit einigen Songs, die einem auch nach Jahren einfach nicht aus dem Kopf gehen wollen (zb der Titeltrack oder das wunderbare "Bleak") - oder auch "Ghost Reveries", man nenne nur "ReverieHarlequin Forest" oder "Baying of the Hounds" als Referenzen dieses Überwerks. Deliverance und Damnation waren ohne Frage sehr gute Alben, eine nette Kontrastierung der Laut/Leise Elemente auf zwei eigenständigen Alben (meines Erachtens hätte man die Alben aber als Doppel-CD veröffentlichen sollen, anstatt sie als zwei Einzelscheiben zu verkaufen, aber das ist eine andere Geschichte) - allerdings verstehe ich nach mehrmaligem Hören von "Heritage" nicht, warum man "Damnation" als Großtat bezeichnet und von dem neuen Werk so (vergleichsweise) wenig hält. Auch "Damnation verzichtete komplett auf Growls und auf Metal-/Akustik-Wechsel. Auch "Damnation" war voller wunderschöner Melodien und der Opeth-typischen herbstlich-melancholischen Grundstimmung, das Album kam jedoch eher ohne die im neuesten Werk vorhandenen Retro-Elemente aus.
    Ich sehe das neue Werk als Weiterentwicklung des Opeth-Repertoires, weniger als Abspecken des Sounds. Im übrigen waren die Retro-Elemente wie der Einsatz der Hammond auch auf Watershed schon vorhanden (zB "Burden").

    Dennoch eine gut geschriebene Review, freue mich auch auf die Machine Head review btw (bestellt isse schon mal) ;-)

  • Vor 9 Jahren

    da haste allerdings recht. Auch für mich ist es eher eine Weiterentwicklung, bei der ich aber noch nicht voll angedockt habe. Damnation ist halt schon "eingearbeitet", wobei du da natürlich nicht ganz falsch liegst. (Auch wenn einige Heritage-Songs durchaus eine zackigere Gangart einlegen)

    na mal weiter sehen.

  • Vor 9 Jahren

    Ts, Metaller mit ihren geliebten Growls und bösen Gitarren...
    Das Album ist wirklich erst einmal schwer zugänglich. Es klingt tatsächlich enorm nach 70er Jahren, aber irgendetwas stimmt damit nicht ganz. Die großen Ohrwürmer, die man aus der Zeit gewohnt ist, sind zuerst einmal nicht zu finden. Gleichzeitig ist das Album mal wieder eine musikalische Großtat.

    In meinen Augen verleitet es den Hörer dann eben doch dazu, ihm einige Durchgänge zu gönnen. Der reduzierte und weniger auf "böse Bubis" getrimmte Stil sorgt eben dafür, daß Harmonien und die Technik viel mehr Raum haben und das Werk so um einiges spannender machen.

    Ganz klar ein Grower, kein Growler.

  • Vor 9 Jahren

    das ist eben der Unterschied. Ich persönlich fand die genannten Aspekte (vorrangig in der Komplexität) schon immer. Die Plakativen Growls und Groben Gittarren, haben das ganze aber (wie du auch sagst) "verdrängt" oder gar, versteckt. Für mich war das stehts eine Herausforderung, hinter diese Masche zu hören und das hab ich geschätzt. Wenns nur um schnell und hart geht, gibts da anders.

    aber in einem haste schon recht:
    Die Sache mit dem reinhören, da brauchts schon was.

  • Vor 9 Jahren

    Viel könnte ich zu diesem Album schreiben, habe ich schon geschrieben und nahezu viel diskutiert. Man kann das drehen und wenden, aber eines muss man Akerstaches neuer Retroband anrechnen. Verdammt, sie klingen immer noch nach Opeth, wenn auch zahnloser. Das zeichnet ganz große Bands aus - Progression und trotzdem erkennt man sie noch! Das Album ist sperrig, obwohl sich es im ersten Moment durchaus "geradelinig"_am Gehör vorbeischleicht. Ein sehr gelungenes Prog Rock Album, das definitiv mehr wert ist als drei Punkte, sofern man sich mal von dem Scheiß-Metalquark frei macht. Allein im Kontext der vielen Retro-Bands und vom Material an sich. Leider enttäuscht es viele Opeth-Fans, wenn verbohrt am "Metal" festhält. Eigentlich bin ich froh, dass Opeth neue Wege gehen. Der ursprüngliche (teilweise Meloblack) der ersten beiden Alben (Orchid, Morningrise). Die Progression zu atmosphärischen Prog Metal (Still Life, My Arms, Your Hearse). Das Manifest der Opeth'schen Schizophrenie ("Damnation" vs "Deliverance"), die Quintessenz dann mit "Blackwater Park" und "Ghost Reveries", was ihr Vermischung von Prog, Death, Jazz und Folk angeht. Das experimentelle Wathershed (Key-Track Burden) folgte dann und leitete "Heritage" ein. Also gibt genug Old-Opeth-Zeugs - ich begrüße die Neuausrichtung, auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, dass Akerstache zwar auf dem Weg gestartet ist, aber irgendwo auch falsch abgebogen ist. 4 Punkte von mir.

  • Vor 9 Jahren

    übrigens hätte man mal als Review-Schreiber ganz klar auch mal auf den Song "Burden" von Watershed hinweisen müssen, um das mal in den Kontext zu bringen. Das ist wie gesagt der Beginn der neuen Ausrichtung und Michael hat ja auch gesagt, dass sie während der letzten Tour viel miteinander geredet hätten, wo die Reise hingehen soll. Ergebnis ist ein Album frei nach "Burden". Bin mal auf die Tour gespannt. Karten für Stuttgart habe ich schon :D

  • Vor 9 Jahren

    mh, also was machine head angeht die erwartungen waren groß ... das album ist größer

  • Vor 9 Jahren

    @mali-zeko (« mh, also was machine head angeht die erwartungen waren groß ... das album ist größer »):

    Das kommt doch erst am Freitag raus. Wieso wisst ihr das alle schon?

  • Vor 9 Jahren

    Ich sehe mich selbst nicht als besonders verbohrt, finde mich aber dennoch eher in der Kategorie "enttäuscht vom neuen Album" wieder. Gegen ein ruhiges Album habe ich nichts, auch auf Growls kann ich verzichten (obwohl die von Akerfeldt gerade sehr charakteristisch und irgenwie smooth waren), da seine cleane Stimme sehr gut ist. Wäre es ein Album mit zahlreichen Liedern wie "Burden" geworden, das ich zum Heulen schön finde, würde ich das gutheißen. Was mir aber fast immer fehlt, sind ganz einfach Hand und Fuß beim Songwriting. Entgegen dem Rezensenten höre ich GERADE sehr oft planloses Gedüdel und sehr viel Jam-Charakter, allerdings ohne dass einem einzigen Beteiligten die zündende Idee gekommen ist, aus der man nen starken Song hätte machen könne. Oft wird Spannung aufgebaut und... und.. und... nix. Keine "Erlösung", keine Auflösung, in die sich das Angestaute in einer richtig schönen Melodie oder Akkordfolge entladen könnte. Stattdessen kommt oft ein völlig neuer Songteil mit anderem Thema, richtig unpassend oft. Alles andere als homogen, "Famine" finde ich besonders grausam, ein richtiger Patchworksong ohne klare Linie. Da freuen sich die Jungs auf der Bonus-DVD nen Ast, dass da irgendeine Percussion-Legende ins Studio kommt und für sie Parts einspielt. Und was hat man dann davon? Die ersten völlig überflüssigen anderthalb Minuten von "Famine" mit Tribalgetrommel, das dem Song trotzdem nicht mehr Tiefe oder Atmosphäre gibt, da es übergaupt nicht richtig integriert wird. Stattdessen Trommel raus, Klavier rein mit viel zu hartem Bruch und so gehts am laufenden Band.
    Und dazwischen ganz viel Leerlauf und Geplätscher, einfach schrecklich DÜNN alles. Hier eine einsame einstimmige Akustikgitarre ohne Begleitung, hier ein Bisschen Sologetrommel, einzelne Instrumente auf der Suche nach irgendetwas, das nicht kommen will. Wie man beispielsweise "Nepenthe" live bringen will, ist mir ein Rätsel. Dazu wären bestuhlte Säle Pflicht, am Besten noch mit verstellbarer Rückenlehne.
    Opeth und ihre Roots in allen Ehren, aber das hier ist mir von der Umsetzung her leider viel zu wenig, richtiggehend unbefriedigend.
    Schwache 3 Punkte.

  • Vor 9 Jahren

    @Sancho (« @mali-zeko (« mh, also was machine head angeht die erwartungen waren groß ... das album ist größer »):

    Das kommt doch erst am Freitag raus. Wieso wisst ihr das alle schon? »):

    du verteilst doch illegal die links per laut.de PN, du schelm!!!

  • Vor 9 Jahren

    @Rulf (« Ich sehe mich selbst nicht als besonders verbohrt, finde mich aber dennoch eher in der Kategorie "enttäuscht vom neuen Album" wieder. Gegen ein ruhiges Album habe ich nichts, auch auf Growls kann ich verzichten (obwohl die von Akerfeldt gerade sehr charakteristisch und irgenwie smooth waren), da seine cleane Stimme sehr gut ist. Wäre es ein Album mit zahlreichen Liedern wie "Burden" geworden, das ich zum Heulen schön finde, würde ich das gutheißen. Was mir aber fast immer fehlt, sind ganz einfach Hand und Fuß beim Songwriting. Entgegen dem Rezensenten höre ich GERADE sehr oft planloses Gedüdel und sehr viel Jam-Charakter, allerdings ohne dass einem einzigen Beteiligten die zündende Idee gekommen ist, aus der man nen starken Song hätte machen könne. Oft wird Spannung aufgebaut und... und.. und... nix. Keine "Erlösung", keine Auflösung, in die sich das Angestaute in einer richtig schönen Melodie oder Akkordfolge entladen könnte. Stattdessen kommt oft ein völlig neuer Songteil mit anderem Thema, richtig unpassend oft. Alles andere als homogen, "Famine" finde ich besonders grausam, ein richtiger Patchworksong ohne klare Linie. Da freuen sich die Jungs auf der Bonus-DVD nen Ast, dass da irgendeine Percussion-Legende ins Studio kommt und für sie Parts einspielt. Und was hat man dann davon? Die ersten völlig überflüssigen anderthalb Minuten von "Famine" mit Tribalgetrommel, das dem Song trotzdem nicht mehr Tiefe oder Atmosphäre gibt, da es übergaupt nicht richtig integriert wird. Stattdessen Trommel raus, Klavier rein mit viel zu hartem Bruch und so gehts am laufenden Band.
    Und dazwischen ganz viel Leerlauf und Geplätscher, einfach schrecklich DÜNN alles. Hier eine einsame einstimmige Akustikgitarre ohne Begleitung, hier ein Bisschen Sologetrommel, einzelne Instrumente auf der Suche nach irgendetwas, das nicht kommen will. Wie man beispielsweise "Nepenthe" live bringen will, ist mir ein Rätsel. Dazu wären bestuhlte Säle Pflicht, am Besten noch mit verstellbarer Rückenlehne.
    Opeth und ihre Roots in allen Ehren, aber das hier ist mir von der Umsetzung her leider viel zu wenig, richtiggehend unbefriedigend.
    Schwache 3 Punkte. »):

    wunderbar, so lohnt sich faulheit doch und jemand fasst es perfekt zusammen.
    das problem ist für mich auch der jam charakter. nichts empfinde ich als wirklich ausgearbeitet. 70er jahre prog rock jazz fusion avant garde instrument rumgewichse haben halt viele bands so schon abgeliefert. der prog rock, death metal und folk mix war immer sehr einzigartig und unerreicht für mich, sodass die neue richtung mich eher an copycats erinnert. verdammt gute und begabte copycats.
    /
    wem das gefällt, dem gratuliere ich herzlich, aber dass jetzt hier wieder eine debatte um DIE richtige sichtweise über die neue opeth ausrichtung vorgeht und todesargumente wie die stumpfheit der metal heads aus den kellergewölben hervorgesucht werden, das muss doch nicht sein freunde!

  • Vor 9 Jahren

    @sancho . die frage muss ich dir jetzt aber nicht wirklich beantworten, oder? =D. gekauft wirds aber auf jeden fall am freitag. das album hat mir echt die locken vom kopf geblasen

  • Vor 9 Jahren

    Nun ja, ich höre immer noch Opeth raus und Copycats gibt es querfeldein - so viel Innovatives gerade im Metal gibt es nicht. Natürlich abseits der Pfade und Opeth waren auch so eine Ausnahme. Death Metal ist doch schon seit 10 Jahren tot und wiederholt sich extremst. Neue Produktion, noch mehr Trigger, noch mehr Geschrubbel und das war's. Opeth waren da doch auch was für den Death Metal-Hörer sich etwas open-minded zu fühlen - leider ist es dann auch mit Watershed bzw. jetzt Heritage rum mit der Toleranz. "The problem of metal-genre are the metalheads".

    DISKUSSION eröffnet!^^

  • Vor 9 Jahren

    wie ich halt schon erwähnte, auf der einen Seite freut man sich (bzw. ich mich) das Opeth sich auch weiterentwickeln. Andererseits -und dazu steh ich, verbohrt hin oder her- mochte ich eben grade die Roots von Opeth, namentlich halt die Candlelight Records. Ich bin immernoch, nach wie vor unschlüssig. Einige gute Trachs gibt es durchaus. Ich bin sozusagen ...
    man kann sagen, Rulf und JaDeVin hams für mich ziemlich genau auf den Punkt gebracht, und irgendwie häng ich da in der Mitte drin ein wenig.

  • Vor 9 Jahren

    übrigens hat laut.de Metal"experte" "Eddy" die Scheibe überhaupt mal angehört oder nur so drübergehört?
    "...ist dabei aber weiß Gott kein verdrogtes Hippie-Album mit endlosen Jam-Sessions und planlosem Gedüdel geworden." rofl?!?